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Record Reviews & Rezensionen


Thetaphi - Rainbow Stout / LXC - The Most Important (Santorin Limited)

Meines Erachtens die beste Santorin-12" in der gesamten Labelgeschichte. Während das Producerteam Thetaphi mit ihrem Track einen absolut rewindverdächtigen Raveslammer mit naivem-süsslichen Mädchengesang, massiver Bassline und extrem rollenden Beats, denen zuweilen leichte Junglereferenzen nicht abzusprechen sind, vorlegt und damit den ersten massiven Hit des noch jungen Jahres landet, widmet sich LXC auf der Flipside as usual den vertrackteren Strukuren. Obwohl im Gesamtsound ein wenig organischer und weicher geraten als bisher von dem Leipziger gewohnt und damit diesmal eher im Photek-Kontext als zur Primetime auf dem Dancefloor zu Hause, ist LXC's Handschrift auch diesmal nicht zu verkennen.
Gab es nicht vor Jahren einmal den Begriff Intelligent Drum'n'Bass?
Bewertung: 8 von 10
(baze.djunkiii (nitestylez.de, otaku-records.de), 01.2004)
Repeater - Terrestrial Activity (Damage 005)

Das französische DarkJungle-Imprint Damage, seines Zeichens Offspring der ständig wachsenden Peace Off-Familie, sorgt auch mit seinem fünften Release für massiven Impact auf dem Tanzflur. Repeater, der seinen Sound als "an audio-politico antidote to the style of Congo Natty Era" beschreibt, hebt Jungle tatsächlich auf ein neues, ultra-extremes Level.

Brachial zerfetzte Amen-Cut-Ups bewegen sich im A1-Track "Collision Repair Specialist" irgendwo zwischen 190 und 200bpm, surfen auf hochkomprimierten Basslines und zwischendurch finden sich als Referenz an alte Junglezeiten immer wieder bekannte Samples und Ragga-Toasts.
"Poor Health Bad Constitution" auf B1 startet dann in Gangsta-Jungle-Manier mit bösem Vocalsnippet und Halftime-Beats um sich später ebenfalls dem kompletten CutUp-Terror hinzugeben, während "Last Exit" das Thema des Tracks noch einmal geringfügig variiert. Extreme Terror...
Bewertung: 9 von 10
(baze.djunkiii (nitestylez.de, otaku-records.de), 01.2004)
Boylan - Everybody / Underground (Square One 005)

Auf dem fünften Release des BC Sublabels "Square One" gibt es 2 Tracks des neu gesignten Artists "Boylan".

"Everybody" auf der A-Seite kommt im schönen deep-house Style. Warme Strings und das hypnotische Everybody Vocal Sample machen die Track zum guten Roller im Style von Matrix.

Auf der Flip geht es housig weiter: Mit "Underground" zeigt Boylan einen Track für den Dancefloor. Nach melancholischen Stings und House Diva Vocals "Let me take you on a trip..." im Intro, geht es nach dem Break mit einer heftig treibenden Bassline, und massiven Beats weiter. Qualität!
Release date: 19.01.04
Bewertung: 9 von 10
(future-music.net, 01.2004)
Various Artists - Obliterati E.P. 01 (Obliterati 001)

Wenn Penny Black seinerzeit an der bösartigen Konsequenz seiner Twisted Anger-Veröffentlichungen festgehalten und diese kontinuierlich weiterentwickelt hätte, könnte das Label in 2004 durchaus ein Äquivalent zu dem sein, was uns das neue Ohm Resistance-Sublabel Obliterati auf seiner ersten Veröffentlichung präsentiert.

Fünfmal massive Darkness verteilt auf 2x12", für die die Produzenten Submerged, Impulse, Temulent und Quoit verantwortlich zeichnen. Da richten Amengewitter massivste Zerstörungsorgien an, gemorphte Basslines atomisieren Gehirnzellen, seltsam kreischende Sounds zerren am Nervenkostüm und die Beats stellen die Koordinationsfähigkeit der Hotstepper auf eine harte Probe.
Dunkelster Drum'n'Bass-Terror aus dem Vorhof der Hölle, die eine Adresse in Brooklyn, New York City ihr eigen nennt.
Bewertung: 9 von 10
(baze.djunkiii (nitestylez.de , otaku-records.de), 01.2004)
QBit & Redaiz - Public Disorder / QBit - Eternal Loving (Drop On Request 003)

Ravey, athmospheric, trancey - mehr als diese drei Worte braucht es eigentlich nicht, um das neue Release des recht frischen Drop On Request-Imprints zu beschreiben, das hier noch als Whitelabel vorliegt, inzwischen aber auch schon als Finished Product erhältlich ist.

Sowohl "Public Disorder" als auch "Eternal Loving" schreien förmlich nach riesigen Industriehallenraves mit mindestens fünfstelliger Besucherzahl - in anderen Locations können sie ihre Wirkung kaum entfalten. Sichere Kandidaten für einen doppelten Reload und die richtige Wahl für alle, die auf der Suche nach Tracks für den Full Impact auf dem Dancefloor sind.
Bewertung: 9 von 10
(baze.djunkiii (nitestylez.de , otaku-records.de), 12.2003)
Kenji.Fu - Trashfood / Krashtest (Jungle Test 003)

Nun also das dritte Release auf dem französischen Jungle Test-Imprint, das sich schon in diesem frühen Stadium zu einem zukunftsträchtigen Kandidaten gemausert hat den es im Auge zu behalten gilt.

