Vollständige Version anzeigen : Feature - Quo Vadis Drum & Bass?


kai@future-music
14.12.2005, 20:48
Quo Vadis Drum & Bass?

Im Jahr 1999 veröffentlichte Brian Belle-Fortune das Buch „All Crew Must Big Up - Journeys Through Jungle/Drum & Bass Culture“. Brian selbst war schon seit langem mit der Szene verknüpft. Er produzierte mit „One In The Jungle“ 1994 das erste englische Radioformat für D&B/Jungle, war Label Manager bei London Some‘Ting Records und spielte als DJ unter dem Namen ZyOn für die Piratenradiosender Rude FM und Ruud Awakening. Sein Buch avancierte schnell zur Bibel der D&B Anhänger, was auch nicht verwunderlich ist, da nie zuvor ein Charakter aus dem engeren Kreis der Szene selbst die Feder in die Hand nahm, um die Geschichte und Hintergründe, sowohl die Künstler als auch das Publikum gekonnt und in diesem Format zu beleuchten. Der schnell vergriffenen Erstauflage folgte 2000 eine editierte Neufassung, welche ebenso schnell wie veröffentlicht selbst auch schon wieder ausverkauft war.

Dieses Jahr schließlich kam unter dem gekürzten Titel „All Crews“ die lang erwartete Neufassung in die Läden. Belle-Fortune fügte der alten Fassung etwa ein Drittel an Umfang hinzu, in dem er auf diverse Neuerungen eingeht, die D&B in den letzten fünf Jahren beeinflusst haben.

Getan hat sich einiges, aber ist es für ein Mitglied der UK Szene, die nach wie vor das Mutterschiff dieser Musikrichtung ist, aber leider auch oft sehr isoliert und festgefahren erscheint, überhaupt möglich die Geschehnisse unvoreingenommen und jenseits aller Musikpolitik zu beurteilen? Was tut sich wirklich im D&B zur Zeit?


http://www.future-music.net/stage/features/2005-12_quovadisdrumandbass/

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A must read! Viele Sachen wie UK vs Germany, Historie, Style-Fanatismus, "Hater", AIM, Drogen, etc. werden angesprochen, dazu gibt es interessante Kommentare von Aktivisten.

Kommentare oder Anmerkungen zum Artikel? Post in here...

ATist
14.12.2005, 22:41
Ein integraler Bestandteil der Rave- und Clubkultur ist der Konsum von Drogen, wo wie in fast allen Jugend-Szene-Kulturen. abgesehen davon, dass ich den ganzen drogenabschnitt für etwas unnötig und deplaziert halte - genauso wie den nerd/hater exkurs - ist der satz nicht so ganz richtig...(soll wohl "so" heißen und wird schon im original falsch sein?)

ansonsten...naja...viele fragen hat er jetzt nicht unbedingt beantwortet

Step pb
15.12.2005, 08:34
guter satz von tgm:

"D&B ist monströser als je zuvor - die nächste Generation kommt; eine neue Galaxie zwischen Neurofunk, Rave, Dub, Liquid Funk, Pop - und auch endlich wieder Electro.“
The Green Man (Basswerk)

...btw hast du den abschnitt wohl aus versehen zweimal eingefügt kai... ;) :)

znork
15.12.2005, 14:08
wirklich guter artikel :top:

die drogen-passage find ich aber auch arg pauschal. für die raves vielleicht ok, aber in den clubs siehts doch wirklich anders aus.

dextro
15.12.2005, 16:31
Problematischer als die Herausbildung von Subgenres ist allerdings die Existenz derer, die meinen, die Weisheit gepachtet zu haben und ihre favorisierte Stilrichtung als das non plus ultra betrachten zu müssen. Diese, nennen wir sie einfach Nerds, müssen neben ihrem jeweiligen Style-Fanatismus allen anderen Stilrichtungen ihre Daseinsberechtigung absprechen.

