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Record Reviews & Rezensionen


DJ Spice & JB - The Basher / Shine (Back2Basics)

Nach ihrem Album "Raizin Hell" waren JB & Spice wieder im Studio. "The Basher" und "The Shine" werden im Januar auf Back2Basics erscheinen.

"The Basher" startet mit einem treibenden Rave-Synthie und metallischen Cymbals. Wenn der leicht geshuffelte Beat dropt weiß man wohin es geht: Direkt auf den Dancefloor. 
Bei "Shine" könnte man denken den D&B Soundtracks eines Horrorfilms zu hören. Die Beats und Synthies - auch wenn anders arrangiert - kommen einem aus "The Basher" bekannt vor.

Zwei typische B2B Tracks. Dass sie funktionieren haben auch schon Doc Scott, Hype, SS, Kenny Ken Bryan Gee in ihren Sets gezeigt.

Bewertung: 8 von 10    (future-music.net, 11.2004)


Full Force - Causuality / Cyb Orc feat. Sunchase - Eclipse (Full Force Rec. FF002)

Luxemburgs Drum'n'Bass Label "Full Force Rec." präsentiert das zweite Release.

"Causality" von Full Force - der zusammen mit DJ Radic das Label betreibt - startet mit einem sich langsam aufbauenden Intro. Nach und nach kommen Highpass-gefilterte Drums und ein treibende Bassline aus der Ferne, bevor es nach einem ausgefeilten Break technoid und mit rollenden Beats nach vorne geht.

Das Ukrainische Trio Cyb Orc feat. Sunchase liefert mit "Eclipse" ein wahres Neurofunk Ungetüm ab: Düster, aggressiv und rollend.
It's dark and deep!

Cause 4 Concern, Black Sun Empire, Pyro, Noisia und Submerged wissen das Release zu schätzen und spielen die Tracks schon seit einigen Monaten.

Bewertung: 8 von 10    (future-music.net, 11.2004)


Vital Elements - Save our Souls / Finish Him (The Mastermind Records)

Sechs Monate nach dem ersten Release (Rehab / Incest) erscheint im Dezember 2004 das vierte Release (MMR 004) auf "The Mastermind Records".
Vital Elements sind Matt und Graham aus Camerberley, England. Seit 7 Jahren kennen sie sich, seit 2000 arbeiten sie zusammen im Studio.

"Save our Souls" startet mit apokalyptischen Streichern, bevor die fetten Drums einsetzen. Nach einem kurzem Vocal-Break schieben die tiefen Subbässen von hinten und man könnte meinen in einer Industriehalle zu stehen.
"Finish Him" baut die Stimmung mit trippigen Synthies und gephaserten
Vocal-Passagen auf. Dann geht es mit einer dreckigen Bassline und Tramen-Beats heftiger zur Sache. Cooler Track, der aber den richtige Kick vermissen lässt.

Bewertung: 7 von 10    (future-music.net, 11.2004)


Destination Unknown - No Escape / Giana Brotherz - The Float (Incubation Records 001)

Endlich mal wieder eine Drum'n'Bass-Scheibe, die nicht vor klassischen Rave-Einflüssen zurückschreckt sondern diese mit Begeisterung kultiviert - ein guter Einstand für das neugegründete Label Incubation Records.

Während Destination Unknown sich mit "No Escape" auf der Logo-Side noch recht subtil präsentieren und ihre trancigen Ravesounds dezent hinter nervös brodelnden Basslines verstecken, geht es auf der Flipside wesentlich direkter zur Sache. Schon nach den ersten Takten mit treibenden, sehr elektroid klingenden Beats ist klar wo der Hammer hängt und spätestens im kongenial simplen, extrem effektiven Breakdown ist die Abfahrt perfekt. Wie in alte Tekno-Ravetagen bedarf es auch hier nur einer einzigen hypnotischen Tonfolge, um die Dancefloor-Extase perfekt zu machen, so dass es gar nicht weiter auffällt, das auf einen klassischen Drop weitgehend verzichtet wird.

Bewertung: 8 von 10    (baze.djunkiii (nitestylez.de, otaku-records.de), 10.2004)


Dynamite MC - Ride / Ride (Dillinja Remix) (Ultimate Dilemma EW 288T2)

Die Verschwörung der englischen Drum & Bass - Produzenten lautete wie folgt: Keine MCs auf die Platten. Die klauen den Produzenten den Ruhm und am Ende ist dann nur noch die Fresse vom MC auf dem Cover. Wie beim Hip Hop eben.

Dynamite und High Contrast scheint das jetzt egal zu sein. Der Patenonkel aller MCs und der walisische Youngstar machen jetzt zusammen Hits. Auf dem Cover ganz groß Dynamite und in den Credits ganz klein High Contrast. Housige Sounds mit sehr schöner Hookline. Man muss die beiden einfach liebhaben. Und weil Dillinja auf der B so gut poltert wie immer, kauft man die Platte und gönnt den Verrätern den Erfolg.


Bewertung: 7 von 10    (Kolt Siewerts, 10.2004)


FABRICLIVE. 18 - Andy C & DJ Hype Mix CD

Es ist das erste Mal dass Andy C und DJ Hype zusammen ihre fave Platten auf einer CD vorstellen. Und dann noch back2back gemixt!
20 Tracks von Acts wie Future Prophecies, JB, J Majik, Ed Rush & Optical, Fresh und Artists der eigenen Labels Ram Records und Ganga werden in 67 Minuten perfekt kombiniert.

