Seit dem Tag, als Joe Sircar aka J.MC auf einer Privat-Party im Jugendhaus
des oberfränkischen Wunsiedels vor 13 eher skeptisch dreinblickenden Zuschauern
das erste Mal das SM58 zu Beats jenseits der magischen 120Bpm-Grenze in die Hand
nahm, sind mittlerweile rund sieben Jahre vergangen. Sieben Jahre, in denen es
der heute 26-jährige Sohn deutsch/englischer Eltern in die erste Riege der
Deutschen Drum&Bass-MCs geschafft hat.
Als Mitglied des Münchner „Southern Sessions“ Label- und Veranstalter-Kollektivs,
dem bekanntlich auch DJ Tobestar und DJ Ryan angehören, ist J.MC mittlerweile
zum prominentesten Vertreter der rappenden Zunft aus der Isarmetropole mit Herz
avanciert.
Alleine in den vergangen drei Jahren hostete er mehr als 200 Shows im In- und
Ausland und voicete die Sets von Größen wie Grooverider, Storm, Fabio,
Doc Scott, Matrix, Fierce, Marcus Intalex, Peshay, Zinc, Danny Breaks, J. Majik,
Nightmares On Wax, Die, Bad Company, Alleycat, Suv, Total Science, Future Cut,
Patife, Digital, Klute, High Contrast, Calibre, Mathematics, oder aber Tony Colman,
Decoder, Substance, Kemal, Nu:Tone, DJ Marky usw. Seit 2004 ist er überdies
auch offiziell Resident-MC der Eventreihe „Recycle“ im Berliner Club
Icon. Was viele nicht wissen: Du bist einer der Macher von Europas größten
HipHop-Magazin „JUICE“. Deiner Biografie entnehme ich auch, dass du
über den Rap der frühen Neunziger zum MCing kamst und ursprünglich
mal als Freestyle-MC auf Jams unterwegs warst. Wieviel von dieser HipHop-Attitüde
fließt eigentlich in deine Drum&Bass-Sets ein?
Nun, vor allem die Art und Weise, wie ich meine Lyrics
schreibe, ist definitiv Rap-geprägt. In den letzten zwei Jahren habe ich
quasi ausschließlich themenbezogene 8er und 16er geschrieben, also eher
Song-mäßige Lyrics verfasst. Auch stylemäßig bin ich wohl
eher der Half-, als der Doubletimer. Das liegt zum einen daran, dass ich natürlich
auch privat extrem viel Rap höre, zum anderen aber auch daran, dass wir hier
in München - Drum & Bass-mäßig gesehen - einfach keine Tape-Kultur
haben, wie beispielsweise die ganze Rhein-Neckar-Gegend. Hier kommst du an die
ganzen Live-Tape-Packages von den großen Raves einfach nicht ran!
Wenn ich Drum & Bass höre, dann ist das quasi ausschließlich instrumental.
Das hat natürlich den Vorteil, dass ich mich Rap-technisch von Beginn an
ziemlich autonom entwickelt habe, andererseits geht mir das Auschecken der neuesten
Doubletime-Techniken aus England und all das natürlich schon ab.
Nun unterscheidet sich das Selbstverständnis eines HipHop-MCs ja schon
von dem eines Drum & Bass MCs, oder?
Ja, schon. Zumindest sehe ich das so, dass der Drum &
Bass-MC nicht unbedingt im Mittelpunkt der Musik steht. It’s all about the
DJ. Der MC hostet die Show eher, kündigt Drop Ins und Breaks an, um den Spannungsbogen
zu verstärken und ergänzt die Musik an den richtigen Stellen durch Rhymes.
Das hast du so mit Sicherheit schon tausend Mal gehört, oder? (lacht) Allerdings
gehöre ich tatsächlich eher zu den dezenteren, zurückhaltenden
MCs.
Also eher Stamina als Skibba?
Ach, weiß nicht. Ich stehe einerseits auf sehr lyrische
MCs, die auch mal singen, andererseits fasziniert mich am Rappen immer dieses
Technische. Da will ich mich jetzt nicht festlegen.
Aber tendenziell bist du doch schon eher der Club-Typ und nicht der Raver.
