Hersteller: Hoontech Produkt: Soundkarte Preis: ca. 500,- Released: 2002
Nun kommt eine Soundkarte ins Testlabor. Hoontech kennt vielleicht nicht jeder.
Man sollte aber unbedingt reinschauen. Es lohnt sich auf jeden Fall!
Hoontech
Nachdem wir in den letzten Monaten Tuntables, Synthies, Mischer, CD-Player,
ect… getestet haben, kommen nun zum Aufnahmemedium. Nun geht’s zur
Soundkarte. Diesmal haben wir uns einen Hersteller ausgesucht, den nicht jedermann
kennt, aber jeder kenne sollte, wenn es um halbwegs professionelle Soundaufnahme
bzw. Soundwiedergabe geht. Auf dem Werbeblatt selbst steht „Eine der erfolgreichsten
Audiokarten überhaupt…“ Das können wir so auch bestätigen!
DSP 2000 C-Port, Karten
Die Firma, die wir heute im Testlabor zu stehen haben, heißt Hoontech bzw.
STAUDIO. Unter den ganzen Produkten dieser Firma, haben wir uns die DSP 2000 C-Port-Soundkarte ausgesucht. Diese Karte besteht aus drei Elementen.
Da wäre die Soundkarte an sich, die Einschubkarte mit den Digitalanschlüssen
und die externe Box, welche alle analogen Ein- und Ausgänge beinhaltet. Die
Karte hat insgesamt zehn Ein-und Ausgänge. Diese splitten sich in
acht analoge, unsymmetrische Monoein- und Ausgänge, welche jeweils im 6,3
mm Klinkenformat vorhanden sind, auf. Zusätzlich ist der Ein- und Ausgang
eins und zwei mit symmetrischen XLR Anschlüssen bestückt. Die ersten
beiden Kanäle verfügen zusätzlich über einen Mikrophonverstärker
mit 48 Volt Phantomspeisung. Das heißt, dass man an diese Soundkarte nicht
nur dynamische Mikros, sonder auch studiotaugliche Kondensatormikrophone anschließen
kann.
Die Einschubkarte enthält jeweils koaxiale und optische S/PDIF-Digitalanschlüsse.
Zusätzlich kann man aber noch die AES/EBU-Anschlüsse benutzen.
Zur Erläuterung: S/PDIF heißt Sony-Philips Digital Interface
und steht für den digitalen Austausch von Audiodaten bei Consumergeräten,
wie CD- Playern, MD-Rekordern, DAT-Rekordern ect. Diese Übertragungsweise
enthält natürlich auch einen Kopierschutz. Daher darf man sich nicht
wundern, dass man nur eine direkte Digiatlkopie machen kann. Mag man es etwas
professioneller, muss schon zu einem Gerät mit AES/EBU-Anschluss
gegriffen werden. Klanglich hört man bei beiden Anschlüssen kein Unterschied.
Allerdings fehlt bei AES/EBU der Kopieschutz und man kann machen, was man will.
Man kann natürlich auch selber Kopierschütze erstellen. Diese ganzen
Optionen gibt es bei den Geräten mit AES/EBU-Anschluss nicht umsonst.
Man darf bei diesen Geräten schon ein bisschen mehr Geld hinlegen.
Digitalanschlüsse, Eingänge
Die DSP 2000 braucht sich nicht hinter professionellen Soundkarten verstecken.
Sie hat 24 bit/96kHz AD-/DA-Wandler und ist somit bestens für die Zukunft
gerüstet. Außerdem arbeitet sie hundertprozentigen im Full-Duplex Modus. Man kann also gleichzeitig Audiosignale aufnehmen und wiedergeben.
Die Aufnahme- und Wiedergabequalität der Soundkarte überzeugt.
Dies aber noch nicht alles, was die Karte zu bieten hat. Zusätzlich stehen
noch zwei MIDI Ausgänge und ein MIDI Eingang zur Verfügung. Daher braucht
man sich erst einmal nicht um die MIDI-Kommunikation mit anderen Geräten
sorgen. Mag man sich nun fragen, wie man das ganze steuern will? Dies ist aber
das geringste Problem, denn softwaremäßig ist alles bestens gelöst.
Man kann alle Kombinationen mit der mitgelieferten Treibersoftware regeln. Als
Bonus hat aber der Hersteller noch Emagics Logic Sound Track24 mitgeliefert. Somit
kannst Du gleich losgehen.
Das größte Problem bei „normalen“ Soundkarten ist die Erweiterbarkeit.
Hier nicht! Man kann insgesamt vier DSP 2000 C-Ports zusammen kaskadieren bzw.
zusammen laufen lassen. Des weiteren hat man zusätzlich noch die Möglichkeit
weitere Zusatzkarten anzuschließen. Von der ADAT-Box bis zur Box mit zusätzlichen
Digitalanschlüssen ist hier alles vertreten.
Als Treiber werden Windows 98/ME/NT4/2000/XP und Mac OS X mitgeliefert. ASIO 2.0
Core Audio und GSIF werden natürlich auch noch unterstützt.
Fazit Hoontech DSP 2000 C-Port
Bei einem Preis von ca. 500,- € und einem Straßenpreis von ca. 400,-
€ ist die Soundkarte zwar nicht die preiswerteste unter den Audiokarten.
Für die Anzahl der Möglichkeiten ist die DSP 2000 aber preiswert. Wer
mit dem Produzieren anfangen will, sollte sich diese Soundkarte sehr genau anschauen!
Einziges Manko der Karte ist Bedienungsanleitung. Sie ist im Lieferumfang nur
in Englisch ausgeführt. Online kann man sich aber die deutsche Fassung herunterladen.
Hoontech
Website Text: Kilian Heller
Der Text erschien auf loveparade.net
und wurde future-music.net freundlicher Weise zur Verfügung gestellt.