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Lieder hören mit... Marcus Intalex




Seit über zwei Dekaden beeinflusst Marcus Intalex die Drum and Bass Szene mit seinem ganz eigenen soulig, hypnotischen Sound. Als DJ und Leiter von den Labels Soul:R und Revolve:R hat er immer wieder zeitlose Glanzpunkte gesetzt. Durch seine radikale musikalische Unabhängigkeit und Musikalität gibt er Drum and Bass eine fruchtbare Zukunft. Die positiven Effekte seiner innovativen Arbeit spiegeln sich in vielen Projekten wie M.I.S.T. wieder. Seine Liebe zu detailverliebten Drum and Bass und deepen Techno kann man in der Red Bull Music Academy Radio Show und auf seinen Soul:ution Events in Manchester und der Fabric in London hören. Marcus Intalex hat Instra:mental entdeckt und ihnen den Weg geebnet.

Nach unzähligen Maxis und Kooperationen mit Calibre, 4 Hero, dBridge, MJ Cole, Martyn und vielen anderen ist es nun an der Zeit für sein Debütalbum "21", das im Juni auf Soul:R erscheint. Hier ein kurzer Album Preview Mix.





Robert Owens - Rise (Steve Bug Remix) (Compost)

Ich mag die Version sehr gerne, trotzdem möchte ich auch das Original mit Stimme hören. Ich bin ein großer Fan von Robert Owens, habe aber auch einige Tracks von Steve Bug.

Boddika - Warehouse (Hot Flush)

Das ist einer von unglaublich vielen guten Tracks, die gerade von Boddika erscheinen. Er spielt extrem gut mit 80er Jahre Detroit / Chicago Sounds und verformt sie zu seinem eigenen futuristischem Stil. Ich liebe diesen Sound, da ich in den 80ern groß geworden bin. Für mich das Frischeste was es gerade gibt!

Brookes Brothers - In Your Eyes (Breakbeat Kaos)

Das ist genau die kommerziellen Seite von Dubstep und Drum and Bass, die ich hasse. Das könnte von jedem produziert sein, es ist so traurig und unglaublich uninspirierter Müll.

Burial - South London Boroughs (Hyperdub)

Burial ist ein wahnsinnig talentierter Künstler, der allen Applaus verdient. Ich mag das Lied sehr gerne. Es hat eine schöne und düstere Atmosphäre, ohne dabei langweilig oder dumm zu klingen. Andere Künstler, wie die von dem Lied welches ich davor besprochen habe, sollten sich mehr solche Musik anhören.

Chase & Status ft. Deliah - Time (Wilkinson Remix) (Ram)

Das Lied ist sehr gewöhnlich und ich habe ähnliches schon tausend Mal gehört, aber es ist nicht total fürchterlich. Ich sage nicht, dass ich es mag, aber ich könnte damit leben. Das heisst aber nicht, dass ich es spielen würde. "Time" ist eines dieser Lieder, die unabhängig vom Produzenten absolut austauschbar sind.

Hazard - Food Fight (Playaz)

Ich bin kein großer Fan von Hazard. Seine Sachen sind mir zu ausgelassen und hart. Aber er hat das Paddel der Beschleunigung immer hoch gehalten und auch abgeliefert. Ich mochte seine Bassline Pattern sehr gerne, wobei ich die Sounds die er verwendet hat nicht leiden konnte. Mittlerweile hat er die Töne ein wenig verändert und seine Tunes finden den Weg in manch andere DJ Taschen, inklusive meiner.

Insta:mental - User (Non Plus+)

Das gesamte Album ist großartig! Sie haben aufgehört Drum and Bass zu produzieren, weil sie einfach kein Gefühl mehr für die Musik hatten. Ich hatte immer schon das Gefühl, dass die beiden eher diese Art von Techno produzieren wollten. Bei solchen Resultaten kann man sich nicht beschweren.

London Electricity - Electricity will keep me warm (Hospital)

Ich mag ein paar von Tonys Liedern, aber die meisten sind mir zu poppig. Einen guten und ernsten Drum and Bass Song zu schreiben ist sehr schwierig. Die Vocals in diesem Track sind sehr gut. Unter musikalischen Aspekten ist es auch ein guter Pop Song. Ich mag Drum and Bass und ich mag Pop Musik, aber diese beiden Genre passen für mich nicht zusammen. Ich sage: Keep it real!

Misanthrop - Latitude (Neosignal)

"Latitude" ist ein solider, düsterer Drum and Bass Track. Nichts wirklich inspirierendes, aber gute Musik für die Tanzfläche. Es ist für mich ähnlich wie bei dem Chase & Status Track, man könnte das Lied sofort gegen ein anderes austauschen.

Shy FX - Raver (Digital Soundboy)

Kids werden dieses Lied mögen.

Vielen Dank für das Interview.


Text: J-Cut, Foto: ASHES 57
Der Text erschien im Headliner [1] Magazin und wurde future-music.net freundlicher Weise zur Verfügung gestellt.


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