Injure
12.11.2002, 16:16
Washington (dpa) - Im US-Verteidigungsministerium laufen
Bemühungen, ein gigantisches System zur weltweiten Überwachung des
Internets einzurichten. Der Chef der «Informationsabteilung» im
Pentagon, John Poindexter, erklärte in einem am Dienstag
veröffentlichten Interview der «Washington Post», Ziel sei es, die
Spur von Terroristen überall hin verfolgen zu können.
Dazu will das Pentagon nach Informationen der Zeitung Zugriff zu
Datenbanken in der ganzen Welt erhalten. Das Überwachungssystem würde
dann systematisch Millionen von Datenpaketen durchschnüffeln und so
Kreditkartenabrechnungen, verdächtige Reiseaktivitäten oder
ungewöhnliche Arzneimittelverschreibungen wie etwa zur Behandlung von
Milzbrand aufdecken.
«Wir können die Terroristen nur finden und ihnen zuvorkommen, wenn
wir ihre Spur verfolgen», sagte der frühere nationale
Sicherheitsberater. Er betonte, es würden noch Jahre vergehen, bis
die Technologie entwickelt sei, um derart riesige Datenmengen zu
filtern, so Poindexter weiter. Kritiker merkten an, die US-Regierung
werde es sicher schwer haben, für ein solches Überwachungsprogramm
die Zustimmung befreundeter Staaten einzuholen.
Doch die Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren. Poindexters
Abteilung verfügt über einen Jahresetat von 200 Millionen Dollar, und
erste Großaufträge zur Entwicklung der Schnüffelsoftware wurden schon
vergeben. Nach Informationen der «Washington Post» berät Poindexter
auch die Nationale Transportsicherheitsbehörde bei der Entwicklung
eines Programms, um verdächtige Passagiere aufzuspüren.
dpa tm xx cro
121544 Nov 02
die haben ja wohl total einen an der waffel!
Bemühungen, ein gigantisches System zur weltweiten Überwachung des
Internets einzurichten. Der Chef der «Informationsabteilung» im
Pentagon, John Poindexter, erklärte in einem am Dienstag
veröffentlichten Interview der «Washington Post», Ziel sei es, die
Spur von Terroristen überall hin verfolgen zu können.
Dazu will das Pentagon nach Informationen der Zeitung Zugriff zu
Datenbanken in der ganzen Welt erhalten. Das Überwachungssystem würde
dann systematisch Millionen von Datenpaketen durchschnüffeln und so
Kreditkartenabrechnungen, verdächtige Reiseaktivitäten oder
ungewöhnliche Arzneimittelverschreibungen wie etwa zur Behandlung von
Milzbrand aufdecken.
«Wir können die Terroristen nur finden und ihnen zuvorkommen, wenn
wir ihre Spur verfolgen», sagte der frühere nationale
Sicherheitsberater. Er betonte, es würden noch Jahre vergehen, bis
die Technologie entwickelt sei, um derart riesige Datenmengen zu
filtern, so Poindexter weiter. Kritiker merkten an, die US-Regierung
werde es sicher schwer haben, für ein solches Überwachungsprogramm
die Zustimmung befreundeter Staaten einzuholen.
Doch die Vorbereitungen laufen bereits auf Hochtouren. Poindexters
Abteilung verfügt über einen Jahresetat von 200 Millionen Dollar, und
erste Großaufträge zur Entwicklung der Schnüffelsoftware wurden schon
vergeben. Nach Informationen der «Washington Post» berät Poindexter
auch die Nationale Transportsicherheitsbehörde bei der Entwicklung
eines Programms, um verdächtige Passagiere aufzuspüren.
dpa tm xx cro
121544 Nov 02
die haben ja wohl total einen an der waffel!