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Future Winter Session - 5 years anniversary


Veranstaltung: Future Winter Session - 5 years anniversary  
Datum:   23.12.2000  
Location:   MS Connexion  
Stadt:   Mannheim  
DJ's:   Bryan Gee, JJ Frost, Grooverider, Soulsurfer, E.Decay, Jan Sirup, Tobi, Jonathan, Imagination D, Nevis T  
MC's:   5ive-0, Warren Gee, Killer Bee, Shadowhunter


Bilder von der "Future Winter Session" findet Ihr in der Gallery [1]

Review #1 von Thomas Matuschek

Wir kamen um ca. 23.00 im Connexion an und waren überrascht, dass die Schlange am Open-Air-Zelt-Eingang glücklicherweiße nicht zu lang war. Allerdings waren auch die 15 Minuten, die wir gewartet haben saukalt. Die Securites (von 'Alert') waren recht nett, was aufgrund einiger Fehlgriffe seitens Veranstalter in den letzten Wochen hier hervorzuheben ist!

In der Kolbenhalle dann erstmal das Drumherrum gecheckt: auffallend gute Deko (Future-Banner, Weihnachts-Deko, Styropor-Schnee auf Boden, fette Lightshow); auch Timetables hingen genügend aus. Neben den Timetables hingen Hinweise der Future-Crew aufgrund des Wetters am Morgen doch bitte vorsichtig nach Hause zu fahren - cool!

Das Soundsystem war so ausgerichtet, dass es direkt auf dem Dancefloor richtig laut war, man sich aber sonst noch einigermaßen unterhalten konnte. Im hinteren Bereich der Halle waren 2 Merchandising-Stände untergebracht, wo die Leute sich Tape-Packs, Poster und T-Shirts kaufen konnten. Die Getränkepreise waren gewohnt (hoch). Allerdings macht offensichtlich das Connexion die Preise und nicht die Party-Veranstalter. Während der ganzen Nacht liefen Leute durch die Menge, um kostenlos Obst (Orangen, Pfirsische, ...) und Sweets zu verteilen.

Auf dem Mainfloor legte zuerst Delirium-Dealer Soulsurfer auf, der von MC Killer Bee und MC Shadowhunter(?) unterstützt wurde und von Jan Sirup abgelöst wurde. Spätestens jetzt war die Stimmung richtig gut.

Pünktlich um 02.00 h war es dann Zeit für Mr. Bryan Gee, MC 5ive-O und MC Warren Gee ("I say Bryan - you say Gee, Bryan - Gee, Bryan - Gee"). Bryan droppte seinen gewohnt roughen V-Style wobei schon die ersten 2 Tracks ge-rewinded wurden. MC 5ive-O sah mit seiner spacig gelben "Scheinwerfer-Brille", an der links und rechts 2 Maglights befestigt waren, ziemlich lustig aus.

Jumpin' Jack Frost war als nächster an der Reihe und legte ruhigere, vocal-lastige Sachen auf - sehr angenehm. MC 5ive-O gesellte sich samt Micro häufig mitten in die tanzende Menge. Als dann unzählige Wunderkerzen unter den Tanzenden verteilt wurden, bot sich einen ein wunderschönes Bild.

Auf dem Oldskool-Floor in den krass heissen Katakomben des Connexion sorgten Locals wie Imagination D und Nevis-T die ganze Nacht über für 'Those were the Dayz'-Erinnerungen. Auf dem 21st Century Sound Floor sorgten Jonathan und Tobi für entspannte Beats.
Zurück auf dem Main Floor war es um 05.30 h Zeit für mighty mighty Grooverider, der das Haus noch mal richtig rockte und viele unbekannte Tracks droppte.

Den Abschluß auf dem Main Floor besorgte der E.Decay, der auch einige fette Dubplates, die bei der Zusammenarbeit mit MC Navigator entstanden sind, spielte.

Resume: Fettes Comeback von Future. Die Aussage 'Liebe zur Musik und zu den Gästen' wurde voll bestätigt: Beste Deko seit langem! Aber bitte das nächste Mal ein etwas anderes 'Klo-Konzept'. Denn (zumindest die Männer-Klos) waren schon um 0.00 h totaaaaal versüfft.


