Hersteller: Korg Produkt: Effektgerät Preis: 499,- € Released: Januar 2003
Das einzigartige Pad von Korg hat nun einen Nachfolger, das Kog Kaoss Pad
2 ...
Korg - masters of music
Die zweite Version des Korg Kaoss Pad ist seit Anfang des Jahres im Handel erhältlich.
Die erste Version wurde 1999 von Korg ausgeliefert. Damals hat man dem Gerät
keine rosigen Aussichten ausgestellt. Die Experten, die das Gerät als „Eintagsfliege“
abgestempelt haben, irrten sich aber gewaltig. Für Studiomusiker, wie für
DJs war es damals ein interessantes Gerät.
Der Hersteller ging sogar so weit, dass man das Pad in einen eigenen Mixer integrierte.
So war der Kaoss-Mixer geboren. Warum gibt es aber nun eine zweite Version? Da
das Gerät nicht perfekt war und einige Ansprüche nicht hundertprozentig
erfüllt wurden, hat sich Korg entschlossen, einen Nachfolger herauszubringen.
Diesen haben wir an den Computer und ein DJ - Mischpult angeschlossen und gecheckt,
was der Wunderkasten nun alles kann.
Zum Vergleich an der ersten Version ist das Design verbessert worden. Es strahlt
jetzt im edlen Design, wobei die Frontblende nicht verklebt wurde, sondern mit
richtigen Imbusschrauben befestigt ist. Als Eingänge kann Line-In
über Chinch und sogar Phono benutzt werden, welche im Übrigen alle vergoldet
sind. Klinke-Anschlüsse vermissen wir leider. So bleibt uns nur der
Chinch-Klinke-Adapter übrig.
Korg KAOSS Pad KP-2
Wir haben als allererstes die neuen Effektalgorithmen ausprobiert. Dazu mussten
wir nicht mühselig in der deutsch geschriebenen Bedienungsanleitung nachschauen.
Der Verpackung auf der Rückseite erklärt eigentlich alles. Es werden
hier die x- und y- Achse erläutert. Bewegt man seinen Finger auf dem Pad,
so kann man sofort eine Veränderung wahrnehmen. Zu dem Pad gibt es gleichzeitig
noch acht Bänke, in denen die Effekte gespeichert werden. Einfach mal von
Bank zu Bank durchschalten und selber ausprobieren, was sich alles tut!
Von Delays, über Chorus und Flanger und sogar einen Vocoder ist hier alles
zu finden Der eingebaute Sampler ist im Vergleich zu ersten Version verbessert
worden.
Hat man bei der zuvorigen Version, noch den Sample verloren, wenn man die Effektprogramme
gewechselt hat, braucht man nun keine Sorgen mehr zu haben. Der Sampler bleibt
bei Abspeicherung nämlich erhalten.
Ebenfalls kann man die Effektbewegungen speichern. Dazu muss einfach der Pad-Motion / Mute-Hebel noch oben bewegt werden und schon werden die Kreationen
aufgezeichnet. Lässt man den Hebel wieder los und schiebt ihn nach oben,
hört man seine eigene Kreation wieder. Klemmt man das Kaoss Pad an eine MIDI-Schnittstelle, werden die Daten dann im Sequenzer aufgezeichnet. So muss
man nicht befürchten, dass man alles noch einmal machen muss und kann dort
natürlich alles noch editieren.
Pad
Als zusätzlich abgefahrenes Gimmick kann man das Kaoss Pad auch noch zur
MIDI-Steuerung nutzen. Das gleiche, was mit den Effekten per Pad vollzogen
werden kann, ist nämlich auch per MIDI möglich. Dieser Modus ist aber
nicht so ganz einfach, da man natürlich bei der kleinsten Bewegung wieder
etwas verändert.
Fazit Korg KAOSS Pad KP-2
Zusammenfassend können wir sagen, dass Korg eine würdigen Nachfolger
gebaut hat. Mit dieser Kiste ist effektmäßig sehr viel hinzubekommen.
Das einzige was stört, ist das Netzteil. Es macht keinen soliden Eindruck.
Die Zugentlastung, wie sie es bei dem Vorgänger gab, wird leider nicht mitgeliefert.
Man muss zwar jetzt auch noch tiefer ins die Tasche greifen, dafür bekommt
man aber auch mehr geboten. Korg
KAOSS Pad KP-2 Homepage Text: Kilian Heller
Der Text erschien auf loveparade.net
und wurde future-music.net freundlicher Weise zur Verfügung gestellt.