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Steinberg - Cubase SX 2.2


Hersteller: Steinberg
Produkt: Audio - MIDI - Sequenzer
Preis: Vollversion 799,- €
Released: 2003

Lange haben wir das Wort Cubase und Sequenzer in den Mund genommen. Nun folgt endlich die Erklärung und der Test. Die Hamburger haben mal wieder nicht zu wenig versprochen...


Steinberg - Creativity First
 
Nachdem wir in ganz vielen Tests schon das Wort Sequenzer und Cubase erwähnt haben, wollen wir Euch nach langer Zeit einmal ein Programm vorstellen, das beide Worte vereint. Heute geht’s um die Audio-Sequenzer-Software Cubase SX 2.2 von Steinberg.

Da viele von Euch noch gar nicht wissen, was den überhaupt ein Sequenzer ist und wofür er alles eingesetzt werden kann, werden wir uns in dieser Ausgabe des Tests auf die Einführung spezialisieren. Da Cubase immer auf dem neusten Stand gehalten wird, kommen wir in ein paar Wochen zum nächsten Test. Da geht’s dann etwas feiner in die Details. Zunächst heißt es aber mal, back to the roots und zur Frage, was ist ein Sequenzer?

Als im Jahre 1982 der MIDI-Standart ratifiziert wurde, haben sich viele Musiker gefreut. Endlich gab es ein Format, mit dem man die Daten digital speichern konnte. Das heißt auch dann, beliebig schneiden, kopieren, einfügen und was man sonst noch alles damit anstellen kann.

Der nächste große Vorteil von MIDI war nicht nur die Notenspeicherung, sondern auch das Senden und Empfangen in 16 Kanälen und die zusätzlichen Parameter, wie Volume Controll, Pan, SysEx-Dateien etc.

Aber was hat es nun mit den 16 Kanälen und den zusätzlichen Parametern auf sich?
Hier verstehen nämlich alle Anfänger nur Bahnhof. Dabei ist das eigentlich ganz einfach, denn die MIDI-Kanäle sind im Großen und Ganzen wie Audio-Kanäle zu behandeln. Man überträgt einfach auf dem anderen Kanal andere Inhalte. So wird Kanal zehn typischerweise immer für den Drum-Part benutzt. Eigene Veränderungen können aber selbstverständlich jederzeit vorgenommen werden.

Bei den Parametern wird es schon etwas komplizierter. Hier sind ganz unterschiedliche Sachen wie die Balance, die Lautstärke, das Filter oder spezielle Steuerungsdaten gemeint. Diese Parameter können nicht nur ausgelesen, sondern auch verändert werden. So ist es zum Beispiel möglich, dass ein bestimmter Synthesizer bis zu einer bestimmten Stelle die Melodie mit dem einen Klangcharakter und ab einer späteren Stelle mit einem anderen Klangcharakter spielt. Dieser „Trick“ ist durch den Parameter „Programm-Change“ zu vollziehen.

Aber wie bekommt man die MIDI-Daten, die vom Synthesizer oder Sampler kommen, gespeichert?
Dazu gibt es heute USB-MIDI-Interfaces, die die MIDI-Daten an den Computer weiterleiten. Manchmal findet man die MIDI-Anschlüsse auch an den Soundkarten. Wenn diese gleich integriert sind, muss man sich nicht zwingend ein MIDI-Interface besorgen. Dafür stehen beim Kauf eines Interfaces mehr Anschlüsse zur Verfügung.

Die Daten werden während des Synthesizer spielen ausgegeben und mit dem MIDI-Interface an den PC oder MAC weitergereicht. Das System muss nun mittels Software mit den Daten umgehen können.

 
Cubase SX 2.2
Genau so eine Software ist Cubase SX. Dabei ist Cubase SX nicht unbedingt die einzige Software auf dem Markt; dafür kann man aber Cubase zu einer der besten Software-Audio-Sequenzer zählen, die es momentan gibt.

Einer der größten Konkurrenten ist übrigens Logic von der Firma Emagic. Logic hat im PC-Bereich allerdings ein großes Problem. Seit der Übernahme durch Apple wird seit der Version 5.5. nicht mehr für den PC weiterentwickelt. Alle verfügbaren Updates sowie die sechste Version aus dem Hause Emagic sind ausschließlich für den Macintosh zu bekommen.
Da nun aber über 95 % aller Computer auf der Welt Windows-Rechner sind, bleibt einem nicht mehr sehr viel Auswahl, sodass Cubase SX automatisch zur näheren Riege gehört. Andere Programme gibt’s zwar auch, sind bis Dato aber nicht so umfangreich oder laufen dafür nur mit spezieller Hardware.

