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Record Reviews & Rezensionen


Makoto & Deeizm - Untold (H:E Digital 001)

Mit „Untold“ schickt Makoto den ersten Track auf seinem neu gegründeten Label „HE:Digital“ ins Rennen. Zur Verstärkung wurde Deeizm herangezogen, die ihre souligen Lyrics über die weiche Bassline des Liquidtunes legt. Die verspielten Orgelsounds, die an alte Spirituals erinnern, festigen den Soulcharakter des Stückes. Der Style des Tunes erinnert stark an auf „Innerground“ erschienene Stücke, von denen auch der 32 jährige Japaner einige produziert hat.
Bewertung: 8 von 10
(C.K, 01.2010)
v.a. - Future Sound Of Russia (Hospital)

Hier wird Drum and Bass neu definiert. Der Sound der Russen ist minimalistisch, funky und im besten Sinne des Wortes intelligent. Das Spektrum reicht von der ultradeepen Musik von Mr Syzef bis zum Future-Funk von Subwave oder Megadrummer. Meine persönlichen Highlights sind: „Hours Have No Reverse Motion“ von Mr Syzef und „I Need You“ von Subwave.

Mit dem “Future Sound Of Russia” Sampler hat Hospital Records die Messlatte für deepen, futuristischen Sound wieder einmal ein Stück höher gelegt. Hörpflicht!
Bewertung: 9 von 10
(CS, 01.2010)
v.a. - Basswerk Digital Compilation 1 (Basswerk)

Das international beliebte Label Basswerk veröffentlicht seinen ersten digitalen Sampler. Basswerk war schon immer bekannt dafür, neue Künstler zu pushen und für einen eigenen Sound zu stehen.

Auf der „Digital Compilation 1“  nden sich viele deepe Lieder mit einem hohen Anteil an warmen Flächen. Viele der zwölf Tracks, wie die von Hiten & Squah, Incident, Subz & Matik oder Enea, bestechen durch wunderschön modulierte Flächen und süße Vocals. Bei „Just for a moment“ von Ultima C geht mir das Herz auf. Mit romantischen Vocals wie: „Feel me“, „Hold me tight“ und der euphorischen Pianomelodie, bietet das Lied den perfekten Soundtrack für Verliebte. „Airwaves“ von Labelchef The Green Man ist ein gelungene Melange aus harten und weichen Elementen. Der perkussive Beat wird von einer düsteren Basslinie untermalt, die ordentlich schiebt, aber nicht mit der Brechstange arbeitet. Als besonderes Schmankerl gibt es ein Relick von Barrington Levy´s „Two Sounds“. Freeze und Soulpride haben ein grandioses O -Beat-Liquid Instrumental gebastelt, über das der legendäre Mystic Dan seine eigene Version von „Two Sounds“ singt – Hitverdächtig!

Eine sehr stimmungsvolle Kompilation für die verschiedensten Gelegenheiten.
Bewertung: 8 von 10
(AA, 12.2009)
v.a. - Sick Music (Hospital)

Bei dem seit über einer Dekade für konstante Innovation stehenden Label Hospital Records haben mich in den letzten zwei Jahren weniger Releases interessiert, als zu den großen Zeiten ihres zehn jährigen Jubiläums. Die großen Zeiten des Labels sind bei weitem nicht vorbei, durch den gefühlten Neufindungsprozess haben sich andere Labels für mich aber mehr in den Vordergrund gestellt.

Die neue „Sick Music“ Compilation ist alleine durch die Masse von einundzwanzig Liedern verteilt auf zwei CDs schon mehr als eine Standortbestimmung. Bekannte Hospital-Künstler wie Cyantific, Danny Byrd, London Elektricity, Nu:Tone und Syncopix, aber auch unbekanntere wie Dan Habarnam, Sinistarr & Kiat, Mrsa oder The Burbs decken die ganze Bandbreite von experimentell über deep bis zur Tanzflächen-Hymne ab.

Der Apex Remix von London Elektricitys euphorischem „Just One Second“ ist bereits ein viel gespielter Hit. Die gerade sehr vielseitig produzierenden Total Science haben einen modernen Jungle-Tune beigesteuert. „Synth Geek“ von Randomer wird sich eher in den Playlists von DJs finden, die nicht standardisierte Sets spielen. Mein persönliches Highlight ist „Black Diamonds“ von Sinistarr & Kiat. Das Lied überzeugt durch unglaublich schöne Flächen und einen sehr melancholischen Vocalpart.

