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Record Reviews & Rezensionen


Drumagick - Night In Tunisia / Flowing Free (Vinyl Vibes)

Die Gebrüder Jr. Deep und Guilherme haben schon einige Male mit Tracks über die Szene hinaus begeistert. Dem legendären Remake von Jorge Benjors „Take It Easy My Brother Charles" folgten ebenso Platten auf dem italienischen Jazz-Label Schema wie auf Liquid V und Renegade. Nun nehmen sie sich des Charlie Parker Klassikers "Night In Tunisia" an und machen daraus eine Stormer, der ihr einmaliges Crossover Potential unterstreicht. Bombe!

Bei "Flowing Free" treiben sie es etwas technischer, bringen aber mit Joseph Malik (Compost) am Mic einen weiteren Kandidaten in neue Sphären. Hut ab!

Bewertung: 9 von 10    (m.path.iq, 10.2006)


Syncopix - Toasty / Young Ax - Funkee Fresh (Beatalistics 001)

Beatalistics ist ein neues Label für "soulful" Clubmusik mit Sitz in Bremen, gegründet und betrieben von den Musikproduzenten und DJs Stadler&Waldorf. Für das erste Release wurden Tracks von zwei der besten deutschen Drum'n'Bass Producer ausgewählt: Syncopix und Young Ax.

"Toasty" von Syncopix startet luftig leicht gefiltert und mit Logistics-ähnlichen Drumsrolls vor den Breaks. Ganz unverhofft setzt eine Bassline ein, die dem Track nochmal zusätzlichen Schub verleiht. Syncopix at its best!

"Funkee Fresh" kommt warm, organisch, deep und sehr voll klingend aus den Boxen. Zusammen mit den Saxophon-Läufen und den dezenten Vocal-Passagen wird dieser Track jeden Hörer in den Bann ziehen. Zurücklehnen, anhören, genießen.

Fazit: Ein hervorragendes Debüt, das Freude auf die kommenden Releases macht!

Bewertung: 9 von 10    (future-music.net, 09.2006)


Logistics - Now: More Than Ever LP (Hospital)

Mit seiner Hymne "Together" hat sich Logistics (übrigens der Bruder von Nu:Tone) im Jahr 2003 ein Denkmal geschaffen. Nun drei Jahre später könnte ihm ein ähnlicher Erfolg mit seinem ersten Longplayer "Now: More Than Ever" gelingen.

Das Werk wird am 25. September als 4 x 12" Vinyl LP, als MP3 und als Doppel-CD mit nicht weniger als 25 Qualitäts-Tracks veröffentlicht. Vorab gibt es am 11. September "Beatbox Master" und "Girl from Mars" als Single, sowie eine streng limitierte 7" Version mit "Beatbox Master" und "Machine".

Die zwei CDs sind vom Style her gesplitet: Auf der "Now" CD lässt es Matt mit Electro-, und Disco-Soul Drum'n'Bass etwas ruhiger und melancholischer angehen. Daft Punk meets Leftfield meets Calibre - so ungefähr.
Auf CD 2 ("More Than Ever") geht es bei Tracks wie "Inhale" oder "The Divide" eindeutig rougher zu. Soundbeispiel gibt es auf der Hospital Website.

Tracklisting der Vinyl LP:
A: Call me Back
B: The Divide
C: Falling 4 You
D: Red Sky At Night
E: Winter Blues
F: Inhale
G: Every Beat of The Heart
H: Now More Than Ever

Bewertung: 9 von 10    (future-music.net, 08.2006)


Euphoria - Thought Control / Chaos Rave (Destination Rec. 001)

Euphoria sind Sahara und Homebass aus Hamburg. Zusammen betreiben sie auch das Destination Rec. Label und präsentieren nun das erste Release.

"Thought Control": Durch verzerrte und durch Highpass-Filter geschickte Synthsounds wird mächtig Energie aufgebaut, die nach dem Drop mit gechoppten Drums freigesetzt wird und den Dancefloor füllen wird.
Der Trancelastige "Chaos Rave" Tune auf der Flipseite kann mit "Thought Control" nicht ganz mithalten. Dennoch ein gutes erstes Release.

Dem Vinyl-Release liegt eine DVD mit Video-Edits der Tracks bei. Das Video zu "Thought Control" ist auch hier auf future-music.net online.

Bewertung: 7 von 10    (future-music.net, 08.2006)


Bazooka - Shadow / Born Bred Beaten (Aural Carnage Rec. 005)

Bazooka lässt es dieser 5er Aural Carnage mal wieder übelst krachen. Metal meets Breakcore meets Movie Soundtrack. Oder wie auf der AC MySpace Seite zu lesen ist: "Sounds like an orchestral orgasm or a tinitus".

"Shadow" startet mit einem ausgedehnten Intro in bester Filmsoundtrack Manier. Fernab des Drum'n'Bass Mainstream knallen nach dem Break die Noize-Sound und Metal-Drums nur so aus den Boxen. Aber hört selbst...

"Born Bred Beaten" würde auch auf einem Sepultura Konzert funktionieren: Metal-Vocals, verzertte Stromgitarren, hefigen Snares und treibelnden Right-Cymbals. Die rückwärts abgespielte "Botschaft" am Ende der B-Seite passt bestens zum Release.