Beide Tracks sind recht düster monoton und straightforward gehalten mit franzosentypisch elektroid steppenden Beats, wobei "Trashfood" zumindest im Break dem allgemeinen Trend zu Heavy Metal-Einflüssen im Drum'n'Bass Rechnung trägt, während die Bassline immer schön dem Sägezahnmuster folgt.
"Krashtest" hingegen kommt eher als subtil-hypnotischer Trance'n'Bass im besten Sinne daher und überträgt den Spirit von dunklen Technohymnen wie Cherrymoon Trax' "The House of House" auf gebrochene Beats.
Bewertung: 7 von 10
(baze.djunkiii (nitestylez.de , otaku-records.de), 12.2003)
Bad Matter - Jazzthing / Cycom - Rude Bwoy *LXC Rmx (Alphacut 003)

File Under: Intelligent Darkstep. Das Leipziger Imprint Alphacut veröffentlicht im März 2004 seine dritte 12", die seit ein paar Wochen als Testpressung kursiert.

Bad Matter vereint mit seinem Track "Jazzthing" die intelligenten Rolls der frühen Drum'n'Bass-Jahre - wieder ist der Einfluss von Imprints wie Metalheadz oder Produzenten wie Source Direct nicht zu leugnen - und kombiniert diese mit einer ständig vor sich hin morphenden Bassline, die - obwohl eindeutig der dunklen Seite der Macht zugewandt - mir jedesmal ein dickes Grinsen ins Gesicht zaubert. Dazu noch schnell ein paar prägnante Athmosphärenparts gemischt und der Future-Classic ist fertig.

LXC remischt auf der Flipside den schon auf Alphacut 001 erschienen Track "Rude Bwoy" aus der Feder von Cycom und liefert in seiner Variation einen brutal schnellen, gegen den Strich gebürsteten Beat ab, den mensch getrost schon als Anti-Funk bezeichnen darf. Die Erlösung liefern hier erst die im Mittelteil einsetzenden Stabs, die die nervöse Spannung aufbrechen und kurzzeitig das Gefühl eines echten Groove aufkommen lassen. Doch getäuscht, denn nach dieser kurzen Erholungsphase wirft LXC wieder mit abstrakten Frickelbeats um sich, das es nur so kracht. Für sehr advancedte Dancefloors empfohlen...
Bewertung: 8 von 10
(baze.djunkiii (nitestylez.de , otaku-records.de), 12.2003)
Francky Brown & DJ Ben - Warning E.P. (Jungle Test 002)

Auf dem noch recht jungen französischen Label Jungle Test kooperieren der mir bis dato unbekannte Francky Brown und DJ Ben, dessen Produktionen unter anderem auf dem UW-Sublabel Woody Stuff für Furore sorgten, für ein gemeinsames Release.

Der in Zusammenarbeit entstandene Track "Warning" entpuppt sich als ein düsterer, geradliniger Stormer jenseits der magischen 180bpm-Grenze, der trotz der Geschwindigkeit das Rollen nicht verlernt. Ein nahezu durchgehend im Raum stehender, leicht wabernder Subbass in Kombination mit im Hintergund eingestreuten undeutlichen Vocalsnippets und psychoaktiver Melodieführung verleihen dem ganzen mächtig Drive - durchaus wieder ein Kandidat zur Untermalung speedorientierter Konsolenspiele.

Auf der Flipside remixed DJ Ben den gemeinsam produzierten Track "Virag", kündigt dies durch das im Intro eingestreute "Remix"-Sample an und erarbeitet eine sehr gelungene, dunkle Variation des Originals die einen leicht technoiden Rave-Einschlag aufweist.
Bewertung: 9 von 10
(baze.djunkiii (nitestylez.de , otaku-records.de), 12.2003)
Special Blends Vol.1 (Love 007)

Schönes Tool für alle Drum'n'Bass-Jocks, die in ihren Sets gern einmal die Geschwindigkeit halbieren und den einen oder anderen HipHop-Track einfliessen lassen. Auf der A-Side wird John B's "Up All Night" inclusive aller Vocals, Signals und Basslines auf Halftime-Beats gepropft und ein Hybrid-Monster erzeugt, dessen Wirkung auf dem Tanzflur nicht zu unterschätzen ist.

Auf der Flipside sind es dann zuerst Shy FX & T Power's "Bambaataa" und ein mir namentlich grad nicht bekannter, weiterer Drum'n'Bass-Tracks, die in gechwindigkeitsmässig in den HipHop-Kontext übertragen werden. Devastating!
Bewertung: 7 von 10
(baze.djunkiii (nitestylez.de , otaku-records.de), 12.2003)
Various Artists (Alphacut 002)

Das Leipziger Imprint Alphacut nun also mit seinem zweiten Workout in Sachen DarkJungle und artverwandten Sounds. "Stick Em Up" aus der Feder von MZE vs LXC kommt als vertrackter, deeper Tune daher, der das ursprüngliche Intelligent Jungle-Konzept früher Metalheadz-Veröffentlichungen mit ravigen Signals, dicken Hartcore-Bassdrums und einer gehörigen Portion DarkJungle verfeinert. Primetime-Stuff für advancete Dancefloors.

Auf der Flipside kommt dann Hi-Lar mit seinem Track "Prod 55" zum Zuge, der vor allem Liebhaber vertrackter strukturen a la Photek oder Source Direct erfreuen wird. Das Projekt HP. Stonji entfernt sich dann am weitesten vom Drum'n'Bass-Kontext und liefert eine Soundattacke, die am ehesten mit Luke Viberts Drill'n'Bass-Experimenten seiner Frühphase vergleichbar sind. Dazu als Bonus noch 8 Locked Grooves mit Beats und Basslines für die Toolfetischisten unter uns.
Bewertung: 6 von 10
(baze.djunkiii (nitestylez.de , otaku-records.de), 12.2003)
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27.05.2012, 01:19 h | 11 Junglists online