Wie so oft sprechen diese „Hater“ ihre Meinung selten offen aus, sondern beschränken sich zumeist auf Diskussionen in der Anonymität des Internets. Beschränkt ist eindeutig auch ihre Einseitigkeit und Arroganz, denn ohne die jahrelange Verarbeitung verschiedenster Einflüsse und genreübergreifender musikalischer Ansätze würde es heute keines der jeweiligen Subgenres geben. In kreativen Köpfen existieren keine Grenzen.



treffend formuliert!

ATist
15.12.2005, 19:31
bitte?
..das ist für mich die dämlichste passage des artikels und lässt ihn - wie auch an anderen stellen - auf kindergartenniveau abdriften...
es fehlt nämlich etwas entscheidendes...eine begründung!?!
inwiefern sind denn "hater" schlimm für die szene und die zukunft von dnb?
also ich weiß es nicht und der artikel erklärts auch nicht, aber zieht mal pauschal über alle, die ihren eigenen style verteidigen und andere styles evtl. in den dreck ziehen, her.
Ist ja auch total verwerflich seinen eigenen geschmack über den anderer zu heben, und bestimmt wird nie ein junglist vs pop,hiphop, schlager whatever haßtiraden schwingen sondern jegliche musikfasson respektvoll behandeln. :rolleyes:
Passend dazu finde ich ja vorallem das zitat von herrn super m.i.s.t. der mal kurzerhand 80% der releases (wahrscheinlich was nicht von ihm produziert ist) als müll bezeichnet... also wenn das kein respektloses gehate ist...
und dann noch die behauptung, dass die liebe zur musik fehlt und das wohl der grund für lowquality tunes ist...hmm...also wenn die produzenten nur wegen der kohle musik machen wollten würden sie wohl kein dnb machen, oder?
und andersrum...wenn sie so schlecht ist..wieso wird sie dann veröffentlicht? wahrscheinlich weil sie gekauft wird...
nicht der produzent bestimmt die qualität (im sinne von erfolg) des produkts sondern der konsument (unter beeinflussung von marketing usw.) das ist halt mal so, da können sie sich beschweren wie sie wollen

auch affig finde ich das beschweren über die mauscheleien/verbindungen der künstler/labelinhaber usw....:lol: wo leben die denn?...das ist in jedem business weltweit, dass eine hand die andere wäscht und familienbanden existieren...

und über den drogenabschnitt braucht man gar nicht reden..das ist ja explosiv vor 10 jahren niveau...

naja..es sind auch gute passagen/feststellungen/ansätze drin, aber die sind nicht wirklich neu finde ich
außerdem kenne ich level47 nicht, im rahmen des mags ist das wahrscheinlich ein wünschenswerter artikel für die dnb-szene :dontknow:

dextro
16.12.2005, 12:04
bitte?
..das ist für mich die dämlichste passage des artikels und lässt ihn - wie auch an anderen stellen - auf kindergartenniveau abdriften...
es fehlt nämlich etwas entscheidendes...eine begründung!?!

lol, dafür willste echt ne begründung? aus dem ganzen gehate entsteht wie es der name schon sagt nur eins : hass. wie soll das den bitte förderlich sein? das problem ist doch momentan, das jeder seinen eigenen scheiß macht anstatt größere projekte zusammen anzugehen.

der competitiongedanke weicht da gedisse. wenn ich mir hier manche threads reinziehe merk ich immer wieder wo das hinführt

ATist
16.12.2005, 19:38
lol, dafür willste echt ne begründung? aus dem ganzen gehate entsteht wie es der name schon sagt nur eins : hass. wie soll das den bitte förderlich sein?also zum einen finde ich es ja schon bedenklich, dass in deinen augen durch verschiedene musikgeschmäcker hass entstehen soll...
ich dachte bislang, dass dafür zumindest allzu wichtige dinge wie hautfarbe, religion, ethnien... notwendig wären...

