In den letzten Jahren haben Ben Settle und Matt Quinn (besser bekannt als Ed
Rudh und Optical) Top-Produkutionen auf Labels wie No U Turn, 31, Prototye und
Metalheadz veröffentlicht bevor sie 1998 ihr eigenes Label "Virus" an den
Start brachten.
"Musikalisch gesehen wurden wir abgefahrener", erklärt Matt. "Während
die Mehrzahl der Leute eher funkige und jazzy Sachen machten, gingen wir einen
anderen Weg und suchten für unserer Material ein Label. Für uns war
es wichtig unseren eigenen Weg zu gehen."
Virus entwickelte sich rasch. Die in den Plattenläden eingetroffenen Releases
waren meist sofort wieder ausverkauft.
"Wir waren über den Erfolg des Labels überrascht", gibt Matt
zu. "Wir hatten nie einen bestimmten Plan, Virus sollte kein großen
Ding werden. Wir wollten nur die Möglichkeit haben alles rauszubringen, was
wir wollten."
Weiter sagt er: "Irgendwie ist es mit dem Label heute schwerer, denn es ist
ein gewissen Druck da, Tracks rauszubringen die eine Erwartungshaltung erfüllen.
Aber im Studio vergessen wir das und lassen uns von Sachen die draußen passieren
nicht beeinflussen. Viel andere Artists haben einen bestimmten Sound, während
Virus sich weniger festlegt - Ben und ich experimentieren viel im Studio."
Alle bisher erschienen Releases haben schrille Visionen von einen rauen Zukunft,
"Mac-crashing" Arrangements quälen das Studioequipment.
Matt erklärt wie Matrix dazu kam sein Album auf Virus zu veröffentlichen
und nicht auf Labels wie Prototype oder Metalheadz oder seinen eigenen Label "Metro":
"Obwohl es einige Labels gab, die an Jamie's (Matrix) Album interessiert
waren, nahm er unser Angebot an. Er wusste, dass er bei Virus die Freiheit hat
das zu machen worauf er Bock hat."
Einige Rückschläge verögerten das Releasedatum von "Sleepwalk"
vom November 1999 zu Februar 2000. Matt erklärt: "Wenn man eine kleines,
unabhängiges Label hat, ist es nicht leicht mit den verschiedenen Firmen,
die mit der Produktion der Platten zu tun haben, klar zu kommen.
Wir haben wirklich versucht unsere Sachen "on time" zu veröffentlichen
- aber manchen Faktoren konnten wir nicht beeinflussen. So mussten wir unseren
Release-Plan ziemlich umstellen: Virus 7 kommt im April 2000, die erste Drum Crew
EP im Sommer 2000."
Drum Crew ist ein Projekt der Zusammenarbeit. "Wir arbeiten mit vielen anderen
Producern wie Bad Company, Trace, Ryme Tyme zusammen. Und obwohl wir nicht alle
in einem Studio arbeiten, nennen wir uns zusammen Drum Crew.
Das bisher entstandene Material kam aus unserem Studio, aber in Zukunft wird Stuff
auch aus anderen Studios beigesteuert."Virus-Mixes, wie Optical's Remix von
Ryme Tyme's "We Enter" haben die No U Turn-Verkaufszahlen noch oben
getrieben.
"Ich habe mich dann entschlossen es mit dem Remixen langsamer angehen zu
lassen und mir mehr Zeit für Ben"s und meine Projekte auf Virus zu nehmen.
Aber es ist schon cool bei einem Remix die ganze "Macht" über einen
Track übergeben zu kommen und das machen zu können, was man will. Geplant
habe ich in nächster Zeit nichts Größeres - aber ich habe einen
Freund in einer Indie-Band names "Kai" mit dem ich vielleicht etwas
machen werde. Wir werden sehen."
Weiter sagt er: "Wie ich schon gesagt habe wollen wir herum-experimenieren. Wir
machen jetzt zusammen mit Ryme Tyme viele Sachen mit Rap-Elementen im Drum"n Bass
Tempo - und es läuft gut. Wir hoffen im Oktober/November 2000 eine Ed Rush
and Optical LP rausbringen zu können. Die Hälfte der Tracks sind fertig
und auch schon als Acetate im Umlauf. Die LP wird ein bisschen abgefahrener als
"Wormhole" - mit mehr Elementen in den Tracks.
"Obwohl von der Musik Ende 1999 etwas dissillusioniert, bleibt Matt optimistisch.
"In den letzten Monaten habe ich einiges an neuem Material von Leuten bekommen,
die ich sehr respektiere - I'm feeling a lot better about it.
Thanks to Kingsley Marshall