Yep, ich bin schon eher für einen gepflegten Abend
mit Soulful-Vibes in einer netten Club-Atmosphäre, als nur auf die Zwölf
in der Fabrikhalle. Wahrscheinlich liegt das auch an meiner Schwäche für
R&B und Ladys in Manolo Blahniks. Ja, ja, der HipHopper, ich weiß...
(lacht) Ne, im Ernst: Es darf musikalisch gesehen zwischendurch auch ruhig mal
richtig zur Sache gehen, aber auch als MC liegen mir die kleineren Venues mit
Liquid-Bookings einfach eher.
Hostest du eigentlich auch HipHop-Sets?
Ich hab das schon ein paar mal hier und da probiert und
ein paar Sets von befreundeten DJ’s gehostet. Allerdings war das für
mich dann eher zu unbefriedigend, zwischen „In Da Club“ und „Where
The Hood At“ auf Fatman Scoop zu machen. Da beschränkt sich die Arbeit
des MCs ja im wörtlichen Sinne nur auf das hypen. Außerdem finde ich
das Publikum in diesen Blackbeat-Läden immer ein bisschen problematisch.
Aber ich hab schon öfters Mal Sets von Compost-Acts wie Fauna Flash gehostet.
Das fand ich eigentlich ziemlich geil.
Überhaupt finde ich es auch spannend, wenn man mal so ein House-Set hostet,
wie bei den Audio Bullys, zum Beispiel. Die Tage war ich auch mal bei Nathan Fake.
Die Platten auf Boarderline Community finde ich teilweise richtig dope! Allerdings
können einem Techno-Typen nach fünf Uhr auch schon mal richtig auf den
Sack gehen.
... wenn sie zu viele Pillen haben...
Ja, genau. Das ist generell nicht so mein Ding.
Stimmt es auch, dass du vor kurzem sogar mit dem Alkoholtrinken aufgehört
hast?
Vor ziemlich genau einem Jahr sogar. Früher hab ich
mir sonst schon mal am Abend ein, zwei Flaschen Vodka ins Gesicht gestellt.
Auch beim MCing?
Ich befürchte ja. Das musste jetzt mal ein Ende haben.
De facto ist man unter Strom nämlich nicht annähernd so gut am Mic,
wie man es sich vielleicht einbildet.
Die peinlichste Aktion, die dir im Rausch passiert
ist?
Gott sei Dank bin ich auch besoffen ziemlich pflegeleicht.
Ich gehöre also nicht zu den Typen, die Stress anfangen, rumfallen, oder
alles und jeden vollkotzen. Aber ich erinnere mich zum Beispiel an die Nacht,
als ich das erste Mal das Drum & Bass-Tent auf dem Splash gehostet habe.
Ich glaube Ronin und Glacious haben mir da extra noch Vodka angedreht, obwohl
ich definitiv schon bedient war... Jedenfalls musste ich auf dem Weg zurück
zum Parkplatz, wo unser Auto stand, unbedingt die Abkürzung über diesen
Straßengraben nehmen, der sich tagsüber bis zum Anschlag mit Wasser
gefüllt hatte und nun einem überdimensionalen Schlammloch glich. Leider
sollte ich nach meinem Absprung das andere Ufer niemals erreichen. Dafür
sah meine weißer Velour-Tracksuit am nächsten Tag aus wie ein Armeanzug.
Da müssen mindestens zwanzig Leute herumgestanden sein, die mich ausgelacht
haben. Absturz halt.
Wo siehst du persönlich eigentlich deine Schwächen als MC?
Schwierige Frage. Ich glaub, dass ich oftmals zu schnell
von einer Situation abgefuckt bin, die sich nicht ändern lässt. Wenn
das Soundsystem im Club zum Beispiel aus MC-Sicht mal wieder voll fürn Arsch
ist, ich mich nicht über die Monitor-Box höre und quasi blind in den
Raum hinein MC‘en muss, bringt mich das zu leicht aus meinem Konzept. Ich
bin dann erst mal angefräst, anstelle mich damit abzufinden, und meinen Job
durchzuziehen.
Deine Stärken?
