Vor seinem DJ Gig bei der "Can
We Feel It[1]" Party der Flex-EF Crew Anfang November im Centrum in Erfurt
wurde Nu:Tone von MC Amon interviewt. Wie und wann wurdest du mit Drum and Bass zum ersten mal konfrontiert ?
Als Jugendlicher habe ich Funk, Soul und Jazz aufgelegt.
Dann hörte ich mitte der Neunziger die ersten Roni Size, Full Cycle Produktionen
und erkannte einige der Samples die verwendet wurden wieder und identifizierte
mich so relativ schnell mit Drum and Bass.Später auf der Universität
lernte ich John B kennen und startete mit ihm meine erste Radiosendung.
Wie groß war die Zeitspanne zwischen deinen ersten Anfängen als
Produzent und deinem ersten Release?
Mit 16 Jahren, 1992 habe ich angefangen elektronische Musik
zu produzieren und veröffentlichte meine erste Platte 2001 mit 25 Jahren,
also 9 Jahre.
Mein Großvater hat einmal gesagt, daß es sieben Jahre dauert einen
"„Blitzerfolg" zu landen.
Das meiner Meinung nach Anspruchvollste von Drum and Bass Produkionen ist es
der Authentität einer Beatstruktur gerecht zu werden, die von der zeitlichen
Abfolge der einzelnen Hits sehr komprimiert ist und daher viel Liebe für’s
Detail abverlangt. Marcus Intalex meinte, daß der damit verbundene zeitliche
Aufwand viele, junge Talente abschrecken würde.Wie siehst du das?
Ich sehe es als Herausforderung an. Drum and Bass birgt
viele technische Herausforderungen, wobei jeder elektronische Musikstil seine
eigenen Finessen hat.
Hast du noch andere musikalische Projekte?
Ja, ich produziere seit vier Jahren Soulful House unter
dem Namen Danism und habe u.a. auf Defected und Yellow veröffentlicht
Mit welchen "Maschienen" arbeitest du am liebsten?
Mit Rhodes und der Hammond Orgel, den Originalen eben….ich
spiele seit 22 Jahren Piano.
Was glaubst du ist auf der Suche nach ausgefallenen Klängen produktiver-
den Fokus auf einen Synthesizer setzen oder möglichst viele Plug Ins nach
Presets zu durchforsten?
Man kann unglaubliches aus einem einzigen Synthesizer herausholen.Viele
Leute machen den Fehler zu denken möglichst viele Plug Ins brächten
ihnen besondere Klänge, weil jedes Preset auch eine neue Inspiration ist,
aber ich denke, daß einen guten Produzenten u.a. die Fähigkeit mit
wenig Eqipment
außergewöhnliches zu schaffen ausmacht.
Welche Tunes würdest du auf deinem Werdegang als Meilensteine bezeichnen?
"Casino Royal" von DJ Zinc, "Soul In Motion"
von DJ Krust, "When You Gonna Learn" von Jamiroquai und "Fat Poppadaddy"
von Quincy Jones.
Mit welchen MC’s arbeitest du am liebsten zusammen und warum?
Mit SP, Stamina und Wrec! SP hostet sehr gut, bleibt verhalten
und kennt vor allem die ganzen Dubs, die Arrangements und erreicht dadurch ein
optimales Timing. Stamina ist sehr musikalisch, singt sehr gut und hat die Gabe
Melodien zu freestylen, die man gleich releasen könnte.
MC Wrec ist für mich einer der besten Hype-MC’s, der viel mit dem Publikum
arbeitet und trotzdem gefasst bleibt. Wenn du mit Wrec am Start bist, kannst du
dir sicher sein, daß egal wie viel Gäste auch da sind die Party kochen
wird.
Danke, laß uns den Floor anzünden!
Danke auch, here we go!
Interview: MC Amon (November 2005), Fotos: Hoshisun und
Rabauke Ihr habt Kommentare / Fragen? Diskutiert das Interview
im Future
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