Merklich anzumerken ist ebenfalls die Tatsache, dass es ohne die Sequenzer und MIDI kein Techno, House, Acid, ect. gegeben hätte. Grund genug, sich Cubase mal etwas näher unter die Lupe zu nehmen, denn die Hamburger Firma hat schon vor über zehn Jahren für den Amiga programmiert und somit reichlich Erfahrung.

 
Arrangement
Wir haben Cubase SX 2.01 von Steinberg zugeschickt bekommen. Wer auf dem aktuellsten Stand sein will, muss sich nach der Registrierung ein Update kostenlos runterladen. Wer Cubase SX 2 von einer früheren Version updatetet, muss den Hardware-Dongle noch bei Steinberg umschreiben lassen. Dies ist aber per Internet ganz einfach und kostet wenig Zeit. Wer von einer ganz alten Version updaten will, sollte sich zuvor bei Steinberg informieren, da nicht jede alte Version geupdatet werden kann. Mehr Infos gibt’s bei Steinberg auf der Homepage.

Die Installation der Vollversion inklusiv Update hat auf unserem Rechner nur kurze Zeit gedauert. Unser Testrechner war dieses Mal ein AMD Athlon XP 1800 mit 1024 MB RAM und Windows XP.

Am Anfang fragt einem das Programm, ob es die aktuelle Konfiguration testen soll. Hier muss auf den Soundkarten-Hersteller zurückgegriffen werden. Es gibt Hersteller, die diesen Test empfehlen, andere wiederum raten einfach zum Ignorieren des Hinweises.

Cubase SX 2.2 kann übrigens so viele Spuren verwalten, wie CPU, RAM und Festplatte schnell sind. Umso besser das System ist, desto mehr Spuren kann die Software regeln. Zudem muss man auch darauf achten, was man alles gleichzeitig abspielt.
Da die Audio-Daten ja in Realtime von der Festplatte gelesen werden und diese nicht beliebig schnell ist, muss man damit rechnen, dass bei allerspätestens 15 gleichzeitig abgespielten Audio-Files der Rechner einknickt. Bei „reinen“ MIDI-Daten, die ein Hardware-Gerät ansteuern, spielt die Begrenztheit keine Rolle, da die Datenmenge viel zu klein ist.

Geht es aber um MIDI-Files, die Software-Synthesizer ansteuern, spielt die Konfiguration des Systems wieder eine große Rolle. Hier gilt wieder die Faustregel:
je besser Dein System, umso mehr Files und Instrumente kann Dein Rechner gleichzeitig abspielen.

Noten-Editor
 
Wer in Cubase SX übrigens wissen will, wie viel Recourcen noch zur Verfügung stehen, muss nur F11 wählen und schon werden CPU- und Festplattenverbrauch angezeigt. Die komplett überarbeitete Programmstruktur und-Oberfläche von Cubase SX 2.2 stört und überzeugt zugleich. Das Design sieht toll aus, dafür müssen sich Besitzer früherer Versionen umschauen, denn Steinberg hat gut umgekrempelt. Nach so manch alter Funktion mussten wir teilweise etwas länger Suchen. Fängt man dagegen von Stunde null an, hat man es zudem noch leichter, da man sich ja überhaupt nicht umgewöhnen muss.

Je weiter man aber im System nachschaut und ausprobiert, desto mehr wird das genervt sein vom Suchen nach alten Funktionen in Freude wandeln. Der Hamburger Hersteller hat nämlich nicht nur Sprüche geklopft, sondern über 100 neue Funktionen in Cubase SX zum Vergleich mit VST 5 integriert. So ist das unbegrenztes Undo/Redo, die grafische Automation jeglicher Parameter und das Surround Mixing in 5.1 und anderen Formaten nur eines von vielen neuen Anwendungen. Beim Thema Sourround gibt’s obendrein noch einen drauf. Anstatt einfach nur ein Mono- oder ein Stereo - Signal in einen Surroundbus zu mischen, bietet Cubase durchgehend mehrkanalige Audiowege mit bis zu sechs Kanälen an. Das wirklich Neue hierbei ist, dass eine einzelne Audiospur eingangsseitig schon mehrere Kanäle umfassen kann. Inserts und Effektwege können ebenfalls mehrkanalig aufgebaut sein.