Das sollte wohl besser das Publikum entscheiden. Vielleicht
habe ich einfach meistens ein gutes Händchen fürs Timing und weiß,
wann ich einen ganzen Rap-Part bringe und wann ich mich lieber darauf beschränke,
ein, zwei Ansagen zu bringen.
Was gerade die Ansagen betrifft, ist es ja quasi das Dauerthema in den Internet-Foren,
dass man die englischsprachigen MCs aus Deutschland oft kaum, oder gar nicht versteht.
Nicht Wenige fordern deshalb hier zu Lande mehr MCs, die sich ihrer Muttersprache
bedienen und auf Deutsch rappen. Wie stehst du dazu?
Mit meinem englischen Background fällt es mir natürlich
leichter, auf englisch zu reimen, als den meisten Deutschen. Es gibt aber auch
durchaus MCs aus Deutschland, die ihren Job richtig gut machen: Ich glaube zum
Beispiel nicht, dass Marvelous, Soultrain oder Remedy in England ausgelacht werden
würden. Bei vielen Anderen bin ich mir da aber nicht so sicher.
Ich fand das auch ehrlich, was ich kürzlich in einem Interview von Mex-E
gelesen habe, der zum Beispiel einräumt, vielleicht mal hier und da ein wenig
unsicher zu sein, aber dann immer Jungs um sich hat, die ihn da unterstützen.
Das ist ja auch nur normal. Generell sollte man eben ehrlich zu sich selbst sein
und sich überlegen, ob man sprachlich gesehen fit genug ist, um vor einem
DJ aus dem UK in dessen Muttersprache zu rappen. Man darf nicht vergessen, die
verstehen jedes Wort! Und wenn dann nur Elfensprache vom MC kommt, halten die
das im günstigsten Fall vielleicht für einen ostgotischen Dialekt, ansonsten
ist man aber geliefert.
Auch wenn die DJs das nach dem Set der Höflichkeit halber vielleicht nicht
laut sagen, aber spätestens wenn sie zurück im Hotelzimmer sind und
mit ihrer Freundin zu Hause telefonieren, heißt es dann wieder: „Diese
Krauts, diese behinderten Krauts!“. Peinlich. Darum fände ich es auch
gar nicht verkehrt, wenn mehr Leute auf deutsch reimen würden, wie mein Mann
Shoota, zum Beispiel. Ich selbst habe ehrlich gesagt noch ein paar Hemmungen vor
der deutschen Sprache. Mein Respekt also auch an MC
Dragoon[1] oder Sinista, die sich das trauen.
A propos Respekt. Was war das krasseste Kompliment, dass du jemals als MC
bekommen hast?
Puuhh. Ich würde sagen, als Fabio nach unserem Set
meinte, dass er meine Lyrics gediggt hätte. Vor allem diesen einen Verse,
wo ich darüber rappe, wie ich eine Lady im Club angrabe und ihr erzähle,
was ich alles tun würde, um sie zu glücklich zu machen. Ich glaub, dass
ich da schon ziemlich rot geworden bin, zumal ich ja der Welt größter
Fan seiner Radiosendung bin.
Du hast dir selbst den Beinamen „Munich’s Finest MC“ gegeben.
Ich kann mir vorstellen, dass das so mancher MC als Diss auffasst und das man
sich mit solchen Aussagen – einfach gesagt - nicht nur Freunde macht.
Oh ja, da hast du vollkommen Recht. (lacht) Ich glaube
schon, dass es da draußen den ein oder anderen Münchner gibt, der mich
für übertrieben arrogant hält. Aber das ist mir erstmal egal. Zumal
ich diesen Beinamen eher als HipHop-mäßigen Gimmick sehe, denn als
ernste, oder gar persönlich gemeinte Kampfansage an all meine MC-Kollegen.
Klar hat das auch was mit Selbstbewusstsein zu tun, wenn ich mich hinstelle und
claime, die Nummer Eins meiner Stadt zu sein. Aber das heißt natürlich
nicht, dass ich die anderen MC’s disrespektiere. Denn auch wenn ich vielleicht
nicht unbedingt jeden Style digge, bin ich doch eigentlich mit allen cool.
MC Gab von Proton (bei der gleichnamigen Eventreihe war J.MC bis 2003 auch als
Resident-MC tätig, Anm.d.Verf.) ist beispielsweise ein richtig nicer Typ.
