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Record Reviews & Rezensionen


Crystal Clear vs Cabbie - Street Hawk / Cold Blooded (Ganja Records 029)

Nachdem die letzten Releases auf DJ Hypes Ganja Records Label von bekannteren Acts wie Original Sin, Taxman, Heist und G Dub kamen gibts auf dem vorliegenden 29. Release zwei Tracks von der frischen Collabo Crystal Clear & Cabbie.

"Street Hawk" ist ein Ganja-typisches, vocal-lastiges Jumpup-Brett, "Cold Blooded" kommt etwas zurückhaltender aus den Boxen und erinnert passagenweise an alte Charge Scheiben. Kurz: Gute Partytunes.
Bewertung: 7 von 10
(future-music.net, 01.2009)
v.a. - The Future EP (Dragon-Technicals-Records)

Obwohl das Label Dragon-Technicals-Records heisst, lautet die Katalognummer "MANNEM 004", was umgangssprachlich für die Heimatstadt des Labels, der Labelbetreiber Systec und Shar-Pei und der Breakbeats steht: Mannheim.

Auf dem A-Seite zeigen Shar-Pei & Systec mit "Tuffer Than Words" einen klassischen Oldskool Hardcore Track mit schönen Flächen, heruntergepitchten Halftimebeats, Sinus-Basslines und dem bekannten "Stay with me, baby want you be my - freefall" Vocal.

Der eher düstere "Acient Castle" Track auf der auf 33 laufenden B-Seite wurde von Systec & InFlex bereits Ende 2007 für das Label produziert. "The darkness is calling me - I can't control these feelings!"
Der zweite Track auf der Flip kommt von Systec & DJ Mayor von Island Conection Records und fährt mit B-Boy Samples, Synthssonds und Piano-Samples 100% die Happy-Schiene.

Gute Happy-Scheibe die an die bisherigen Releases auf Dragon-Technicals nicht ganz herankommt.
Bewertung: 6 von 10
(future-music.net, 01.2009)
Commix , Nu:Tone, Logistics - The Future Sound of Cambridge 3 (Hospital)

2004 erschien die erste "The Future Sounds of Cambridge" EP (NHS74), 2006 die zweite Auflage (NHS106) und im November 2008 nun "The Future Sound of Cambridge 3". Waren die ersten zwei Releases jeweils eine 4-Tracks Vinyl-EP, haben es jetzt ganze 11 Tracks der Herren Nu:Tone, Commix und Logistics auf die CD geschafft. Auf dem Vinylrelease sind es sechs.

Bei dem Titel der CD könnte man vermuten: Gleiche Stadt, gleiches Label, gleicher Sound. Aber weit gefehlt. Da gibt es "Coffee", "Trademark" und "Troopers" die einfach nur dick rollen, wohingegen "Rack-It", "Bear Music" und "Soundbyte" den ganz frischen minimalistischen Neo-2-Step-Sound präsentieren. "Balaclava", "Cosmonaut" und "Intervention" würde man am ehesten als klassische Hosptial-Tracks klassifizieren.

Kurzum: 11 Tracks der Spitzenklasse und ein absoluter Hörgenuss. Glückwunsch Hospital!

Tracklist:
01. Nu:Tone - Balaclava
02. Commix, Nu:Tone & Logistics - Coffee
03. Commix - Rack-It
04. Logistics - Cosmonaut
05. Commix, Nu:Tone & Logistics - Ghost Snare
06. Commix - Bear Music
07. Logistics - Intervention
08. Nu:Tone & Logistics - Trademark
09. Nu:Tone - Troopers
10. Commix, Nu:Tone & Logistics - Soundbyte
11. Nu:Tone & Logistics - Hammerhead
Bewertung: 9 von 10
(future-music.net, 11.2008)
Classless Kulla & Istari Lasterfahrer: Nein, nein, das ist nicht der Kommunismus (Sozialistischer Plattenbau)

Und hier mal etwas anderes: Manche kennen Classless Kulla [1] vielleicht als Buchautor, Blogger oder Gastsänger bei Egotronic. Nun hat er sich mit dem in Hamburg lebenden Breakcore-Produzent Istari Lasterfahrer ins Studie begeben und die vorliegende CD "Nein, nein, das ist nicht der Kommunismus" produziert. Die 19, sich auf dem Silberling befindenden, Tracks lassen sich schwer einem konkreten Genre zuordnen: Rohe Breaks, Amenloops, Electrosounds, Ragga- und Punk-Elemente sowie lange Textpassagen sind die herausragenden Elemente. Sind 95% aller Drum'n'Bass Tracks eher inhaltlos, bringen Classless Kullas Texte eine erfreuliche Abwechslung in die meist dumpfe Welt der Drums und Bässe.

