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Alt 11.05.2015, 05:46   #2
catzwailen
Senior Head
 
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Ort: berlin
Beiträge: 117
Ich poste hier auch ein text vom festival orga kollektiv:

Uns ists wichtig, 'n paar Worte und Anregungen im Vorfeld loszuwerden.
Die Veranstaltung hat sich in den vergangenen Jahren zu einem Schaufenster der (nicht nur) Berliner
linken, subkulturellen Szene entwickelt. Das ist genial - da gilts anzuknüpfen und mehr draus zu machen.
Einer der Grundansätze unserer Bewegung ist die Unkommerzialität. Auch dieses Festival wird als
politische D.I.Y. Veranstaltung auf dieser Basis organisiert.
Unsere wichtigste Intention ist ganz sicher nicht, daß Leute nur zum Konsumieren und Saufen kommen.
Wiewohl das der Deckung unserer immensen Kosten guttut. Und ein Bierchen picheln bei einer netten
Zusammenkunft gehört auch zu unserer Subkultur.
Gemeinsam Kämpfen und gemeinsam Feiern!
Da wir keinen Bock haben, unsere und eure Energie für zwar nette, aber hoffentlich überflüssige
Soliparties zu vergeuden, wünschen wir uns 'ne Kostendeckung. Was danach üba ist wird im
gemeinsamen Konsens an uns wichtige Projetkte verspendet. Natürlich sind Vorschläge aller Aktivisten
erwünscht.
Wenn wir so 'ne Sause rocken wollen, ist es das Wichtigste, aufeinander Achtzugeben. Zupacken, wenn
zu sehn ist, das Hilfe gebraucht wird. Konflikte abbauen, bevor sie eskalieren. Streßkandidatinnen vom
Platz begleiten ohne das sie zum Zuge kommen. Auch im Pogogetümmel vor der Bühne. Natürlich
dulden wir keine Rassisten, Sexisten...tralalala, die üblichen Unerwünschten brauchen sich gar nicht erst
blicken lassen.
Und wenn du siehst, das doch jemand Einen zuviel gezwitschert hat, hilf ihm/ihr über die Strasse und
guck dass alles OK geht. Nullbock auf Kollateralunfälle.
Alle haben es bereits mitgekriegt: Viele der Nachwendeprojekte haben grad den 25. Jahrestag auf dem
Veranstaltungskalender (gehabt). Ist auch für uns ein guter Grund zum Feiern, wobei wir die älteren und
neueren Projekte selbstverständlich mit einschließen. Und wir vergessen die Vielen nicht, die es nicht bis
Heut geschafft haben und vergeben nichts. Die Gescheiterten wurden Kommerzinteressen und politischen
Intrigen oder Machtspielchen geopfert. Nur wenige sind tatsächlich am Versuch gescheitert, alternative
Lebensformen zu testen.
Diese Freiräume sind überall auf der Welt nötig, sie paßen nur nicht in die kranken Hirne der rechten
politischen Hetzer und ihrer Lemminge, deren Idealvorstellung eine perfektionierte Landschaft mit Kz's und
Germania's ist. Und auch nicht ins BILD des Stammtischpießers, der rechte Parolen gern in den eigenen
Sprach“schatz“ übernimmt. Oder Montags den Volksbegriff für sich vereinnahmt und uns als asozial betitelt.
Um diesen im politischen Gestern liegenden Anschauungen etwas entgegen zu setzen, ist Erfahrungsaustausch
zwischen unseren Projekten, Gruppen und Aktivisten unabdingbar. Und wer weiß, ob in Zeiten der
massenhaften Umwandlung von Mietwohnungen in Eigentum und explodierender Wohnkosten in den
Innenstädten nicht die Akteptanz für "unkonventionelle" Lösungen wieder steigt…
Wir bevorzugen ein Leben ohne Herren und Knechte, erarbeiten täglich Ansätze dafür und versuchen unsere
Utopien umzusetzen. Vieles davon wird hier auf dem CoS neuen potentiellen Mitstreiterinnen vorgestellt. Neu
wird’s zum Beispiel einen Xtra-ort für politische Bildung mit Vorträgen etc. geben. Und mehr Infostände than
ever.
Ohne die Mithilfe vieler Projekte und Menschen kriegen wir so ein Fest nicht gebacken. Insbesondere Leute,
die Stände in eigener Regie betreiben möchten sowie Leute, die uns Material und Ausrüstungen zur Verfügung
stellen können, sollten Kontakt aufnehmen. Komm zum Vorbereitungstreffen oder nutze das Kontaktformular
unserer Webseite!
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