Ein Höhepunkt in Version 2.2 ist die Freeze-Funktion. Sie dient zum Einfrieren von VST - Effekten oder VST - Instrumenten, was der CPU-Last zu gute geht. Diese Funktion sollte nicht mit dem Bouncen verwechselt werden. Hier wird nämlich eine Spur oder mehrere Spuren, egal ob MIDI oder Audio, zu einer Spur zusammengerechnet. Eine nachträgliche Veränderung am Material, zum Beispiel eine Notenverschiebung, ist nicht mehr möglich. Die Freeze-Funktion „friert“ die Spur mit den VST - Plug - Ins nur ein. Sie kann danach wieder frei geschaltet werden. Der Große Vorteil gegenüber dem Bouncen liegt in der nachträglichen Veränderbarkeit der Daten. Dies ist nachdem Bouncen nämlich nicht mehr möglich, da die Daten nur in Audio und nicht mehr im „Rohformat“ wie z.B. MIDI vorliegen.
Nachteil der Freeze-Funktion ist aber die Starrheit der Parameter. Man kann leider nichts während des Eingefroren seins machen, da Cubase die komplette Spur sperrt. Besser wäre es, wenn man trotz des Freezens noch sämtliche Parameter wie Volume oder MIDI verändern kann.

Sehr vorteilhaft ist zudem die vollständige Plug-In-Delay-Kompensation. Im Gegensatz zu vielen anderen Programmen, die lediglich Plug-In-Verzögerungen auf Audiotracks und Software-Instrumente-Tracks ausgleichen, werden bei Cubase SX alle Latenten berücksichtigt, die sich durch Plug-Ins in den Signalweg des Mischpults aufbauen können. Bei Live-Inputs ist dies natürlich nicht möglich. Cubase zeigt dazu im Fenster „PlugIn-Informationen“ die Verzögerung der installierten Plug-Ins an und bietet außerdem die Möglichkeit, die Kompensationen für jedes einzelne Plug-In zu steuern.

Der nächste Pluspunkt ist für die umfangreiche Anzahl an virtuellen Instrumenten und Effekten, wie zum Beispiel Im-7, a1, Embracer, Monologue und vb-1, zu vergeben. Dies sind aber nur die Soundmodule, die einen Klang erstellen können. Weiter geht’s mit der Soundbearbeitung, wie Delay, Distortion, Dynamics, Filter, Modulation, Reverb, Pan, Chorus, Externalizer, Noise Gate, Paekmaster, Puncher, Echo und vielen mehr.

Effekt-Sektion
 
Zudem sollte man das hinzu Laden von weiteren VST und Direct X-Plug-Ins nicht vergessen. Hier stehen unbegrenzte Möglichkeiten offen. Die Qualität der Plug-Ins ist im Großen und Ganzen sehr gut. An die Spitzen-Plug-Ins, wie zum Beispiel aus dem Hause TC Electronic, kommen die Steinberg Plug-Ins nicht heran. Diese laufen dann aber auch auf speziellen Karten, wie der TC Powercore-Karte, und werden über DSP-Prozessoren errechnet, die nicht ganz preiswert sind. Vergleicht man also das Preisleistungsverhältnis, kommt man zu einem sehr gut Ergebnis. Sehr positiv.

Steinberg hat aber nicht nur große Taten vollbracht, sondern auch an die kleinen nützlichen Dinge gedacht. So ist es nun möglich, nicht nur Audio-oder MIDI-Spuren von einer Spur in die nächste zu kopieren. In der neusten Ausgabe kann man sogar ganze Automationsdaten kopieren.
Zudem haben die Entwickler an eine Shortcut - Sektion mit Lernfunktion gedacht. Auf diese Art kann man seine eigenen Cubase-Funktion dort hinlegen, wo man will und muss sich nicht an die Vorgaben des Herstellers achten. Als Pluspunkt kann man diese Einstellungen natürlich speichern und sie auf ein anderes Cubase SX-System, das mindestens die gleiche Versionsnummer hat, weiterverwenden. Eine Abwärtskompatibilität kann natürlich nicht gewährt werden, da die Älteren Versionen nicht alle neuen Funktionen aufweisen.

