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Future Music - future-music.net


Mit ca. 5.000 registrierten Usern und 500 neuen Beiträgen täglich zählt future-music.net und das Future Forum, zu einer der größten deutschsprachigen Internet-Diskussionsplattformen für DJs, Promoter, Junglists und sonstige Aktivisten. Grund genug, uns Geschichte und Entwicklung der Site näher anzuschauen und mit einem der Köpfe hinter Future Music und dem "FF" zu sprechen.

"Let's push things forward!" Dieser Gedanke muss Kai durch den Kopf gehen, als er auf einer Party den Organisator der legendären Future-Events trifft und anspricht. Wir befinden uns inmitten der 90er des gerade ausklingenden Jahrtausends, der Jungle-Hype hat längst auch das europäische Festland erreicht und findet seine bis dato beliebteste Ausprägung in den "Future"-Partys. Neben "Meditation" wird „Future“ mit über 60 erfolgreichen Raves und Clubnights schnell zur größten Drum'n'Bass-Eventreihe in ganz Deutschland, und eben in dieser Situation schlägt Kai den "Future"-Machern Olaf, Robin und Frieder vor, eine Internet-Seite für Ankündigungen, Nachberichte und Fotos zu den "Future"-Partys zu basteln.

Gesagt, getan. Die zunächst noch sehr rudimentäre Seite wird sukzessive um News-Bereich, Links-Rubrik und Gästebuch erweitert und systematisch von der anfänglichen Ankündigungs-Seite zur beliebten Informations-Quelle für Drum'n'Bass umgewandelt.

Als um die Jahrtausendwende fest steht, dass es vorläufig keine weiteren "Futures" mehr geben wird, entschließt man sich die Seite dennoch weiterzuführen und auf allgemeinen Info-Content mit neuen Inhalten wie Interviews, Newsletter, Downloads und Online-Umfragen zu bauen.

 
"Drum'n'Bass ist nach wie vor Future-Music. So eine Dynamik an neuen Einflüssen und Styles gibt es in kaum einem anderen Genre. Im Endeffekt liegt es an Medien wie dem Future Forum, Drum'n'Bass noch populärer zu machen."
Kai, future-music.net
2003 erfolgt der große Relaunch mit grafischer Neugestaltung und der Einführung eines datenbankgestützten Redaktionssystems. Zusätzlich wird das alte Gästebuch durch eine neue Foren-Software ersetzt, die sich sofort großer Beliebtheit erfreut. Zusätzliche Features wie der Online-Mixer, Party-Videos, "DJ & Producing Tools" und die "City Reports" folgen. In regelmäßigen Abständen gibt es Aktionen wie den "Future-Forum CD-Sampler", eigene Kleidungs- und Sticker-Kollektionen sowie die alljährlichen Awards, bei denen die "Besten" der Szene gewählt werden.

Derzeit freuen sich die Betreiber am meisten, dass fast alle Artists, sowohl national auch als international, im Forum mitlesen und eine offene und unverblümte Diskussionsbereitschaft herrscht. Kai im Resident-Interview: "Manche User sieht man von morgens bis in die Nacht im Forum. Einige scheinen schon fast im Future Forum zu wohnen! Die einen nutzen das Forum um News zu 'spreaden', den Junglists dient das Forum in erster Linie als Infoquelle. Manche Themen werden heiß und voller Eifer diskutiert."

Die Frage nach der Anonymität im Internet und dem daraus resultierenden Kommunikations-Niveau schätzt Kai differenziert ein: "Je größer ein Forum wird, desto heterogener die Masse der Leute die dort lesen und schreiben, ganz klar. Wir haben einen eigenen Offtopic-Bereich eingeführt, und seither wird in Ontopic-Diskussionen kaum noch gespamt. Andererseits darf man nicht vergessen, dass Offtopic seinen eigenen Reiz hat und sehr unterhaltend sein kann. Was habe ich mich selber bei manchen Threads oder Bildern schon weggeschmissen vor Lachen! Zum Glück gibt´s ja auch noch Moderatoren, ohne die das Future Forum nie so gut funktionieren würde."

Überhaupt scheinen neben Kai (zuständig für Content, Kontakte und Marketing) und Jan, der für die Programmierung der Seite verantwortlich ist, eine Vielzahl an Leuten an der stetigen Erweiterung der Seite zu arbeiten, was Kai bestätigt. "Wir haben regelmäßig Praktikanten und Leute in ganz Deutschland, die uns supporten. Auch die Kosten für Hosting, Traffic und Software-Lizenzen sind hoch und können nur zum Teil durch Einnahmen aus der Bannerwerbung abgedeckt werden."

Für die nähere Zukunft ist auch bereits einiges geplant, zum Beispiel wird schon über den Launch eines eigenen Online-Shops oder Live-Übertragungen von Partys ins World Wide Web (in Kooperation mit dnbradio.net) nachgedacht. Kai. "Noch nicht alles ist wirklich spruchreif, aber wir haben diese Themen auf unsere Agenda gesetzt."

Genug zu tun gibt es ohnehin ständig. Der Boom findet kein Ende, die Szene wächst immer noch und erzielt mittlerweile eine große Breitenwirksamkeit und positive Resonanz in sämtlichen Gesellschaftsschichten. Sorgen über den von vielen herbei geredeten "Tod" von Drum'n'Bass macht sich Kai aus diesem Grund nicht: "Drum'n'Bass ist nach wie vor Future-Music. So eine Dynamik an neuen Einflüssen und Styles gibt es in kaum einem anderen Genre. Im Endeffekt liegt es an Medien wie dem Future Forum, Drum'n'Bass noch populärer zu machen." Daran zweifelt niemand mehr, wenn Kai noch einmal aus voller Überzeugung anfügt: "Let's push things forward!" Wahrhaftig, das beste Motto für ein Projekt wie dieses.

Text: Sebastian Veronesi
Der Text erschien im resident Magazin und wurde future-music.net freundlicher Weise zur Verfügung gestellt.


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20.11.2017, 06:48 h | 4 Junglists online