zum anderen gehst du (und mit abstrichen auch der artikel) überhaupt nicht darauf ein, welche personengruppe eigentlich angesprochen wird. Im artikel heisst es: Diese, nennen wir sie einfach Nerds, müssen neben ihrem jeweiligen Style-Fanatismus allen anderen Stilrichtungen ihre Daseinsberechtigung absprechen. Wie so oft sprechen diese „Hater“ ihre Meinung selten offen aus, sondern beschränken sich zumeist auf Diskussionen in der Anonymität des Internets.das klingt für mich nach ganz normalen konsumenten der musik, die halt nicht alles gut finden können, dafür ist dnb einfach styletechnisch zu umfassend
und du beziehst dich jetzt auf diese "anonymen nerds"? die sollen schuld sein, dass produzenten/labelbesitzer usw. nicht zusammenarbeiten??
ja genau...und chartsmusik und majorlabels sind so erfolgreich weil keiner was gegen sie sagt...

das problem ist doch momentan, das jeder seinen eigenen scheiß macht anstatt größere projekte zusammen anzugehen.das ist gut möglich, aber wenn du das in bezug auf "hater" bringst, dann müssen wir von dem verhalten der produzenten/labeleigentümer untereinander reden...
und der fehlende respekt zwischen denen kommt ja wohl klar raus, wenn man das zitat von MI betrachtet...
...und die kleinen unbedeutenden hater sind imo nur die sündenböcke...

und vorallem sind die autoren des artikels doch kein stückchen besser. Sie beschreiben auch nur ihren subjektiven eindruck der heutigen dnb musikvielfalt und heraus kommt dann ein statement wie:...dass seit mehr als zwei Jahren nur noch Schmalspurproduktionen auf Raves zu hören sind. Dies hat nichts mit einem bestimmten Genre zu tun, sondern mit einem erschreckenden Mangel an Qualität und Liebe zur Musik....ist das jetzt eine liebeserklärung für dnb?

...und sie stehen mit ihrem artikel in einer größeren öffentlichkeit als ein 0815 hater...

dextro
16.12.2005, 20:54
naja, mit hass mein ich vor allem das sich manche leute nicht mehr unvoreinkommen begegnen können weil sie den anderen in irgendwelche schubladen stecken.
warum du das mit hautfarbe, religion, ethik in verbindung bringst raff ich nich. vielleicht gehen da unsere definitionen von hass etwas auseinander. für mich ist es schon hass wenn ich was blödes schreib (forum bezogen) und jmd anderes zuhause vorm rechner sitzt und sich aufregt.

warum denkst du das produzenten/labelbesitzer und, was du vergessen hast zu erwähnen, meiner meinung aber einen genau so großen, wichtigen und vor allem szeneprägenden aspekt bei der ganzen geschichte hat: djs und partyveranstalter anders mit der geschichte umgehen?


...dass seit mehr als zwei Jahren nur noch Schmalspurproduktionen auf Raves zu hören sind. Dies hat nichts mit einem bestimmten Genre zu tun, sondern mit einem erschreckenden Mangel an Qualität und Liebe zur Musik.

= liebeserklärung an die musik.

da gehts doch um raves und nicht um clubabende. in dem artikel wird doch auch erwähnt das auf raves die sets unter der kurzen dauer leiden. stichwort anthembashing (fand ich geil die beschreibung, vorher noch nie gehört)
deshalb wie oben erwähnt keine liebeserklärung an raves sondern an die MUSIC


wie sagt man so schön, imo

ATist
16.12.2005, 22:57
naja, mit hass mein ich vor allem das sich manche leute nicht mehr unvoreinkommen begegnen können weil sie den anderen in irgendwelche schubladen stecken.
warum du das mit hautfarbe, religion, ethik in verbindung bringst raff ich nich. vielleicht gehen da unsere definitionen von hass etwas auseinander. für mich ist es schon hass wenn ich was blödes schreib (forum bezogen) und jmd anderes zuhause vorm rechner sitzt und sich aufregt.da gehen unsere definitionen wirklich auseinander...
hass ist für mich ein ziemlich krasses gefühl, dass sich zum glück so gut wie nie einstellt und bestimmt nicht bei einem belanglosen thema wie musikgeschmack (und die anderen beispiele habe ich gebracht weil es die weitverbreitesten gründe für sinnlosen hass sind)
außerdem ist es auch schwachsinn anderen gegenüber nicht offen sein zu können, nur weil sie eine andere spielart der musik gut finden...

