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Drum & Bass Bundesliga Finale @ Brainklub, Brainschweig




Veranstaltung: Drum & Bass Bundesliga Finale  
Datum:   02.07.2010  
Location:   Brainklub  
Stadt:   Braunschweig  
Teams:   1. FC DnB Kompressor Köln feat. Kolt Siewerts, J-Cut, Rascal Emcee
Breisgau Bombers feat. Enea, DJ Netto, MC Fava
hosted by Ly.da´Buddah Vorfelder & Mystic Zwanziger Dan
 


Bilder vom Drum & Bass Bundesliga Finale findet Ihr in der Gallery [1]

Review von Lyde Buddah

Der "1. FC DnB Kompressor Köln" hat zum zweiten Mal den Meistertitel der deutschen Drum and Bass Bundesliga gewonnen. In der Hitzeschlacht, im Dampfdruckkessel von Braunschweig, bezwangen die Köllschen Jecken die Breisgau Bombers mit 4: 3.

Gefühlte 50 Grad auf der Tanzfläche, flirrende Hitze, stehende Luft. Alles egal, wenn das Finale der Drum and Bass Bundesliga ansteht. Die Massive strahlte, schrie und jubelte im Brain-Hexenkessel am Bruchtorwall. Der Dresscode, kurz, knapp, sportlich und jede Menge Jägermeister für den Kreislauf. Vor Beginn des spannend erwarteten Spiel wurde mit dem obligatorischen Münzwurf bestimmt, wer die Party anstoßen sollte.

Die "Breisgau Bombers" durften die erste Runde "DJ vs DJ" ankicken. Die beiden Offensivkräfte Enea und DJ Netto dribbelten sich auf Plattenspielern und CD Playern aufopferungsvoll bekannte Hits zu und wussten mit technisch sicheren Mixen das Publikum zu begeistern. Die Kölner konterten mit ebenso schneller Liederzirkulation und entschärften damit die starke Waffe der Freiburger Mannschaft. Der Kapitän Kolt Siewerts machte die Räume extrem eng und sein Sturmpartner Jay Cut den Sound besonders laut. Die Zuschauer feierten das durchschnittliche erste Drittel und vergaben den ersten Siegespunkt an die Gaußböcke.

In der zweiten Runde mussten die MCs gegeneinander antreten. MC Fava fiel in der Vorbereitung schon durch enormes Forechecking beim Kräuterschappes auf und attackierte dementsprechend hochmotiviert seine Gegner mit lyrisch hörenswerten Fallrückziehern. Jetzt rückte sein Gegner Rascal Emcee ins Rampenlicht, der den Vorsprung seines Teams unbedingt ausbauen wollte. Mit heftigem Doubletime Sprechgesang schlug er bis zur Hälfte seiner Spielzeit eine Bogenlampe an die Latte, um danach mit einfachem "Party, Party" Gebrüll das Leder im Netz zu versenken. Mit einer knappen Zuhörerentscheidung und der Jurywertung stand es vor der entscheidenden Runde 3 : 2 für Köln.

Nun kam die Zeit für die Chefstrategen, den Sieg nach Hause zu bringen. Die Freiburger DJs stürmten back to back, mit gekonnten Doppelpässen und MC Fava traf mehrfach den Innenpfosten. Auch der "1. FC DnB Kompressor Köln" verstand die so genannte Tiki-Taka Technik, bei der mit nur einem Kontakt die Mixe hin- und hergeschoben werden. In einer speziellen Glanzleistung, lief der Knipser Kolt mit einem Remix von dem selbst produzierten "Flute Tune", wie Moses durch die Verteidiger in den Strafraum, um den Ball hinter die Linie zu nageln. Dieser geniale Schlusspunkt war vielleicht die ausschlaggebende Situation in einem brutal knappen, aber fair geführten Endspiel.

Mit dem offiziellen Ergebnis von 4 : 3 haben sich die rheinischen Frohnaturen am Ende durchgesetzt und können stolz zum zweiten Mal den Meistertitel mit nach Hause nehmen. Nach der Pokalvergabe fielen alle Spannungen von den Beteiligten ab und es wurde hemmungslos bis in die späten Morgenstunden weitergefeiert.



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