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Record Reviews & Rezensionen


Lynx – Global Enemies (feat. Kemo) / Break the Mod (Soul:R 027)

Die 027 featured das wohl momentan heißeste neue Talent am Drum´n´Bass Himmel, DJ Lynx. Unterstützt von MC Kemo aus Düsseldorf schafft er mit "Global Enemies" einen Meilenstein, der radio- und clubtauglichen Drum´n´Bass völlig neu definiert. Ein spartanisch klickender Beat und tiefe, analoge Subbässe fusionieren gekonnt mit dem wirklich tollen Vocal des vielseitigen MC Kemo. So klingt HipHop aus dem Jahre 2025 – Kaboom!

"Break the Mod" ist ein monotoner Stepper, der mit mächtigen, abfallenden Subbässen, sparsam eingesetzten 303-Sounds und lustigen Flöten-Samples einen ganz eigenen Vibe versprüht – die einzigen Tunes, die man wenigstens ein bisschen als Vergleich heranziehen kann, sind evtl. alte Decoder- und einige wenige Icicle-Tunes. Das Ding ist HEIß!
Bewertung: 9 von 10
(DJ Soulsurfer, 06.2007)
Break – Mr. Crystal / Come & get it (Soul:R 026)

Nach den John Tejada und Underground Resistance Remixen gibt es gleich zwei neue Drum´n´Bass Releases auf Manchester´s Finest.

Auf der 026 gibt Ausnahme-Producer Break sein Debut auf Soul:R. "Mr. Crystal" ist ein recht gewöhnliches, dubbiges Mixtool, das wirklich gut, aber auch nichts wirklich Neues ist – es ist sogar ziemlich wahrscheinlich, dass dieser Tune schon einige Jahre alt ist.

Interessanter ist da auf jeden Fall die B-Seite: "Come & get it" passt hervorragend in den momentanen Hype um monotone, basslastige Tunes und fügt sich nahtlos in das Icicle und Jonny L Universum ein. Insgesamt aber ein zu schwaches Release für dieses grandiose Label.
Bewertung: 6 von 10
(DJ Soulsurfer, 06.2007)
Bungle & Index / London Elektricity – Forgotten Souls / The great D&B Swindle (Logistics Rmx) (Hospital 121)

Hier sind sie, die fehlenden Perlen von der Weapons of mass Creation III!

"Forgotten Souls" von Bungle & Index steppt erst ein Mal völlig harmlos dahin, bis sich nach einem Beat-Switch ein beinahe technoider Roller mit gewaltiger Kraft entfaltet. Sicherlich einer der härteren und: monotonsten Hospital-Tracks, die bis zum heutigen Tage erschienen sind.

Auf der B-Seite dagegen ist absolut Party angesagt: Logistics schnappt sich das tolle Sample-Material von London Elektricity´s "The great Drum´n´Bass Swindle" und verpackt es in seiner unvergleichlichen und energiegeladenen Wand aus Bass und rollenden Beats. Diese Bassline klingt nicht, sie massiert. Hands in the air...!
Bewertung: 8 von 10
(DJ Soulsurfer, 06.2007)
Atlantic Connection – Can´t destroy love / Plastic People (Westbay 002)

Nathan Hayes verwundert mit dem zweiten Release auf seinem neuen Westbay-Imprint: die A-Seite ist mit das langweiligste Stück Drum´n´Bass, was ich seit langem gehört habe. Der dubbige Tune wirkt, als ob zwei Drittel der Spuren verloren gegangen sind – es ist beängstigend, wie ein so großes Talent ausgerechnet solch einen Un-Tune für sein Label auswählt.

Zum Glück gibt es die B-Seite, die einen sofort vergessen lässt, was für einen Schrott man gerade gehört hat. Ein zuckersüßer Flöten-Sound kündigt ein fulminantes Conscious-HipHop-Intro an, das den Hörer sofort in seinen Bann zieht. Lockere, rollende Beats machen den Tune zu einem wahren Genuß und man fühlt sich, als ob man an einem sonnigen Tag mit einem Lowrider durch Philadelphia cruised. Im Break gibt´s als Sahnehäubchen noch eine Scratch-Einlage, bevor es dann langsam in den Sonnenuntergang geht.

Ganz groß und sicherlich zehn Punkte, aber wegen der A-Seite leider nur sechs Punkte.
Bewertung: 6 von 10
(DJ Soulsurfer, 06.2007)
D.Kay – Jungle Funk / Twin Peaks (feat. Mat) (Brigand 008)

"Jungle Funk" ist ein netter JumpUp Roller und beinahe ein perfektes Intro: ein Streicher-Ensemble wiegt einen in Sicherheit, bevor die ersten Bass-Sounds ein gesprochenes Männer-Vocal („Do you like it nasty? Do you like it sweaty?“) stakkatoartig unterstützen. Danach rollt der Tune sehr solide mit einzelnen Amen-Edits und dürfte somit gewiss alle Zinc-Fans begeistern.

Die Kooperation mit DJ Mat ist dann eher was für die Liquid-Fraktion, ein energetischer Amen-Beat rollt durch eine Wand aus Flächen und einem Twin Peaks Gitarren-Lick. Die Bassline-Elemente geben sich hier etwas zurückhaltender, versprühen aber trotzdem genug Power um den Dancefloor zu rocken. Der perfekte Tune für die frühen Morgenstunden!
Bewertung: 8 von 10
(DJ Soulsurfer, 06.2007)
Noisia & Mayhem feat. KRS-One – Exodus (Vision 004)

Boom! Was für eine Ehre für die Holländer, KRS-One für diesen Track gewinnen zu können!