Da stand ich mal wieder neben der Gesellschaft am Straßenrand und spreizte den Daumen meiner rechten Hand Daumen - auf Latein pollex, sind sie dann pollexophob die vorbeifahren und mich genauso angucken wie ihre Autos?
Nein, ruptophob sind sie, wollen nicht unterbrechen wollen nicht anhalten und mit niemandem sprechen wollen sich lieber von ihrem Radio oder ihrem Navi vollquatschen lassen wenn der Volkswagen läuft und läuft und läuft und läuft und läuft...


Die CD ist bestimmt nicht jedermanns Sache, aber gerade das macht sie auch für den Hardcore Junglist interessant.

Tracklist:
1. Am Straßenrand der Gesellschaft
2. Uplifting Hardcore Communism
3. Ballade von Manfred
4. Erleuchtung & Berufung
5. Was wird
6. Flucht aus dem Plattenbau
7. Sexist Motherfucker - feat. Oona
8. Buffy The Slayer & The Angel of Death
9. Mass History
10. D-I-S-C-O
11. Communism Stole My Virginity (and I won’t shed a tear)
12. Der Rausch
13. Germany Might Trick Me Once
14. Jede Zelle
15. Dresden Calling
16. Dumme Dinge
17. Shenai Crumbling The Concrete
18. Der Takt des Geldes
19. Kontrollverlustprinzip
Bewertung: 7 von 10
(future-music.net, 11.2008)
Zeal & Brainwash - Away / Zeal & Litta - Time of Day (Steppasoundz 009)

Seit Ende des Monats ist das neue, nur digital erhältliche, Steppasoundz Release 009 exklusiv als MP3 bei Beatport [2] erhältlich. Zwei typische Steppasoundz Tunes von den neu verpflichteten UK Produzenten Zeal & Litta und Brainwash - die dafür sorgen, dass die Tanzflächen in Bewegung bleiben.

"Away" startet mit atmosphärischen Flächen und Chören über die sich gefilterte und geflangte Drums legen. Schon die dann einsetzte Bassline zeigt die Marschrichtung: Auf zum Dancefloor, wo die fetten Drums dann nochmal mehr schieben.

"Time of Day" auf der Flip eröffnet mit einem breakigen Intro, das von einer dünnen aber markanten Synthline ergänzt wird. This one's for the heads.

Gutes Release mit dem besseren Tune auf Seite A.
Bewertung: 8 von 10
(future-music.net, 09.2008)
London Electricity - Syncopated City (Hostpital Records NHS142CD)

"Syncopated City" heisst das nach "Pull The Plug", "Billion Dollar Gravy" und "Power Ballads" nun vierte Studioalbum von London Electricity.

Der von Tony Colman produzierte Longplayer verbindet typische London Elektricity Funktracks wie "Sat Nav" mit Smasher für den Dancefloor und gefühlvolleren Stücken wie "Uska" und "Bare Religion".

Das Album beinhaltet Gastauftritte von Lianne Carroll (zweifache BBC Jazz Awards-Gewinnerin) bei Tracks wie "This Dark Matter", "The Point Of No Return" und "And Hell Is Breaking Loose" und der schwedischen Sängerin Elsa Hedberg ("Just One Second").

Tacklist:

1. Bare Religion
2. This Dark Matter
3. Just One Second
4. All Hell Is Breaking Loose
5. Southeastern Dream
6. Attack Ships On Fire
7. Point Of No Return
8. Outnumbered
9. Uska
10. Sat Nav
11. Syncopated City Revisited
Bewertung: 9 von 10
(future-music.net, 09.2008)
Isotop + Shots feat. The Phalanx - Assembler / Budoka - Aether (Tilt Rec. 009)

Neben der digitalen T-Files Serie ist Tilt Recordings das outlet für die haptischen Vinylreleases des Labels von Budoka, Bad Boy Kaiza und DJ Hektik.

Von Isotop + Shots gab es mit "Burning Identity" "bereits im Januar 2008 ein Release auf T-FREE mit dem die Jungs im Subgenre des technoiden Drum'n'Bass auf sich aufmerksam machten. Zusammen mit "The Phalanx" präsentieren sie nun den Track "Assembler", laut Presssheet: "a totally boring tune with a totally boring beat and a boring bassline". "Assembler" ist Drum'n'Bass in Maschinensprache: Trocken, mechanisch, auf den Punkt und definitiv ein gutes Tool.

"Aether" von Budoka auf B-Seite startet mit einer bedrückenden, atmospärischen industrial Soundcollage die jäh von einem Break verschlungen wird und heftig mechanisch-treibende Beats und geradelinige Synthsounds den Weg frei macht. Pure Neurofunk und auf diesem Release unser Favorit.
Bewertung: 7 von 10
(future-music.net, 09.2008)
v.a. - Basswerk Sessions Vol. 3 (Basswerk Records)

Basswerk did it again! Das wohl führende deutsche Drum´n Bass Label rund um den Kölner Produzenten und DJ Heiner Kruse (The Green Man) hat seine 3. Compilation auf den Markt gebracht. Witzig hierbei ist, dass Vol. 1 noch aus einer CD bestand, Vol. 2 aus einer Doppel-CD und Vol. 3 nun ganze drei Hammer-CDs vereint. Extrem abwechslungsreich, unterteilt sich das Werk in eine „chill-session“, „groove-session“ und eine „technik-session“.