Ab ins Krankenhaus, hier wird dir geholfen!
Bewertung: 8 von 10
(RN, 11.2009)
Camo & Krooked - Above & Beyond LP (Mainframe MFRLP 001)

Mit Above & Beyond wird Ende September die erste LP von Camo & Krooked erscheinen. Meine absoluten Favoriten sind „Tonight“ und der absolut geniale Remix von Future Prophecies „September“.

Die 14 Lieder auf dem Album sind sehr abwechslungsreich. Die LP enthält sowohl einige Liquidtracks als auch Tracks mit dem gewohnt rollenden Camo & Krooked Beats. Auf Vinyl werden insgesamt vier Tunes veröffentlicht.

Big Up für dieses Meisterwerk, weiter so!
Bewertung: 8 von 10
(SK, 10.2009)
Bop – Clear Your Mind (Med School)

Der gerade mal 19 Jahre junge Bop aus Sankt Petersburg hat seinen Kopf von allen musikalischen Konventionen befreit. Die im April veröffentlichte Maxi „Song About My Dog“ auf dem Hospital-Schwesterlabel Med School hat in nahezu allen Bereichen der elektronischen Musik für viel Wirbel gesorgt.

Der russische „Kosmonaut“ nimmt einen mit auf die Reise in seine ganz eigene Welt, die aus einer Symphonie aus abstrakten Geräuschen besteht. Die einzelnen Töne erinnern an die präzise ausgearbeitete Klangvariabilität von Autechre. Wenn man bestimmte Stile zum Vergleich heranzieht, müssen in der Liste mindestens die Begriffe Ambient, Drum and Bass, Deep Techno und minimal Dubstep aufgeführt werden. Alle Parameter dieser verschiedenen Genre wurden mit minimalen Elementen maximal verschoben.

Insgesamt finden sich dreizehn Lieder mit solch außergewöhnlichem Sounddesign auf der CD, dass man selber gehört haben muss, um zu verstehen was „Clear your mind“ für eine Bedeutung hat.

Das Album erscheint zusätzlich als Doppel-Vinyl mit vier Liedern.

Erfrischend!
Bewertung: 8 von 10
(RN, 10.2009)
Subfocus - Subfocus (Ram Records)

Im Oktober wird das lang erwartete, nach Subfocus selber benannte Debutalbum erscheinen. Die Vorabsingle „Rock It“ stieg, nachdem sie fünf Wochen in der Playlist von Radio 1 stand, in die UK Top 40 ein. Auch „Follow The Light“ und „Timewarp“ rotieren bereits erfolgreich auf allen Drum and Bass Partys dieser Welt. Die anderen zehn Lieder sind weitestgehend unbekannt.

Der Meister der High-Energy Breakbeats hat mit „World Of Hurt“, „Deep Space“, „Triple X“ und „Let The Story Begin“ weitere Tanzflächen-Monster auf die Menschheit losgelassen. Das euphorische „Splash“ hat manch schlecht verlaufende Feier zu einem persönlichen Highlight werden lassen und das technoid-treibende „Vapourise“ lässt sogar Osama in seiner Höhle zum Knicklicht-Raver mutieren!

Überraschenderweise schaut Subfocus auf seinem Album auch über den Drum and Bass Tellerrand hinaus und veröffentlicht mit „Move Higher“ ein unglaublichen funky House Track. Darüber hinaus bekommen die geneigten Käufer mit „Coming Closer“ das erste offizielle Dubstep Lied des Ram-Records-Goldjungen. Durch die Remixe von Prodigys „Take Me To The Hospital“, Empire Of The Suns „We Are The People“ und Deadmau5 „Ghost´n´Stuff ” haben die Majorlabel, nach dem Einkauf von Chase & Status, den Namen Subfocus ganz oben auf ihrer Liste.

Wir müssen bereit sein, neue Wege zu gehen. Wie diese verlaufen, hängt davon ab wie die Konsumenten entscheiden und wie manche Künstler in die Kurven gehen.
Bewertung: 9 von 10
(KA, 10.2009)
Dirtyphonics - Vandals / Lottery (Audioporn)

„Lottery“ ist das Überbrett, sollte aber nicht vor fünf Uhr morgens gezückt werden. Der Tune schraubt sich gefühlte zwei Minuten hoch, bis ein Disco Dodo meets Rave meets Limewax –Beat alle Anwesenden Gäste in ihre Moleküle zerlegt.