"Exodus" lullt einen zunächst mit einem sanften Frauen-Vocal ein, bevor man – es lässt sich wirklich nicht besser ausdrücken – plötzlich im Fightclub landet und von allen Seiten Schläge von fiesen Beat-Edits und harten Bass-Sounds kassiert – und zwar mitten ins Gesicht. Im Break meldet sich dann KRS-One zu Wort und toastet echte Ghetto-Lyrics auf rotzige Halftime-Beats, bevor es mit der Gesichtsmassage weitergeht. Am Schluss gipfelt der Track noch in einem Opernchor, der gehörig Endzeitstimmung verbreitet.

Wenn jemand nicht auf KRS-One steht, so sei angemerkt, dass auf der B-Seite die Instrumental-Version zu finden ist! Da ich das aufgrund des eh nur sehr kurzen KRS-One Snippets für überflüssig halte und lieber einen anderen neuen Noisia Track auf der B-Seite gesehen hätte leider nur sieben Punkte.
Bewertung: 7 von 10
(DJ Soulsurfer, 06.2007)
Blu Mar Ten – Headhunter / Church (Tangent 013)

John B aktiviert endlich wieder sein Liquid-Label Tangent und präsentiert uns zwei Roller von Blu Mar Ten.

"Headhunter" besticht durch einen Funk-Lick, tolle Percussion (die eigentlich aus einem Gitarrensample besteht) und das grandiose Arrangement: wenn sich nach dem zweiten Break das Oboen-Sample auflöst, geht die Sonne auf – Lounge Sound 2.0 trifft es wohl am besten.

"Church" orientiert sich dann schon etwas deutlicher am Dancefloor, allerdings ohne den verträumten Vibe zu verlieren. Wer die deeperen Tactile-Tracks mag, wird hier gewiss nicht enttäuscht. Ein warmer, gefilterter Reece-Bass grummelt sich durch ein osteuropäisch anmutendes Frauen-Vocal, E-Piano-Geklimper und Streicher und findet seine Erfüllung wiederholt in einem kurzen Oboen-Lick, der allerdings etwas zu cheesy geraten ist.

Trotzdem gute Platte!
Bewertung: 6 von 10
(DJ Soulsurfer, 05.2007)
Calibre feat. MC DRS – Hustlin´ / Movin´ (Signature 012)

Auf der Signature 012 ist dann Broke´n´English Mastermind MC DRS am Mikrophon – ganz großes Kino!

Auf "Hustlin´" werden die süßesten Reggae- und HipHop-Vibes versprüht und ja: das ist Drum´n´Bass zum mitsingen. Es ist immer wieder unglaublich, wie Calibre es schafft, mit lediglich 3 (in Worten: drei) Samples einen Tune so auszuproduzieren, dass man ihn sich nicht besser vorstellen kann.

"Movin´" benutzt nur wenige Vocal-Snippets von DRS und ist etwas deeper, hat aber nichtsdestotrotz verheerende Auswirkungen auf dem Dancefloor. Eine Bassline aus lediglich zwei Tönen macht Liebe mit einem tiefen Piano-Akkord und rückwärts abgespielten Streichern. Vibes pur! Die Beats von allen vier Tracks sind insgesamt kraftvoller und klingen besser als auf älteren Releases – man höre und staune, Calibre verbessert sich nach nunmehr beinahe 8 Jahren immer noch konstant – hoffen wir, dass es niemals aufhört…
Bewertung: 10 von 10
(DJ Soulsurfer, 05.2007)
Calibre – Waterfall / What I feel (feat. Merci) (Signature 011)

Das Warten hat sich gelohnt – nachdem ca. sechs Monate nichts mehr aus dem Signature Camp zu hören war, verwöhnt uns Calibre mit vier neuen Perlen aus seinem unerschöpflichen Repertoire.

Zur neuen Saison gibt es gleich vier Vocal-Tracks auf zwei Maxi´s. „Waterfall“ hat eine für Calibre ungewöhnlich rauhe Basssline, die jedoch durch den für ihn typischen minimalen Einsatz und einem souligen Männer-Vocal niemals das Gefühl von Härte aufkommen lässt. Sehr cheesy – und somit der schwächste Track in dieser Kollektion.

„What I feel“ ist Gänsehaut pur – die Stimme von Merci ist schlichtweg der Hammer und eine deepe, vibrierende Bassline harmoniert perfekt mit den leicht gespenstischen Streichersounds. Verheerend auf einer guten Anlage!
Bewertung: 10 von 10
(DJ Soulsurfer, 05.2007)
Polska - Skeptic CD (Make:Shift Records)

Das Kanadische Label Make:Shift Records entstand aus einer Kollaboration von DJ, Produzenten, Graphicdesignern und Anderen, die Drum'n'Bass in ihrer Region voranbringen wollen.

Der Ire Polska liefert auf dem vorliegenden "Skeptic" CD sein Labeldebut mit 15 Tracks und kombiniert dabei geschickt Elemente von Downtempo, Breakbeat Jazz, IDM. Intelligenter Leftfield-Drum'n'Bass fürs Wohnzimmer. Hörenswert.
Bewertung: 7 von 10
(future-music.net, 05.2007)
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11.12.2017, 08:22 h | 5 Junglists online