Weiterhin können einzelne Parts farblich markiert und so ganz leicht unterschieden werden. Zur Auswahl hat man eine reichliche Farbpalette.

Am Anfang steht einem ein leeres Fenster zur Verfügung. Will man dann in einem Projekt starten, so fragt das Programm nach den unterschiedlichen Vorgaben. Angeboten werden hier „16 Track MIDI Sequenzer, 16 Track Surround Mix, 24 Track Audio Recorder“ und vier weitere Vorgaben. Startet man Cubase SX mit einem leeren Projektfenster, kann man dies nun nacheinander füllen. Darunter ist die MIDI-Spur einer der wichtigsten überhaupt. Am Anfang findet man noch einen blau markierten Bereich, der vier Takte abdeckt. Diese Eingrenzung macht auch Sinn, da ganz viele Lieder mit einer Grundstruktur anfangen, die nicht länger als vier Takte haben. Wer einen größeren Bereich abdecken will, verschiebt einfach den rechten Locator, einem Begrenzungselement, dort hin, wo man ihn haben will. Klickt man nun in den blau markierten Bereich, so öffnet sich einem das MIDI-Fenster.

In diesem Fenster beginnt die Kreativität: Auf der linken Seite hat man eine komplette Klaviatur inklusive Notenbenennung. Oben gibt es die Werkzeugliste mit Zeichenstift, Radiergummi, Lupe, Stummschaltfunktion, Schere, Klebstift- und Time Warp-Funktion. Letzteres ist ein Werkzeug, mit dem man die flexible Angleichung von Zeitpositionen realisieren kann, um z.B. bei Filmmusik Bildschnitte mit bestimmten Song - positionen zu synchronisieren. Das Time Warp - Werkzeug erlaubt dem Anwender, durch Verschieben von Takt- oder Zeitpositionslinien komplexe Tempoveränderungen - und Anpassungen vorzunehmen.

Weiterhin hat Steinberg in der oberen Leiste die Quantisierungsfunktion verbaut. Mit diesem Tool können „schräg“ gespielte Noten in das Arrangement gerade gerückt werden. Wer also nicht gut im Noteneinspielen ist, kann mit diesem Tool so wahre Wunder bewirken. Zudem hat man auch noch die Möglichkeit, die Quantisierung der Taktart anzupassen.

Ganz unten hat der Hersteller noch ein weiteres Fenster zur Veränderung von Anschlagstärke, Pitchbend, Aftertouch, Poly Pressure, Programm Change und anderen Parametern verbaut. Sehr schön gelöst wurde die Veränderbarkeit selber. Hier kann man mittels Stiftwerkzeug alle Parameter einfach verändern. Will man zum Beispiel eine schwächere Anschlagstärke auf eine ganz bestimmte Note haben, so ist der Strich für diese Note im dazugehörigen Editor zu verändern. Simpler geht’s nicht!

Das Hauptfenster teilt sich in die Unterabteilungen „Datei, Bearbeiten, Projekt, Audio, Midi, Notation, Pool, Transport, Geräte, Fenster und Hilfe“ auf. Zu letzterem kann man den Hersteller mal wieder nur loben, denn die mitgelieferte Programmhilfe ist sehr gut verfasst. Wer also ein Problem hat oder nicht weiß, wie eine bestimmte Funktion zu realisieren ist, wird hier gut beraten.

Besonderer Aufmerksamkeit hat der Punkt „Geräte“ verdient. Hier wird die MIDI-Geräteverwaltung, die Mixer und alle nötigen Infos zum Thema VST angezeigt. Letzteres dürfte den meisten Loveparade-Lesern schon öfters aufgefallen sein. Mittlerweile haben wir ja eine Menge VST-Programme vorgestellt. Diese werden über den Unterpunkt VST-Instrumente geladen. Weiterhin hat man im MIDI-Editor die Möglichkeit, alle MIDI-Parameter zu kontrollieren. So kann zum Beispiel durch anklicken des kleinen Plus-Zeichens, das links unten im MIDI-Fenster zu sehen ist, weitere Fenster öffnen.
Hier werden nun die MIDI-Parameter wie „Lautstärke, Pan, Stummschalten, Sends, Inserts Track-Parameter ect.“ geladen. Diese werden über die MIDI-Kanälen zu den jeweiligen Geräten oder Software-Anwendungen geschickt.

