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Mainframe feat. Andy C + MC Sinista @ Arena, Wien


Veranstaltung: Mainframe  
Datum:   17.09.2005  
Location:   Arena  
Stadt:   Wien  
DJs:   Andy C, Combo, DisasZt, Gebain  
MCs:   Sinista, Davox


Bilder von "Mainframe" findet Ihr in der Gallery [1]

Review von combo

"The Executioner returns", so der viel versprechende Untertitel des mittlerweile zum festen Bestandteil der Wiener D’n’B Szene etablierten Mainframe. Dass dieses Versprechen einigem standhalten musste, wird mir wohl jeder bestätigen, der bereits das Vorjahresmassaker von Andy C in der Arena miterlebt hat. Die bereits um 21.30h (Entry @ 22h) gut zehn Meter lange Schlange vor dem Einlass, resultierte aus der Vorfreude wohl genauso wie an den Befürchtungen vieler, nicht mehr hineinzukommen (aufgrund massiver Platzprobleme im Vorjahr traf dieses Schicksal leider einige). Aber auch wenn die Schlange vor der Kassa bald universitäre Formen annahm (was die zuvor erwähnten Befürchtungen natürlich keineswegs verringerte), hinein kam dann doch noch jeder.

Und das machte sich auch recht schnell im inneren der Arena bemerkbar, wo Gebain die Neuankömmlinge bereits mit einem sehr erfrischenden Dubstep Set begrüßte und sofort auf die Tanzfläche lockte.

Von den Massen genauso überrascht wie geschockt, führte mich der erste Weg dann gleich mal Backstage, wo ich auf Sven aka MC Sinista und zwei andere Freunde stieß, die sich bereits sichtlich gut gelaunt aufwärmten und mich mit drei Flaschen Sekt erwarteten. Dass wir dann gleich mal die erste Flasche köpften, lag nicht nur an der Vorfreude auf Andy C, sondern auch daran, dass wir meinen B-Day feierten (und das weit ausgiebiger als geplant, wie ich später noch merken sollte..!).

Nach gut zwei Flaschen Sekt, einigen sehr netten Gesprächen und einer relativ spontan geplanten Reise nach Mannheim aufs Kings of Jungle, wurde es auch schon Zeit für mich, Gebain hinter den Decks abzulösen, und die für diese Uhrzeit wirklich unglaublich volle Halle auf den Executioner einzustimmen.

Dass ich für die nächsten zwei Stunden soviel Spaß wie schon lange nicht mehr beim mixen hatte, lag zum Einen an der Wahnsinnscrowd (Respekt an alle jene, die sich in dieser Menge ihren Platz zum Tanzen erkämpften!!), und zum Anderen daran, dass meine Geburtstagsgratulanten mich auch weiterhin mit Sekt (und was weiß ich noch..) versorgten…big up mates!!
Als dann auch noch MC Davox und Sinista die Bühne betraten und ans Werk gingen, war die Stimmung am Überkochen, und die Menge schien endgültig bereit für den wohl am meisten herbeigesehnten Moment des Abends zu sein.

Und da war es auch schon soweit, Andy C betritt die Bühne, bereitet seinen bis zum Rand mit Dubplates gefüllten Plattenkoffer (welcher zugegebenermaßen doch ein wenig Neid aufkommen lässt..) vor, und ich übergebe ihm mit lautstarker Unterstützung von Sinista und Davox die Turntables.

Der Anblick, der sich einem ab diesem Zeitpunkt bot, lässt sich nur schwer beschreiben, und zeigte sehr eindrucksvoll, dass der Hype um Andy C nicht unberechtigt ist. Und spätestens nach seinem Intro, bestand auch kein Zweifel mehr daran, dass er nicht grundlos beinahe jedes Jahr bei den Knowledge Awards zum Best DJ gevoted wird, und es im vorigen Jahr sogar auf Platz 26 des jährlichen DJ Mag Poll schaffte.
Andys perfektes Mixing gepaart mit einer unglaublichen Bühnenshow der beiden MC’s und den wie immer lobenswerten Stylisticz Visuals (big up to Mad und Denise!!), ließ der tobenden Crowd genauso wenig Zeit zum Luft holen, wie Platz zum tanzen.
Gut zwei Stunden und etwa 50 Floor-Smasher später war das eingangs erwähnte Versprechen mehr als eingelöst, und Andy C ließ keinen Zweifel daran aufkommen, dass er sich die Latte für seine Sets gar nicht hoch genug legen kann (wie einige nach der letzten Party vermuteten)!

Danach übernahm DisasZt die unersättliche (und nicht im Geringsten kleinere) Menge, um ihr mit einem wie immer soliden Set weiter einzuheizen. Dass er diese nach einer knappen Stunde wieder an mich übergab, war für mich genauso erfreulich wie verwunderlich.
Was mich jedoch noch viel mehr verwunderte, war der Fakt, dass um diese Uhrzeit noch immer volle Sektflaschen existierten, und gewisse Personen noch immer genug Energie hatten, mich mit selbigen zu versorgen, was jedoch den Spaßfaktor ins Unermessliche steigerte.
Dass dies nicht die einzigen Personen mit genügend Energiereserven waren, zeigte sich an der Crowd, die sich um 6h noch etwa genauso dicht drängte wie um 00h, wodurch es umso mehr Freude bereitete, zehn Minuten nach dem endgültigen Ende verdientermaßen noch einen last tune zu droppen (first time ever.!).

Damit war’s dann aber leider wirklich vorbei, und es blieb nur die Vorfreude auf das nächste Mal, und eine kleine aber feine After-Hour auf der benachbarten Tankstelle (Kakao und Kipferl massive inside!!).

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