Die eigentliche A-Seite „Vandals beginnt als Nu-Skool-Breakz Tune der auch von Noisia stammen könnte. Nach guten drei Minuten switcht die Geschwindigkeit allerdings auf Drum and Bass und gibt dem Lied noch mehr Druck als es vorher schon hatte.

Wie fast alle Produktionen auf Shimons Label Audioporn besticht das Release durch futuristisches Sounddesign und frische Ideen.
Bewertung: 9 von 10
(KA, 05.2009)
DJ Friction - Assasin Mix Vol. 1 (Shogun Audio)

Viele Menschen aus der Szene sehen Friction mittlerweile als den Meister des Mixings an drei Plattenspielern an. Der Pächter dieses Titels Großmeister Andy C hat seine Mixkünste nicht nur Live unter Beweis gestellt, sondern auch auf seiner viel beachteten „Nightlife“ Mix-Reihe einmal jährlich unter die Heads gebracht.

Die CD wurde immer sehnsüchtig erwartet und die Tracklist diente vielen DJs als Pflichtkaufl iste für die kommenden zwölf Monate. Dieses Jahr gab es noch keine „Nightlife“ CD von Andy C sondern den ersten „Assassin“ Mix von DJ Friction.

Anhand der ausgwählten Künstler wie Break, Apex, Alix Perez, Spor, Commix, Lenzman und Icicle lässt sich leicht erkennen, dass die Selection von DJ Friction sehr vielseitig ist, aber auch dass der Sound auf großen Events sich im letzten Jahr drastisch verändert hat. Natürlich finden sich auch neue Lieder von Chase & Status, Dj Die, Total Science, Subfocus und sogar Dillinja auf dem Mix.

Insgesamt ist das technische Mixing ebenso hochwertig wie das von Ram Records Chef Andy C, die Selection ist abwechslungsreich, die Lizensierung von den meisten Tracks ist allerdings nicht ganz so exklusiv wie man es von den „Nightlife“ Mixen kennt. Ein Großteil der Tunes erscheint innerhalb der nächsten sechs Wochen, wobei manche Specials von diesem Mix eventuell nie erscheinen werden.
Bewertung: 8 von 10
(KA, 05.2009)
LTJ Bukem - Fabriclive.46 Mix CD (Fabriclive)

Die Fabriclive CD-Serie, monatliches Output exquisiter DJ-Mix-Künste, schlägt wieder mit einer Drum´n Bass-Ausgabe zu.  Betrachtet man die Geschichte der Reihe, ist es stark verwunderlich das LTJ Bukem – der hierfür an den Reglern stand – erst bei Nummer 46 zum Zuge kam. Schließlich zählt er zu den ganz großen Namen der Szene, zumindest im atmosphärisch-intelligentem Bereich. Dies tangiert uns nun allerdings weniger – auf in den Player damit und los jetzt!

In den 71 Minuten gibt es ganze 18 Stücke um die Ohren geblasen. Gemischt im allseits bekanntem Bukem-Stil: solide und mit einer kräftigen Portion Regler-Spielereinen. Wenig überraschend liest sich hierbei jedoch die Tracklist, welche ausschließlich aus Songs von Bukems eigenen Label "Good Looking" besteht. Klingen tut das zwar alles gut, besitzt aber irgendwie keinen Tiefgang. Das Ding plätschert so vor sich hin und macht ja auch richtig Spaß, besonders bei Sonnenschein mit offenem Verdeck, dennoch findet man wenig Ansatzpunkte da alles recht ähnlich tönt.

Zu Hören sind z.B. tolle Stücke von ‚Furney’, ‚Locksmith’ oder ‚Phatplayaz’ – alles Namen die nicht allzu geläufig sind im Business. Unwiderruflich ein Zeichen dafür, dass sich Good Looking auf einem gesunden Weg befindet.

Dick unterstrichen wird dies auch durch die Tatsache, dass sich zwei deutsche Produzenten auf der CD wiederfinden welche sich nun zu der Riege der ‚Good Looking Artists’ zählen dürfen: Paul SG von Soulgrifter und Syncopix. Dafür gibt es einen Doppeldaumen nach oben!

Bewertung: 8 von 10
(Phil, 05.2009)
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14.03.2010, 21:31 h | 19 Junglists online