Hersteller: ESI Produkt: Soundkarte Preis: 399,- € Released: Herbst 2004
Letztes Jahr haben wir Deutschlands meistgekaufte Soundkarte vorgestellt.
Nun hat sich in der Zwischenzeit viel getan und der bekannte Hersteller Hoontech
vertreibt nun seine Modelle unter der Marke ESI. Nun gibt es endlich den Nachfolger
der Hoontech DSP 2000 C-Port-Karte...
ESI - Ego Systems Inc.
Letztes Jahr haben wir Deutschlands meistgekaufte Soundkarte vorgestellt. Nun
hat sich in der Zwischenzeit viel getan und der bekannte Hersteller Hoontech vertreibt
nun seine Modelle unter der Marke ESI. Die Juli@ - Soundkarte haben wir ja schon
vor einigen Wochen getestet. Nun gibt es endlich den Nachfolger der Hoontech DSP
2000 C-Port-Karte… Heute geht es bei den Producer Tools um die neue
Soundkarte ESP1010 von ESI.
Die Karte besteht dabei aus zwei einzelnen Komponenten. Die eigentliche PCI -
Soundkarte ist sehr kompakt gehalten und hat gar nicht so viele Anschlüsse.
Lediglich der Anschluss für das Zusatzkabel, einen optischen Digitalausgang
und der D-Sub-Anschluss zur externen Box sind hier vorzufinden. Schließt
man das Zusatzkabel nun an die Soundkarte an, hat man als User noch die Möglichkeiten,
den Digitalein- und Ausgang in Coax-Form und den MIDI-Ein - und Ausgang zu benutzten.
Einen optischen Digitaleingang, der weiterverbreitet ist, als die Coax-Variante,
hat ESI leider nicht ermöglicht.
ESI ESP1010
Der Aufbau der externen 19 Zoll - Box sieht folgendermaßen aus:
Die Vorderseite besteht aus den beiden XLR-Eingängen inklusive Phantomzuspeisung.
Um die 48 Volt Phantomspeisung zu aktivieren, wird leider ein optionales, externes
Netzteil für das ESP 1010 Rack benötigt. Wer also Kondensatormikrofone
bei der Aufnahme benutzten will, muss schon einmal mit mindestens 15 € Mehraufwand
für den Transformator rechnen.
In der Mitte hat ESI die ersten vier 6,3 mm-Klinkeneingänge verbaut.
Diese können wahlweise symmetrisch, als auch unsymmetrisch benutzt werden.
Bei den ersten beiden Klinkeneingängen steht im Übrigen ebenfalls Eingang
1/2, wie bei den XLR-Eingängen. Dies soll den Produzenten nicht verwirren,
sondern lediglich darauf hinweisen, dass beide Eingangsformate den gleichen Wandler
benutzten. Eine gleichzeitige Nutzung von XLR-und Klinkenanschluss ist
nicht möglich!
Ganz rechts hat ESI zwei Kopfhöreranschlüsse verbaut. Leider hat der
Hersteller keine separaten Volume-Regler verbaut, sodass man die Lautstärke
der Kopfhörer nur über die Software unter Windows regeln kann.
Dreht man die Box um, so findet man auf der linken Seite die beiden MIDI-Anschlüsse. Zentral hat der Hersteller die restlichen vier Eingänge
und die acht Ausgänge verbaut. Ganz rechts ist der D-Sub-Anschluss
zur PCI-Soundkarte vorzufinden.
MIDI-Anschlüsse
Wir haben die Karte nun einige Tage unter Cubase SX 3 getestet. Dabei haben uns
gerade die neuen Wandler interessiert. Wir wollten im Direktvergleich wissen,
wie sie sich im Vergleich zur Konkurrenz schlagen.
Im Direktvergleich in der Hörprobe und in der Spektralanalyse haben wir festgestellt,
dass sich die Karte nicht verstecken muss. Die Aufnahmequalität war gut bis
sehr gut. Je filigraner das Quellsignal ist, desto deutlicher wurde die Qualität
der ESP 1010.
Lediglich die Spitzenwandler von Apogee und RME, sowie teilweise Soundscape’s
konnten mitziehen. Auch sehr positiv zu berichten ist die Stabilität der
Karte. In der gesamten Testphase ist unser Computer, ein Intel Pentium 4, 1600
MHz, 512 MB RAM und WIN XP Home, nicht einmal abgestürzt.
Die E WDM-Technologie, die eine Soundauswahl zwischen den einzelnen Treiberarchitekturen
wie ASIO, GSIF, DX, MME und WDM ermöglicht, hat ebenfalls tadellos funktioniert.
Wir haben ein Soundfile mit MME - Treibern unter Wavelab 5 abgespielt und per
ASIO mit Cubase SX 3 aufgenommen. Das Ergebnis war eine komplette 1:1 Übertragung
ohne Qualitätsverlust.
Analog- Inputs/Outputs
Die Steuerungssoftware von ESI war sehr schön aufgebaut. Alle nötigen
Informationen werden hier angezeigt.
Ebenfalls positiv zu bewerten ist die Kompatibilität zu den unterschiedlichen
Windows-Varianten. Nicht nur WIN 2000 und WIN XP, sondern auch die neuste WIN
2003 Server-Software werden von ESI unterstützt.
Sieht es bei Windows-Systemen bilderbuchmäßig aus, muss man
in Bezug auf die Apple-Unterstützung das Gegenteil behaupten. Der
Hersteller bietet nämlich leider keine MAC OS X-Unterstützung
an.
Zur Soundkarte liefert der Hersteller übrigens noch die Ableton Live Software
dazu. Wer diese dann als Vollversion haben will, zahlt nur 50 % vom Ladenpreis.
Nächster Spareffekt!
Die Systemvoraussetzungen für den PC lauten: Intel P3, 256 MB RAM, WIN 2000/XP/2003
Fazit ESI ESP1010
Im Vergleich zur Hoontech DSP 2000 C-Port-Karte ist die Aufnahmequalität
besser geworden. Dafür hat der neue Hersteller den optischen Digitaleingang
und den Volume-Regler für die Kopfhörer weggelassen.
Zusätzliche Pluspunkte hat der Hersteller in der Stabilität, der Verarbeitungsqualität
und den Preis bekommen.
Für gerade einmal 400,- € bekommt man eine gut klingende Karte, die
zudem stabil läuft. Schaut man sich die Konkurrenz da so an, so muss man
teilweise mehr Geld ausgeben und dafür noch weniger hinnehmen. Das vorgezogene
Argument der Mobilität durch Firewire lässt jedenfalls so einen Unterschied
nicht rechtfertigen, wenn zumal die PCI-Technologie beim Datendurchsatz
einfach besser ist.
Wer sich demnächst eine Soundkarte kaufen will und zudem nicht viel Geld
ausgeben mag, liegt bei der ESP1010 von ESI goldrichtig.
Wem das an Qualität immer noch nicht reicht, kann sich auf noch mehr gefasst
machen. In wenigen Wochen bringt ESI nämlich eine noch fettere Audiokarte
auf den Markt. Die Rede ist von der neuen MaXiO XD. ESI
ESP1010 Homepage[1] Text: Kilian Heller
Der Text erschien auf loveparade.net[2]
und wurde future-music.net freundlicher Weise zur Verfügung gestellt. URL dieses Dokuments:
http://www.future-music.net/techreport/producing/esi-esp1010/