Wir haben da immer dieses „Grimassen-Schneide-Ding“ am Laufen! Echt
lustig. Mit Shoota und MC Motive bin ich sogar richtig befreundet. Man darf sowieso
nie vergessen, dass man nicht zwangsläufig den gleichen musikalischen Film
fahren muss, um mit Leuten cool zu sein.
Wo wir schon beim Eingemachten sind: in deinem Interview, was du Anfang des
Jahres für vocalbreath.ch gegeben hast, war an einer Stelle die Rede vom
„Fame Faktor“, an anderer die Rede von deinen Gagen, die nicht immer
ganz deinen Vorstellungen entsprechen...
Ja, stimmt. Ich habe schon mitbekommen, dass das wohl ein
wenig komisch rüber kam. Was den „Fame Faktor“ anbelangt, so
ist das tatsächlich einer der Motoren für mein Schaffen. Dabei liegt
die Betonung übrigens auf „einer“. Ich liebe Musik, kann ohne
sie nicht leben und habe deshalb auch langfristig erst einmal mein Medizin-Studium
auf Eis gelegt, um mich als Musikjournalist bzw. als MC zu verwirklichen. Viele
Grüße an dieser Stelle übrigens an Dragoon! (lacht) Aber natürlich
liegt dieser Entscheidung, mich bewusst einem größeren Publikum zu
präsentieren, auch ein gewisses Bedürfnis nach Fame zu Grunde. Dieses
Gefühl wird wohl jeder Rapper kennen. Das ist nunmal Teil des MC-Daseins,
oder wie ich das glaube ich formuliert hatte, ein Teil dieses HipHop-Denkens.
Graftitti-Artists gehen ihrer Passion z.B. auch aus ähnlichen Beweggründen
heraus nach. Die wollen auch mit ihren Tags „all city“ sein, weißt
du? Was das Statement zu Gagenvorstellungen anbelangt, ist das wohl aus dem Zusammenhang
gerissen worden. Ich habe das ja nicht nur auf mich bezogen, sondern auch Allgemein
gemeint.
Auf die Frage, was mir spontan zur Deutschen Szene einfallen würde, habe
ich soweit ich mich erinnere, als erstes mit Clubsterben geantwortet. Das liegt
bei den Hiobsbotschaften über die Schließung vom Phaze Club und Tease’s
Partyreihe im Alten Zollamt (J.MC war in beiden Venues selbst mehrere Male zu
Gast, Anm.d.Verf.) auch nahe. Was das mit der Gage anbelangt, kam mir in diesem
Moment wohl das Gespräch mit Ryan wieder hoch, dass ich gerade zuvor aufgrund
der Booking-Situation für die Festival-Saison 2005 geführt hatte. Es
ist doch so, dass bei allen größeren Festivals immer zuerst am Etat
des Drum & Bass-Floors gekürzt wird. Wenn du dann dort spielen willst,
bekommst du als MC vielleicht gerade mal die Fahrtkosten und einen warmen Fünfziger
drauf. Verglichen mit den Gagen im House- oder Techno-Sektor ist das lächerlich
wenig. Ich weiß natürlich auch, dass diese Subgenre einfach auch ein
größeres und somit auch liquideres Publikum ziehen, aber trotzdem läuft
da irgendwas schief.
Überhaupt scheinen sich gerade im Drum & Bass-Bereich die MCs bei ihren
Gagenvorstellungen regelrecht zu unterbieten. Klar laufen die Clubs nicht gut,
aber wenn die Preisspirale so nach unten gedrückt wird, fordern wir die Promoter
als MCs ja fast schon heraus, unseren Wert immer weiter zu senken. Ich weiß,
das ist eine komplizierte Kiste und zu jedem Beispiel lässt sich wahrscheinlich
ein Gegenbeispiel finden. Wie gesagt, schwieriges Thema.
Es gibt ja durchaus Leute, die der Meinung sind, dass du mittlerweile schon
in Berlin wohnst...
Ja, das höre ich von Metro auch immer. (lacht) Das
liegt wohl daran, dass ich dort ziemlich oft beruflich unterwegs bin. Außerdem
bin ich ja noch im Icon Resident.