Einen aktuellen DJ-Mix ("Fucking Hot Summa") von Bazooka gibt es auf der Aural Carnage Website zum Download.

Bewertung: 5 von 10    (future-music.net, 08.2006)


Q-Project - Renaissance Man LP [Hospital 110]

Sei es als Duo "Total Science" zusammen mit Spinback oder als Q-Project - Quiff (so sein Name) hat ein Output an Releases dass es nur so brummt. Manchmal scheint die Qualität darunter zu leider. So auch bei der vorliegenden 3 x Vinyl LP "Renaissance Man" die mit Katalognummer NHS110LP auf Hospital erschien.

Die bei den sechs Tracks verwendeten Sounds hat man alle schon irgendwo in anderen Produktionen gehört. Schlecht ist keiner der Tracks. Aber es sticht auch keiner durch Ideen und Innovation heraus; eher gute Tools mit denen man ein Set auffüllen kann.

Tracklisting:
1. Behind closed Doors
2. Living with Beaker (Total Sience Rmx)
3. No more Heroes
4. Sleepers
5. Anchor Man
6. Bovey Pay

Neben der Vinyl LP erschien auf Hospital auch die Renaissance Man Mix CD mit insgesamt 18 Tracks.

Bewertung: 6 von 10    (future-music.net, 07.2006)


Zen - Break Even / Boys on the Street (Grid Rec. 011)

Zen präsentiert seine erste solo 12" auf Grid seit seinem "Kebab Knife" Release Anfang 2005.

"Break Even" startet mit einem smashenden Drumloop und einer Bassline die die Tonleiter heruntertanzt. Das fiese "Darkness" Vocalsample baut die Spannung auf bis zum Break. Stabs und Bongo-Rolls und geflangerte SciFi Sounds machen "Break Even" zum guten Tool.
Reggae meets Ska meets Drum'n'Bass. Mit den gerade Drumsounds der optimal abgestimmten Bassline und den typischen Raggae-Sounds macht "Boys on the Street" einfach gute Laune. Fast schon ravig wird das Teil durch den Einsatz der "Oi"- und Horn-Samples.


Bewertung: 6 von 10    (future-music.net, 06.2006)


Dubalty - Big Time Dappa / Who's that (Zombie 008)

Der Newcomer Dubalty aus dem Südosten Englands macht sein Debut auf Twisted Individuals Zombie Label.

"Big Time Dappa" featured MC Fever hört man schon seit paar Monaten auf Parties, u.a. gespielt von Bryan Gee, Randall, Nicky Blackmarket oder Mickey Finn. Der Track startet mit einem Oldskool-Intro mit Flächen die an alte Ganja Scheiben erinnern. Gefolgt vom "Big Time Dappa" trademark Sample, sliden die jumpigen Basslines von einer Oktave zur nächsten. Typischer Zombie Sound.

Auf der Flip stellt MC Blacka die Frage "Who's that". Dubalty gibt mit einer schiebenden Bassline die Antwort. Definitiv nichts  für die Neuro-Fraktion!

Bewertung: 7 von 10    (future-music.net, 06.2006)


Aggroman - 10 Years Anniversary Remix EP (Aural Carnage 004)

Das vierte Release auf dem Berliner "Real Hardcore D&B" Label "Aural Carnage" liegt vor. Aggroman aka Bazooka trackerte die Originale der zwei Hardcore Tunes "The Darkside of the Moon" und "You are not Ready" bereits im Jahre 1996.

Jetzt, eine Dekade später gibt es die Anniversary Remixes. Die A-Seite "The Darkside of the Moon" wurde von Aggroman's ehemaligen Labelkollegen Eye-D & DJ Hidden (damals als Outside Agency auf Mokum) auf 2006 getrimmt: Orchester-Streicher, verzerrte Synths und ins Detail gechoppte und gefilterte Drums.

Auf der Flip mixt Bazooka "You are not Ready" von Aggroman - also seinen eigenen vor 10 Jahre produzierte Track. Beginnend mit einem Hip-Hop Loop baut sich der Remix unterstützt von einer Dopsball-Bassdrum und aggressiven teils gescratchten Vocals zu einem Industrial-Breakcore Monster auf. Auch die Speed-Metal Fraktion wird den Track mögen. "Ah, ah yeah...!"

Bewertung: 6 von 10    (future-music.net, 05.2006)


Phace & nphect - Confront / nphect & dizplay - Brute Force (Full Force 005)

Auf dem schon fünften Release des Full Force Recordings Labels aus Luxemburg kommt es zum Aufeinandertreffen der deutschen Neurofunk-Elite: Phace - bei den future-music.net Awards 2005 zum besten nationalen Producer gewählt - und nphect zauberten mit "Confront" ein wahres Science Fiction Monster. Angsteinflösende Flächen, fette Drums, kranke stabs. For the cyberfunk lovers!

"Brute Force" von den Brüdern nphect & dizplay startet mit einem ausgiebigem Intro und highpass-gefilterten Drums. Nach dem Break rollt der Track mit einer treibenden Bassline quer über den Tanzflur. For the dancing crowd!

DJ Support für FF005 gibt es u.a. von Cause4Concern, Nosia, Mayhem, Optiv, BSE, Upbeats, Paul Reset, Pyro. 


Bewertung: 8 von 10    (future-music.net, 04.2006)


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30.08.2008, 06:28 h | 7 Junglists online