warum denkst du das produzenten/labelbesitzer und, was du vergessen hast zu erwähnen, meiner meinung aber einen genau so großen, wichtigen und vor allem szeneprägenden aspekt bei der ganzen geschichte hat: djs und partyveranstalter anders mit der geschichte umgehen?weil die aufgezählten gruppen ihre arbeit einer breiten öffentlichen meinung aussetzen und es ihnen bewusst sein sollte, dass sie nicht überall begeisterungsstürme entfachen werden.
klar hat man lieber positives feedback, das hat jeder lieber als kritik, aber die genannten menschen sollten unterscheiden können zwischen ernstzunehmender kritik - vorzugsweise von freunden bzw leuten deren meinung sie schätzen können - und der meinung derer, die halt mit ihrem style einfach nichts anfangen können. So selbstbewusst sollten sie ja wohl sein ihr eigenes ding durchzuziehen.
und was haben sie davon wenn alles schön geredet wird, wenn es in wirklichkeit substandard ist...

= liebeserklärung an die musik.
da gehts doch um raves und nicht um clubabende. in dem artikel wird doch auch erwähnt das auf raves die sets unter der kurzen dauer leiden. stichwort anthembashing (fand ich geil die beschreibung, vorher noch nie gehört)
deshalb wie oben erwähnt keine liebeserklärung an raves sondern an die MUSIC
wie sagt man so schön, imoich verstehe was du meinst...
aber ich denke du bzw die autoren wollen damit best of both worlds und realistisch betrachtet funktioniert das einfach nicht...
kurz gesagt wollt "ihr" mehr kommerziellen erfolg ohne dafür die "schmalspurhits" bemühen zu müssen...mehr qualität und quantität...bzw mehr quantität an qualität...aber wie oben schonmal erwähnt, die konsumentenmasse bestimmt die qualität und nicht der produzent oder einzelne auserkorene...

ich persönlich halte auch nichts von raves, auf denen jeder dj ne halbe stunde auflegt und manche platten dann 5++ mal am abend laufen...
aber irgendwie habe ich das gefühl, dass einige "musikliebhaber" die tendenz haben, jeden hit erstmal auf seine berechtigung zu hinterfragen und ihm im zweifelsfall selbige abzusprechen
so a la "oh der gefällt auch dem nachbarn, dass kann kein anspruchsvolles = unterstützenswürdiges dnb mehr sein"...stichwort pendulum
und im nächsten atemzug sich dann mehr kommerziellen erfolg wünschen...
denn im endeffekt wollen die liebhaber auch nichts anderes als der hater von nebenan und zwar ihren style der masse aufzwängen, aber das funktioniert weder auf die liebe noch auf die böse art...

caress173
17.12.2005, 08:05
ähh ja.

ist und bleibt ein guter artikel.
gerade aus mannem sicht find ich auch den drugs und hate part ok.

danke das sich cris die mühe gemacht hat um sowas zu schreiben.
nice one :top:

niklas
18.12.2005, 22:00
der artikel setzt sich altbekanntem, banalem und fragwürdigem zusammen, speziell was die drogen, die gründe für die stagnation und insbesondere die "hater kritik" betrifft

hab die diskussion zwischen atist und dextro nur überflogen, bin aber mit atists erstem post voll auf einer linie

hater is ein anderes wort für leute die sich mit der musik auskennen, sich dafür interessieren, nicht alles fressen was ihnen hingeworfen wird und die es wagen szene-größen ans bein zu pinkeln wenn es diese verdient haben

es is mein gutes recht jeden neuen clipz und full cycle track im vorfeld scheisse zu finden nach ihrem output der letzten jahre, wer da gleich mit vergleichen wie der vorverurteilung von menschen mit anderer hautfarbe etc ankommt dem kann ich auch nimmer helfen

micomassive
19.12.2005, 11:30
hater is ein anderes wort für leute die sich mit der musik auskennen, sich dafür interessieren, nicht alles fressen was ihnen hingeworfen wird und die es wagen szene-größen ans bein zu pinkeln wenn es diese verdient haben

nö. hater is schon negativer! als hater hast du normalerweise ein subjekt, dass'de ohne auf qualität zu achten einfach niedermachst...