Genau. Wie würdest du die Drum & Bass-Szene der Hauptstadt denn beschreiben.
HipHop-wise kommen von dort ja seit langem die größten Impulse.
Berlin ist natürlich immer geil. Meine Schwester wohnt
dort und wenn ich mal wieder zu Besuch bin, ist erst einmal amtlich Aufkochen
angesagt. Der verrückte Auflaufspaß, Tandoori Chicken, das volle Programm.
In meiner beschissenen kleinen 20qm-Wohnung in München ist eben kein Platz
für eine richtige Einbauküche. Mal ganz davon abgesehen, dass es sich
für meine Miete von knapp 400 Euro in Berlin ganz anders leben ließe.
Egal.
Mittlerweile habe ich mich in Berlin jedenfalls mit ziemlich vielen Leuten angefreundet:
Da gibt’s natürlich MC Mace, Jamie Whyte, Emisz, Darklord, Lars, Pamela,
Vern und die ganze Clique aus dem Icon. Dann natürlich Metro und Apollo.
Santana ist cool. Und die Jungs von Urban Jungle, bei denen immer extrem smoothe
Radio-Sessions und Grillen auf dem Balkon geht. Musikalisch geht natürlich
auch einiges! Denk nur mal an die krassen Bookings im Watergate[2]
und im Icon. Leider scheint der Trend aber dahin zu gehen, dass die Massive nur
noch mit Dumpingpreisen für Bier und mit freiem Eintritt zu locken ist. Wo
sind denn sonst die Leute bei einer Hospitality, oder bei einem Doc Scott? Da
müssten die Läden doch aus allen Nähten platzen!
Es kommt mir auch oft so vor, als würde zu bereits etablierten Partyreihen
ohne Rücksicht auf Verluste eine Gegenveranstaltung gestartet. Oder verpeilen
es die Promoter einfach? Dagegen klappt es in München mit der Kommunikation
eigentlich ganz gut. Wahrscheinlich auch Dank unseres eigenen, lokalen Internet-Forums
auf drumnbass-munich.net[3].
Gerade für dich als MC, der ja eher die soulfulle Spielart des Drum &
Bass bevorzugt, wäre es doch der nächste konsequente Schritt, sich auf
Platte zu verewigen, oder?
Klar. Genau mit diesem Thema beschäftige ich mich
ja auch schon seit einer ganzen Weile. Leider mangelt es mir aber schlichtweg
an der nötigen Zeit, um dieses Ziel so zu verfolgen, wie ich es gerne würde.
Jedenfalls habe ich erst kürzlich ein paar kleine Sachen für unseren
Southern Sessions Newcomer M-Tech (German DMC Champion 2002, Anm.d.Verf.) und
Henree von Tatort aus Köln eingesungen. Und ehrlich gesagt hat es mich besonders
bei Letzterem gefreut, dass er Interesse an meinen Vocals bekundet hat. Schließlich
halte ich ihn neben Syncopix auch für einen begnadetsten Producer aus Deutschland.
Siehst du Deutschland auf diesem Gebiet denn mittlerweile als konkurrenzfähig
zu den Acts aus dem UK?
Als ich Syncopix vor ein paar Wochen auf der Hospitality
im Herbal in London spielen sah, sind die Leute jedenfalls zu seinen Tunes ausgerastet...
Und nur als Beispiel: Noisa kommen ja auch nicht aus Manchester, oder? Was ich
sagen will ist, dass Rest-Europa, wir hier in Deutschland im Speziellen, auf einem
guten Weg sind, produktionstechnisch mit den Engländern auf einer Ebene zu
spielen. Was das MCing anbelangt, kommen meiner Meinung nach die wichtigen Impulse
allerdings immer noch aus England. Leute wie MC Darrison schauen sich ihre Gimmicks
und Trademark-Shouts wiederum übrigens bei Leuten wie den Diplomats aus Harlem,
oder Raggae-Acts aus Jamaika ab.
So bitet also jeder jeden?
(lacht) Nun ja, „interpretiert“, wäre
wahrscheinlich das passendere Wort. www.southernsessions.com[4]
Interview: the rage of simon (Juni 2005), Fotos: HH183 Ihr habt Kommentare / Fragen? Diskutiert das Interview
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