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Alt 29.08.2011, 08:02   #2
mR_BLACk
Gold Head
 
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moin erstmal!
ich benutz zwar weder reason noch ableton (mir macht fl studio am meisten spass ) aber ich will versuchen dir ein paar deiner fragen zu beantworten. leider hast du nicht angegeben, was das ziel deiner musiker-karriere sein soll - hobby-bedroom-freak oder angehender popstar a la pendulum und co... sprich solls richtig geld geld kosten? als anfänger sollte man sich das gut überlegen...

zu deinen fragen:

1. wenn dir reason gefällt, um musik zu machen, dann mach mit reason weiter! jeder hat doch nen eigenen geschmack was das angeht. jedes programm (reason, ableton, fl studio, cubase, logic usw.) hat seine vor- und nachteile, darüber gibts immer endlose diskussionen -> z.b. hier oder hier oder hier. letztendlich zählt, was DIR am besten passt. gibt von sämtlichen programmen demoversionen zum runterladen, wenn du dir nicht sicher bist welches programm du willst - alle mal antesten und dir ne eigene meinung bilden

2. ein midi-keyboard find ich persönlich wichtig, um mal ne melodie einzuspielen, an nem poti zu drehen oder die drums von hand zu setzen. gibt aber auch leute, die ganz ohne keyboard alles mit der maus machen - ist wieder geschmackssache, aber prinzipiell ist ein keyboard sinnvoll.
===>sowas sollte für den anfang eigentlich ausreichen.

3. die rückansicht ist eine funktion, die es so nur in reason gibt und ein gewisses flair verbreitet, als ob man ein fettes rack voll hardware zu hause stehen hat. da muss man die effekte und soundgeneratoren untereinander verbinden und so einen signalweg schaffen, durch den dein sound/sample laufen soll um am ende so zu klingen wie du es dir vorstellst. also zum beispiel vom ausgang des sampleplayers zum eingang des halleffektgeräts, von dessen ausgang dann zum eingang des distortioneffekts und von dessen ausgang dann in den eingang des mixers. die reihenfolge der effekte hat direkte auswirkungen auf den sound, der am ende im mixer rauskommt. tutorials zu dem verkabelungs-salat gibts zuhauf, z.b. auf youtube findest du alles was man wissen muss.

4. gibts zuhauf im netz -> z.b. hier
google ist dein freund

5. je moderner der rechner, um so mehr echtzeit-effekte kannst du benutzen. die effekte sind zum teil sehr resourcenhungrig, cpu-power ist da nie verkehrt. 64-bit system find ich da nicht ganz so wichtig, das hat eher auswirkungen auf die größe des arbeitsspeichers, mit 2gb ram kann man auch schon gut arbeiten - und die gibt auch ein 32-bit system her. generell gilt aber - je mehr desto besser.

6. http://www.bestservice.de/ oder http://www.loopmasters.com/ oder http://www.thomann.de/de/soundlibraries.html oder oder oder...

am besten aber selbermachen, bei reason und allen anderen programmen sind synthies mit dabei um seine eigenen sounds zu basteln.
ausserdem gibts TONNENWEISE samples für lau im netz.

7. für den anfang reichen gute kopfhörer, wenn du aber ambitioniert bist und irgendwann was veröffentlichen willst, solltest du schon über ein paar amtliche monitore nachdenken. auch da gehen die meinungen weit auseinander, welche da die besten sind. einfach in den laden des vertrauens gehen und sich verschiedene modelle selber anhören, erst dann ne kaufentscheidung treffen.

8. für den hobbygebrauch reicht schon ein onboard-soundchip, willst du aber wirklich mucke machen, kommst du um ne vernünftige soundkarte nicht drumrum. dir wird sicherlich beim rumspielen in reason aufgefallen sein, das mit onboardsound immer eine gewisse verzögerung zwischen tastendruck und dem erschallen des sounds liegt, die sogenannte latenzzeit. diese wird mit ner ordentlichen soundkarte wesentlich verkürzt, ausserdem bekommst du mehrere ein- und ausgänge und eine wesentlich bessere soundqualität als mit nem onboard-chip.

9. die songstruktur ist bei drum&bass eigentlich immer gleich (vor allem damit es der dj einfacher hat beim auflegen):
intro->drop 1->mainpart 1->break->drop 2->mainpart 2->outro

der drop ist der moment wenn der subbass einsetzt - der zentrale moment eines dnb-tracks. auf den musst du hin arbeiten, intro und break sollten sich bis zum drop "aufschaukeln" (z.b. snarewirbel usw.) um dann den subbass zusammen mit den drums so mächtig wie möglich reinhauen zu lassen...

hoffe mein gefasel hilft dir irgendwie weiter...

und nun viel spass beim rumschrauben!
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Geändert von mR_BLACk (29.08.2011 um 08:07 Uhr)
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