es is mein gutes recht jeden neuen clipz und full cycle track im vorfeld scheisse zu finden nach ihrem output der letzten jahre, wer da gleich mit vergleichen wie der vorverurteilung von menschen mit anderer hautfarbe etc ankommt dem kann ich auch nimmer helfen

isch kenn dein g'sicht, alde! ;)

phader
19.12.2005, 11:57
ich glaube, da fühlen sich ein paar "hater" und "nerds" persönlich angegriffen ;)

cygn
19.12.2005, 14:26
so, ich wills jetzt wissen. wer sind die hater im FF? niklas und ATist haben sich ja schon bekannt. :freak:

Step pb
19.12.2005, 15:09
bin für ne Schwarze Liste...

snow
19.12.2005, 16:06
ja sehr guter Artikel der die Situation gut einfängt...

:yes:

Wo bekommt man eigentlich das Buch "All Crews" von Brian Belle-Fortune her? Kanns jemend empfehlen oder is es Müll?

cygn
19.12.2005, 16:07
:yes:

Wo bekommt man eigentlich das Buch "All Crews" von Brian Belle-Fortune her? Kanns jemend empfehlen oder is es Müll?
amazon.de
habs selbst nicht, deswegen kann ich zu der zweiten fragen nichts sagen.

chris impulse
19.12.2005, 18:10
nö. hater is schon negativer! als hater hast du normalerweise ein subjekt, dass'de ohne auf qualität zu achten einfach niedermachst...

genau so wars gemeint.

freut mich das der artikel gefällt ;)

ATist
19.12.2005, 20:48
bin für ne Schwarze Liste...ja die aussterbende art die ihre meinung sagt auch wenn sie manchen leuten nicht passt :lol:

(auch wenns nur in nem forum ist und relativ hintenrum, i know...und es ist die rote liste auf die ich anspiele..jaja..;) )

Shroombab
19.12.2005, 22:54
im gesamten ein wirklich guter, gelungener artikel!

stiff
20.12.2005, 01:04
nö. hater is schon negativer! als hater hast du normalerweise ein subjekt, dass'de ohne auf qualität zu achten einfach niedermachst...


wobei die qualität von full cycle tunes i.d.R. schon ziemlich hoch ist ;) selbst wenns einem stylistisch nicht zusagt sollte man dies nicht abstreiten. und das ist nämlich der punkt :freak:

fileas
23.12.2005, 13:30
sehr schöner Artikel, den man einem nicht DnBler mal in die hand drücken kann.. "lies und du kennst die hintergründe zu dem scheiß auf dem ich hängengeblieben bin..."

die Initialzündung bleibt unvergessen
word

Der Einheitsgedanke, ein Grundpfeiler der Bewegung droht verloren zu gehen.

oder ist schon weg... auch wenn ich gerne mal auf einen neuro clubabend gehen würde wenns in mannem einen gäb...


„Um ehrlich zu sein, ich denke, dass 80% der Drum & Bass Musik völliger Müll sind, auf einen gemeinsamen Nenner gebracht billige „Wegwerf-Rave-Musik“; die restlichen 20% sind sehr interessante und reife Musik. Das Problem ist, wenn die in der Szene involvierten Personen nicht allmählich aufwachen und über das Morgen nachdenken anstatt an das Heute, dann wird sich die ganze Sache selbst zerstören. Wo ist die Kunst, wo ist die Phantasie, wo ist verdammt noch mal die Liebe zur Musik? Ich sehe es nirgends.“
Marcus Intalex (Soul:r/Revolve:r)

