Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Christian Klar


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Kim
26.02.2007, 19:48
"Niederlage der Pläne des Kapitals", "imperiales Bündnis", "Rechte der Massen": Der frühere RAF-Terrorist Christian Klar hat sich in einer Grußbotschaft an die Teilnehmer der Rosa-Luxemburg-Konferenz gewandt. Hier der Wortlaut.




Liebe Freunde, das Thema der diesjährigen Rosa-Luxemburg-Konferenz "Das geht anders" bedeutet - so verstehe ich es - vor allem die Würdigung der Inspiration, die seit einiger Zeit von verschiedenen Ländern Lateinamerikas ausgeht. Dort wird nach zwei Jahrzehnten sozial vernichtender Rezepte der internationalen Besitzerklasse endlich den Rechten der Massen wieder Geltung gegeben und darüber hinaus an einer Perspektive gearbeitet.

Aber wie sieht das in Europa aus? Von hier aus rollt weiter dieses imperiale Bündnis, das sich ermächtigt, jedes Land der Erde, das sich seiner Zurichtung für die aktuelle Neuverteilung der Profite widersetzt, aus dem Himmel herab zu züchtigen und seine ganze gesellschaftliche Daseinsform in einen Trümmerhaufen zu verwandeln. Die propagandistische Vorarbeit leisten dabei Regierungen und große professionelle PR-Agenturen, die Ideologien verbreiten, mit denen alles verherrlicht wird, was den Menschen darauf reduziert, benutzt zu werden.

Trotzdem gilt hier ebenso: "Das geht anders". Wo sollte sonst die Kraft zu kämpfen herkommen? Die spezielle Sache dürfte sein, dass die in Europa ökonomisch gerade abstürzenden großen Gesellschaftsbereiche den chauvinistischen "Rettern" entrissen werden. Sonst wird es nicht möglich sein, die Niederlage der Pläne des Kapitals zu vollenden und die Tür für eine andere Zukunft aufzumachen.

Es muss immer wieder betont werden: Schließlich ist die Welt geschichtlich reif dafür, dass die zukünftigen Neugeborenen in ein Leben treten können, das die volle Förderung aller ihrer menschlichen Potentiale bereithalten kann und die Gespenster der Entfremdung von des Menschen gesellschaftlicher Bestimmung vertrieben sind.

C-Wee
26.02.2007, 19:55
Was für ein Dreck. :puke: Grade Lateinamerika als Beispiel - als ob Chavez die heilige Lichtgestalt wäre, die alles für das verarmte Proletariat tut. Kotzen könnte ich, wenn ich so eine Scheisse lese. :no: Und als ob Kommunismus/Sozialismus jemal in irgend einer real existierenden Form was dafür getan hätten, die "volle Förderung aller menschlichen Potentiale" voranzutreiben.


Was für ein verblendetes A********.


Edit: Ach so: Quelle?

platypusmusic.cn
26.02.2007, 20:29
wer sich ernsthaft an die Rosa-Luxemburg Konferenz wendet ist nicht ganz klar, da gibt ausser am Buecher- und Bockwurststand absolut nichts zu holen. Als Entschuldigung mag dienen, dass Klar nicht persoenlich zugegen sein kann um sich ein Bild zu machen.

Der Fingerzeig auf Lateinamerika geht nach Venezuela und Bolivien, ist fuer mich genausowenig wie Kuba sozialistisch, aber immerhin entziehen die Regierungen dort den internationalen Konzerne die totale Kontrole ueber gesellschaftliche Prozesse. (z.B. Verstaatlichung der Oelindustrie in Venezuela und der Gasfoerderung in Bolivien, Gewinne bleiben im Land und werden investiert vor allem in Bildung fuer alle Schichten), 100x besser als der Ausverkauf so vieler anderer Laender ist das allemal und die Frage der geselleschaftlichen Verteilung des Reichtums kann auch nur diskutiert werden, wenn man man im eigenen Land Souveraen ist. Das ist z.B. in Deutschland imo nicht gegeben. Insofern ein Schritt in die richtige Richtung.

Dass sich Klar nicht fuer die Toetung Schleyers entschuldigt finde ich gerechtfertigt, der alte Scheissnazi hat genug Menschenleben aufm Gewissen.

Das sowas ueberhaupt in so eine hohe Position aufsteigen kann steht wieder mal deutlich fuer die REnazifizierung Deutschlands nach dem 2.WK.
Davon abgesehen waere es mal an der Zeit die wirklichen Hintergruende der Schleyerermordung zu beleuchten in der breiten Oeffentlichkeit. Wer ein bisschen reinschnueffelt in die Thematik weiss, dass Schleyer nur ein Bauernopfer war, die Bullen standen quasi schon bereit zur Stuermung der Wohnung und wurden dann per Befehl wieder abgezogen. In einem Rechtsstaat wuerden da einige von der anderen Seite wegen fahrlaessiger Toetung einsitzen.