Unter den insgesamt 40 Stücken finden sich neben alteingesessenen Szenevertretern wie The Green Man selbst, NME Click, Giana Brotherz oder N.Phect & Dizplay auch eine Menge unbekannter Namen. Basswerk beweißt wiederum ein gutes Händchen und präsentiert Newcomer und Shootingstars aus der ganzen Welt – unter anderem aus Frankreich, Spanien, USA, Neuseeland oder Tschechien. Senkrechtstarter Camo aus Österreich ist z. B mit ganzen 3 Tracks wiederzufinden.

Die „chill-session“ macht ihrem Namen alle Ehre und glänzt mit herrlichen Gesangseinlagen und sommerlich frischen Melodien. Besonders empfehlenswert hierauf Jonathan Baker´s Opener „cotton candy“, Enea´s „Star“, mit den wunderbaren Vocals von Mika und Amaning & Stunna´s „falling“.
Auf CD 2 steht der „groove“ im Vordergrund. Hier gibt es verspielte Gitarren, soulige Vocals oder auch deep-rollende Bässe zu hören. Unter den 13 Songs findet sich auch ein alter Hit: „easy“ von The Green Man in Kooperation mit den MCs Chevy und Dragoon. Der Track wurde bei den Future-Music-Awards 2004 zum besten nationalen Release gewählt und passt wunderbar in das Konzept dieser zweiten CD.

Freunde der härteren Gangart sei CD 3 besonders ans Herz gelegt. Der Opener dieser „technik-session“ – „always on my mind“ von Dementia & NME Click, gibt unwiderruflich die Richtung vor, denen die folgenden 12 Tracks gradlinig folgen: Pushend, drückend, rockend! Zu den Highlights dieser Scheibe zählen definitiv die Neuauflagen zweier „Klassiker“, und zwar „White Russian“ von N.Phect & Dizplay im State of Mind Remix und der 2008er Remix der Giana Brothers von „Wüstensturm“. Alles in Allem stehen die anderen Granaten diesen 2 Hymnen aber in keiner Weise nach. Besonders hervorzuheben sein da meiner Meinung noch Cytech´s „fear“, dass letzte Stück der CD, welches einmal mehr durch Matthias Keufen´s experimentelle Beatarbeit besticht.

Insgesamt ein schönes Sammelsurium, welches ein breites Spektrum an DnB präsentiert und übrigens großartig zusammengestellt ist. Unbedingt reinhören!

Bewertung: 9 von 10
(Fava, 08.2008)
Wonderblend - Cinema / Jazz Thieves - Shaken Not Stirred VIP (Phushin' Wax Rec. 005)

Vom den aus der Ukraine stammenden und auf Pushin' Wax frisch gesignten Wonderblend Jungs kommt der Track "Cinema": Ein schneller Roller mit Big Band Elementen, einer Portion Jazz, Swing und Streichern der auch bestens als Soundtrack für einen 70er Jahre Agentenfilm dienen könnte. Eine Ähnlichkeit zu älteren EZ Rollers Stücken ist unverkennbar.

Das Original von Artificial Intelligence's  "Shaken Not Stirred" war schon 2006 auf der Liquid V Mix CD "The Big Picture" zu hören und wurde nun von den Jazz Thieves mit zusätzlichen Gitarrensounds, Synthies und Percussions aufgemöbelt. Easy...
Bewertung: 8 von 10
(future-music.net, 07.2008)
Shar-Pei & Systec / S.O.A.P. - Massive Core EP (Dragon Technicals Rec. Mannem 003)

Bereits am 25. April 2008 erschien das dritte Release des Dragon Technicals Rec. Label, kurz Monnem 003. Die Massive Core EP genannte Scheibe enthält einen Track von den Label Heads Shar-Pei und Systec, sowie zwei internationale Produktionen.

"Up to Heaven" von Shar-Pei und Systec ist ein klassischer Happy-Breakbeat-Piano-Track dessen markantestes Merkmal das "Above the Clouds" Sample ist: Sometimes you're thinking to make yourself a new life, on your own, on your own. You dream of heaven, now create what you like and have fun, whoa hoooo...". Es ist immer wieder erstaunlich wie die Jungs es schaffen trotz der vielen aktuellen Einflüsse den Sound so konsequent zu fahren.

Die Flip läuft auf 33 und so finden zwei Tracks darauf Platz: "Traveling at the Speed of Light" des finnischen Producers S.O.A.P.. Der Track war übrigens auch Titelsong der Breakpoint 2005, einer der größten deutschen Demoszene- und LAN-Party. Der zweite Track "Say you Will" kommt von den Machern des englischen Hardcore-Labels "Repeat Offender Records" DJ Wax und DJ Inferno.
Bewertung: 7 von 10
(future-music.net, 07.2008)
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