Ein großer Vorteil in Cubase SX ist zudem die Automation. Hierfür sind die beiden Schalter „Read und Write“ verantwortlich. Will man zum Beispiel einen Part in der Lautstärke verändern, so kann dies mittels Lautstärkenkurve und Write aufgezeichnet und per Read wieder ausgelesen werden. Fertig ist die Automation! Diese Parameter-Veränderung ist auch auf einen Audio-Part anzuwenden. Da werden dann allerdings andere Sachen, wie zum Beispiel Frequenzbänder, kontrolliert.

Ein wichtiges Steuerfenster ist per F2 aufrufbar. Hier werden die Start-, Stopp- und Spulfunktionen, das Tempo, die Taktart und die Fade-In und Fade - Out-Funktion bestimmt. Eine Zeitanzeige, die in Takte und Zählzeiten, Sekunden, Timecode, Samples und Frames unterscheiden kann, findet man hier auch vor.

 
Großes Mischpult
Ein weiteres wichtiges Fenster ist der Mixerbereich. Dieses per F3 aufrufbare Fenster ist die wichtigste Steuereinheit überhaupt. Mit ihm kann nämlich die Lautstärke der Spuren und des Masters, sowie die Effektsektion kontrolliert werden. Geschickt hat Steinberg die Größe des Fensters gelöst. Es werden nämlich am Anfang nicht alle nötigen Informationen angezeigt. Erst wenn man das Fenster vergrößert, kommt zum Beispiel die gesamte EQ-Funktion zum Vorschein. Die Qualität der Filter, die hier errechnet werden, ist im Übrigen aller erste Sahne. Links oben kann man sich dann die verschiednen Darstellungsvarianten aussuchen.

Schaut man sich den Kanalzug am Mixer etwas genauer an, so entdeckt man hier auch die Automationsmöglichkeiten, und bei den Audio-Spuren den Knopf für die Audiokanaleinstellungen. Drückt man nun auf dieses Fenster, hat man noch weitere Möglichkeiten zum Verändern. Neben einem Equalizer, der die Veränderung im gesamten Frequenzband grafisch anzeigt und die Centerfrequenz vier Mal frei auswählen lässt, gibt es noch weitere acht Effektkanäle. Bei den MIDI-Kanälen gibt es ein ähnliches Fenster, allerdings dann natürlich ohne Equalizer.

Zum Schluss wollen wir Euch noch sagen, dass das Bedienen am Anfang etwas schwerer ausfallen dürfte. Dies ist aber normal und gilt bei einem Profiprogramm wie Cubase SX als normal. Wer dann ja noch Fragen hat, der kann sich im Forum bei Steinberg informieren. Zudem gibt’s im Internet regelmäßig Updates, sodass man immer auf dem Laufenden ist.

Ein größeres Update gibt es übrigens bald wieder. In kürze gibt es nämlich Cubase SX 3. Bei dieser Kritik geht es dann mehr ins Eingemachte.
Hier haben wir jedenfalls einen ganz kleinen Ausschnitt beschrieben. Wenn wir das ganze Programm beschrieben hätten, dann wären wir ganz leicht auf das doppelte an Text gekommen.

Wer sich nun von Cubase SX angesprochen fühlt, der kann sich jetzt eine Demo runterladen. Hier gibt es zwar einige Unterschiede zur Vollversion. Den groben Eindruck kann man sich aber hier auch holen und muss nicht zu irgendwelchen Cracks greifen, die dann eh nicht wieder funktionieren.

Fazit Steinberg Cubase SX 2.2

Cubase SX 2 zählt definitiv zu den Profiprogrammen, dass mit anderer Software locker Stand halten kann und sogar darüber hinaus immer wieder neue Ideen in die Produktionswelt einfließen lässt. Die Hamburger haben jedenfalls mal wieder in Sachen Kreativität und Produktfülle den Vogel abgeschossen.

Im Vergleich zum Preis kann man daher nur sagen, dass 800,- € bei der Vollversion noch als günstig zu erachten ist, wenn man sich da die Konkurrenz anschaut.

www.steinberg.de

Text: Kilian Heller
Der Text erschien auf loveparade.net und wurde future-music.net freundlicher Weise zur Verfügung gestellt.
16.12.2017, 10:09 h | 5 Junglists online