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Dub Tao


Das Berliner Produzenten Duo Dub Tao gehört seit 2005 zum festen Bestandteil des hard:edged Kaders. Direkt mit Ihrer ersten Maxi-Single Season Dub und dem dazugehörigen Tactile Remix manövrierten sie sich in die Plattenkisten von DJ Superstars wie Fabio, Bailey und Jazzanova und in die Verkaufscharts der einschlägigen Plattenläden wie BM-Soho (ehemals Blackmarket). Seitdem haben sie zahlreiche Maxis, sowohl auf Hard:edged, als auch auf anderen namhaften deutschen und internationalen Labels, wie Have-a-Break Records und Soundtrax veröffentlicht und sind ausgehend von ihrer Berliner Homebase im Watergate aus in ganz Europa unterwegs gewesen. Aufgrund der guten Erfahrung mit ihren Veröffentlichungen, hat DJ Metro den beiden 2009 das wohl alteingesessenste und international renommierteste deutsche Drum & Bass Label Hahd:edged anvertraut. Nun steht mit „East of Underground“ der nächste Hard:edged Release der beiden in den Startlöchern. Auf der A-Seite gibt es einen Remix von Bungle, während die B-Seite eine von dem DNB-Veteranen Influx UK überarbeitete Version des Originals enthält. Passend zum Release haben wir den beiden ein paar Fragen gestellt.

Jungs, Euer letztes Interview auf Future Music [1] ist schon eine Weile her. Wie ist es Euch in der Zwischenzeit ergangen?

Das war 2007, richtig? Zu der Zeit kam unser zweiter Release „More Trouble“ auf Beatalistics Recording raus. Der Song war für vier Wochen auf Platz 1 der Download Charts von Beatport, wodurch sich neue Anfragen ergeben haben. Seitdem haben wir auf diversen Labels veröffentlicht und dadurch auch unseren stilistischen Rahmen erweitert. Waren die ersten Platten noch sehr im Reggae-Stil, haben wir danach einen etwas härteren Vibe in die Songs gebracht, wenn man sich z.B. „Upwise“ oder auch unseren kommenden Release „East of Underground“ anhört. Außerdem haben wir uns in der Zwischenzeit ein eigenes Studio eingerichtet, um bessere und professionellere Arbeitsbedingungen zu schaffen. Neben unseren Drum and Bass Produktionen haben wir weiterhin Remixe und Editingarbeiten für Künstler unterschiedlichster Stilrichtungen gemacht.

... und dabei ist nicht zu vergessen, dass Ihr seit 2009 auch die Fäden des Hard:edged Labels in der Hand haltet, richtig?

Richtig und danke noch mal an Uli (DJ Metro), dass er uns die Sache anvertraut hat. Für uns ist es eine super Plattform für unsere Ideen, vor allem da die Durchführung allein in unserer Hand liegt und wir keine Kompromisse eingehen müssen. Auf der anderen Seite sollen natürlich nicht nur Dub Tao Tunes auf Hard:edged erscheinen. So war die letzte Vinylauskopplung eine Splitmaxi mit den New Yorker Mathematics und dem Budapester Spinline. Auf der kommenden Maxi gibt es ja nun einen Remix von dem Brasilianer Bungle und mit Influx UK ist ein ganz Großer der Szene vertreten, was uns riesig freut.

... gehen die Hard:edged Parties auch weiter?

Leider fehlen uns dazu die Zeit und auch die Erfahrung im Organisieren und Vorbereiten von Veranstaltungen. Es ist schon schwierig genug, ausreichend Zeit für das Label aufzubringen.

Ihr habt es eben auch schon angesprochen. Der neue Release ist euer Tune „East of Underground“ mit einem Remix von Bungle und einem Edit von Influx UK. Wie kam es dazu und was genau hat man sich unter einem „Edit“ vorzustellen?

Uns war klar, dass wir von dem Tune einen Remix haben wollten und somit haben wir uns auf die Suche nach möglichen Remixkandidaten gemacht. Bungle war unserer Favorit, weil seine letzten Veröffentlichungen extrem DanceFloor orientiert waren, wenn man da beispielsweise an den Tune „Snake Eyes (VIP)“, eine Zusammenarbeit mit Total Science, denkt. Der Song hat uns extrem gefallen und somit haben wir ihn kontaktiert. Dabei hat sich rausgestellt, dass ihm der Hard:edged Sound schon immer zugesagt hat. Somit war die Zusammenarbeit besiegelt.

Influx UK war auch einer, den wir bzgl. eines Remixes angesprochen haben. Ihm gefiel das Original extrem gut, allerdings sagte er uns, dass die Bassline und der Beat mehr zur Geltung kommen müssten. Daraufhin hat er es mit all seiner Erfahrung und seiner eigenen Note auch gleich in die Tat umgesetzt. Das Ergebnis hat uns sehr gefallen, so dass wir ihm mit dem Untertitel „Influx UK Edit“ einen Credit dafür geben wollten. Der Zusatz „Edit“ deutet also darauf hin, dass Influx UK bei dem Abmischprozeß des Songs beteiligt war.

Und, nach dem Release, was sieht die Zukunft für Euch vor?

Nach unserem Remix von Dr. Ring Ding’s „Ruff like a Rock“ (zusammen mit Dub Tao’s Remix eines Vybz Kartells Songs auf Pathological erschienen), stand für uns eine weitere Zusammenarbeit mit Ihm fest. Derzeit arbeiten wir an einem gemeinsamen Album, das aber kein reines Drum & Bass Album werden soll, sondern sich zwischen den Stilen Breakbeat, Drum & Bass, Reggae und Dub bewegt. Das ganze soll dann mal als Projekt einen eigenen Namen erhalten. Obwohl wir intensiv daran arbeiten, wird es noch eine Weile dauern bis das Album komplett ist. Wenn es soweit ist, wäre es schön wenn alle Welt auf Future Music davon lesen kann...

Drum & Bass mäßig bleiben wir natürlich auch weiterhin am Start und sehen zu, dass wir in feiner Regelmäßigkeit Tunes raushauen. Nach „East of Underground“ ist dann erstmal ein Dubstep-Remix von unserem Tune „Zero Gravity“ auf Have-a-Break Records angedacht.

Dann danken wir fürs Interview und wünschen für die kommenden Projekte viel Erfolg.

Besten Dank auch an Euch.


www.myspace.com/hardedged [2]

Ihr habt Kommentare / Fragen? Diskutiert das Interview im Future Forum [3]!



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   [2] http://www.myspace.com/hardedged
   [3] http://www.future-music.net/forum/showthread.php?t=61920



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