Review #2 von RobX

In eisiger Kälte und ziemlich dicken Nebel stapften wir an diesem Abend um kurz nach 0 Uhr in Richtung Eingang des Connexion. Draußen war Gott sei Dank nicht viel los, so dass wir gleich drin waren ohne uns den Hintern abzufrieren. Die Kälte und der Nebel waren vielleicht auch der Grund dafür, dass die Veranstaltung nicht ganz so stark besucht war wie man vielleicht vermutet hätte.

Drinnen drehte gerade Bryan Gee das Vinyl auf dem Teller. Das was ich von ihm gehört habe war ziemlich gut, allerdings war dies nicht allzu viel, da ich erst mal rumlief und mir alles anschaute.

Über eine superenge Treppe (Dauerstau) ging's runter in die Katakomben zum Old School Floor. Hier wurden den ganzen Abend die guten alten Breakbeat - Klassiker aus vergangenen (Milk!)-Zeiten gespielt. Wirklich schön anzuhören, ich musste aber feststellen, das mir die alten Tracks aus heutiger Sicht fast ein bisschen zu langsam vorkamen, und so richtig tanzen konnte ich auch nimmer drauf.

Im Schwarz-Gelb-Floor war auch nicht so arg viel los. Um diesen zu finden bedurfte es allerdings auch einigen Forschungsdrangs, da dieser ziemlich versteckt und nur über eine Treppe (durch eisige Kälte) im hintersten Winkel des Connexion zu erreichen war. Hatten man ihn aber erst einmal erreicht, stand man in einem sehr warm und hell dekorierten Raum, und die Ohren wurden mit chilligem Drum & Bass verwöhnt.

Wie die meisten hielt ich mich allerdings hauptsächlich in der Kolbenhalle auf, die ziemlich gut gefüllt war und wo die Post abging. Auch hier waren einige nette Dekos angebracht wie z.B. Spinnennetze an der Wand oder Tücher an der Decke. Jumpin' Jack Frost löste Bryan Gee dann gegen 2h vom DJ-Pult ab. Auch das, was ich von seinem Set mitbekomme habe war echt gut. Es gab ein paar aktuelle Jungle Hits zu hören, die mir auch schon von der letzten Party im Connexion bekannt waren. Das Ende seines Sets war dann vielleicht ein bisschen zu low, aber insgesamt ein cooles Set.

Danach folgte um 3.30h mein absoluter Favourit an diesem Abend: Grooverider ! Als er anfing war die Tanzfläche innerhalb von Minuten am kochen. Böse, dunkle Sounds aus den tiefsten Tiefen der Darkside gemischt mit harten, aggressiven Breaks ließen die Leute die nächsten 90 Minuten voll ausrasten. Echt geil!

Um 5 Uhr startete dann der Local Hero E. Decay. Er begannt sein Set ein wenig anders: Tracks mit schnellen Bassläufen in die ab und zu einige Acid-Quietscher eingestreut waren. Kam auch cool. Gegen Ende seines Sets hörte man dann wieder mehr den altbekannten Sound.

Obwohl es schon relativ leer war ging es bei ihm trotzdem noch ganz gut ab bis pünktlich um 6h das Licht anging. Das Connexion war an diesem Abend wie gesagt nicht ganz so voll wie man es vielleicht erwartet hätte, trotzdem gab es zeitweise weiter vorne ein ziemliches Gedrängel. 39 DM Eintritt war auch schon ein stolzer Preis, aber aufgrund der großen Namen, die sich an diesem Abend den Tonarm reichten wohl gerechtfertigt.

Nach meinem Geschmack gab's ein bisschen zu viele Rewinds an dem Abend. Rewinds sind zwar cool, wenn aber bei manchen Stücken ein 5-minütiges Flächenintro kommt bevor es endlich abgeht, dann steht man bei einem Rewind erst mal 10 Minuten rum bis es wieder was zum tanzen gibt. Im Gegensatz zu anderen Events im Connexion flogen fast keine Flaschen oder Gläser auf dem Boden rum. Entweder sind die Jungle People umweltbewusster oder einfach nur knapper bei Kasse (Pfand) ;o)

Auf jeden Fall ein echt geiles Event, und ich denke das MS Connexion hat sich wieder mal als Jungle-Stützpunkt der Region bewährt.

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