Die erste Hälfte der CD mixt Hype, was auch an seinen Scratches unschwer zu erkennen ist. Andy C rockt die zweiten 30 Minuten der CD.

Tracklisting:
1. The Militia - Let Loose (Shogun Audio)
2. JB - Can You Feel It (DJ Hype Special) (B2B)
3. Future Prophecies - Dreadlock (Breakbeat Kaos)
4. D-Type - Slam (Valve)
5. A Sides feat. MC Fats - Bring Dat (True Playaz)
6. The Militia - Bad Move (Shogun Audio)
7. J Majik & Wickaman - Swallow Ya Soul (Infrared)
+ Shimon & Andy C - Body Rock (Ram)
8. Pot. Bad Boy ft. Spikey T - Submission (Ganja)
9. J Majik & Wickaman - Spycatcher (Infrared)
10. Krust - Follow Da Vision (Full Cycle)
11. Benny Blanco - Coming Atya (Hype Special) (B2B)
12. J Majik & Wickaman - U Disgust Me (Infrared)
13. Moving Fusion & Fierce - Now's The Time (Ram)
14. Shimon & Moving Fusion - Mysterons (Ram)
15. Ed Rush & Optical - Bacteria Rmx (Virus)
16. DJ Fresh - Tomb Raider (Dogs On Acid)
17. Zen - Turnstyle (Baron Remix) (Grid)
18. Top Buzz - Living In Darkness (Phantasy & Shodan 2004 Rmx) (Basement)
19. Decorum - Contrax (Weapon Remix) (Liftin Spirits)
20. Ram Trilogy - Night Vision (Ram)

Hype's special VIP Mixes mit ständigem "Hype! Hype! Hype!" und "Hype in the mix! Hype in the mix!" hätten etwas sperlicher eingesetzt werden können. Aber das war schon immer seine Spezialität.
FABRICLIVE 18 ist für jeden der den Style von Hype und Andy liebt ein Pflichtkauf.

Bewertung: 9 von 10    (future-music.net, 10.2004)


Cativo - 5 Sirens (Dimensions 002)

Wo Cativo drauf steht ist ja in der Regel auch Cativo drin. Nur manchmal schmeckt es so ganz anders als sonst.

5 Sirens lässt technoid mal technoid sein und widmet sich den wichtigen Dingen des Lebens, nämlich den Filtern. Dementsprechend fast schon housig haben wir hier den bislang besten Track des Würzburgers am Start. Notebook von Che kommt deep und rollend daher, streut hier und da mal ein kurzes Vocalsample oder ein paar nette Bleeps ein und ist einfach so richtig, richtig gut!

Bewertung: 8 von 10    (Feindsoul, 10.2004)


NME Click - Skidmark (Dimensions 003)

Die lustigen Ulmer von NME Click sind zurück mit ihrem zweiten Tonträger auf Dimensions!

Nach dem gerade zu Senkrechtstarter Lovers Rock (Dimensions 001) liegen die Erwartungen dementsprechend hoch - und werden nicht enttäuscht.

Skidmark rollt mit scheppernden Beats und monoton-funktioneller Bassline vor sich hin und weiß, den Club zu rocken. Epic kommt mit epischem Synth-Teppich-Intro eingängiger daher , um nach dem Drop mit so simplen wie guten Bassharmonien und gepitchtem Female-Vocal so richtig die Oldschool-Sau raus zu lassen. Find ich super! 


Bewertung: 10 von 10    (Feindsoul, 10.2004)


The Green Man feat. MCs Dragoon & Chevy - Easy (Basswerk 21)

Ich glaub es ja nicht! Eben noch Bassswerk 20 als das dicke Ding in den Himmel gelobt und schon kommt Basswerk 21 hinterher und belehrt uns, dass alles getoppt werden kann - solange man tgm heißt! Easy ist schon jetzt ein heißer Favorit für die Top Ten der besten deutschen DrumnBass-Tunes ever - mehr will und kann man dazu einfach nicht sagen.

Das perkussiv rollende Hear Dis von Subz & Matik auf der B-Seite spielt mit (ähem..)"Jungle-Elementen" ohne dabei dick aufzutragen oder zu sehr in die Oldschool-Ecke zu drängen. Von den Jungs möchte man noch viel mehr hören, bitte! Pflichtkauf!          

Bewertung: 9 von 10    (Feindsoul, 10.2004)


N:phect & Diz:play - Velvet morning (Basswerk 20)

Neues aus Köln! Das zwanzigste Release von Heiner Kruses Basswerk steht ins Haus und setzt mal wieder Maßstäbe. Velvet morning ist ein trancig-techiger Tune mit schön eingängiger Vocalhook der spätestens nach dem ersten Drop nicht mehr mit spaßen lässt.

Ohne Rücksicht auf Frauen und Kinder machen N:phect & Diz:play keine Gefangenen und walzen mit fast furchteinflößender Präzision alles nieder was im Weg steht. The syndicate auf der B-Seite kommt von Dz:play ohne N:phect und macht da weiter, wo Velvet morning aufhört. Diesmal weniger eingängig, dafür technoid treibender.

Unglaubliche Produktion, kaum zu toppendes Arrangement - der Name N:phect & Diz:play dürften spätestens mit diesem Release zur Trademark geworden sein!

Bewertung: 9 von 10    (Feindsoul, 10.2004)


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23.11.2008, 16:35 h | 30 Junglists online