Im Grunde hat er schon recht, wenn man es aus herkömmlich musikalischer sicht sieht. Basslines aus 3 tönen und in den mitten nochmal 4 verschiedene sind musikalisch nicht anspruchsvoll, aber darum geht es hier ja auch nicht. Die Liebe zur musik wird ja nicht nur durch das experimentelle und phantasievolle ausgelöst, sondern einfach weil es so verdammt spaß macht dazu zu tanzen!! Solche tunes sind dann aber meist auch kurzlebig, partyhits, die relativ schnell wieder in der versenkung verschwinden. Wenn ich mir beispielsweise diesen thread anschau
http://www.future-music.net/forum/showthread.php?t=29068
dann fällt mir auf, dass lieder, die in erinnerung bleiben, immer eine anspruchsvollere melodie/arrangement/stimmung vorzuweisen haben.
In einem Set haben aber halt auch ein paar toolz platz, die brauchts auch um die großen lieder richtig in szene zu setzen.
After all find ich das kommentar schon ein bißchen arrogant, weil Herr MI auch nicht mit jedem release glänzt, geschweige denn maßstäbe setzt. für neue entwicklungen und den puls der zeit ist wahrscheinlich (zumindest für meinen geschmack) zurzeit hospital zuständig.

da interessiert es auch keinen, dass seit mehr als zwei Jahren nur noch Schmalspurproduktionen auf Raves zu hören sind.

what??? naja, vielleicht manchmal... aber man kriegt doch auf solchen raves die chance die tracks, die in den folgenden monaten erst rauskommen schonmal im test zu erleben. laut, bewusst, im crowdtest. ich denke da zB an pendulum und social security auf der kings... ja steinigt mich dafür...

ich finde es sehr gut dass sich mal jemand die mühe gemacht hat. mit dnb oder berichten über dnb können in D-land wohl nur eine gute handvoll leute leben. leute wie ich oder hustlin tun es wohl aus liebe...

so weit so gut

C-Wee
23.12.2005, 15:28
und über den drogenabschnitt braucht man gar nicht reden..das ist ja explosiv vor 10 jahren niveau...




Nö. Das ist schon sehr treffend, zumindest was die Raves in Mannheim, HH etc. angeht. Von nichts anderem spricht er in dem Zusammenhang.

Ansonsten: Guter Artikel, v.a. das hier:

Die Junglists, die sich am meisten verschließen und „Underground“ brüllen sind doch gerade die, die sich am wenigsten mit D&B beschäftigen, immer auf der Suche nach Stücken, die sie schon tausendmal auf UK Tapes gehört haben, immer in der Schlange stehend, um schnell noch ein Autogramm auf ihr Plastikhorn zu bekommen und immer noch wach, wenn die Party schon längst vorbei ist. Diese Leute, immer leere Phrasen griffbereit, sitzen traurigerweise am tiefsten im bereits realen Ausverkauf von D&B.

ATist
23.12.2005, 19:05
Nö. Das ist schon sehr treffend, zumindest was die Raves in Mannheim, HH etc. angeht. Von nichts anderem spricht er in dem Zusammenhang.
Clubevents gibt es inzwischen in fast jeder deutschen Großstadt während sich die Raves nach wie vor auf Hochburgen wie Mannheim, Bremen und Hamburg konzentrieren. Ein integraler Bestandteil der Rave- und Clubkultur ist der Konsum von Drogen, wo wie in fast allen Jugend-Szene-Kulturen.

Der Besuch eines Raves gehört unweigerlich ins Repertoire eines jeden jungen Menschen, gerade in der Phase der Pubertät, aber nicht unbedingt wegen der riesigen Ansammlung von namhaften Plattendrehern oder der zu hörenden Tanzmusik, sondern um in den Genuss von bewusstseinserweiternden Stoffen zu geraten. Dieses Verhalten wird ihnen auch von jenen „Idolen“ in aller Öffentlichkeit vorgelebt. Man könnte in epischer Breite ausführen, wen man nicht alles schon im Backstage oder im Hotelzimmer beobachtet hat beim Konsum diverser Drogen. Es ist auch nicht unsere Aufgabe, den Moralapostel zu mimen, aber man darf es ruhig als verwerflich empfinden, wenn die Behauptung aufgestellt wird, dass man nur harte und teure Drogen zu sich nehme, um seinen persönlichen Reichtum zur Schau zu stellen.nö er redet von allen partys...

und der ganze artikel hätte eher "was ging in england und was geht in mannheim" genannt werden sollen
der aktuelle titel ist irreführend...

C-Wee
23.12.2005, 20:06
nö er redet von allen partys...


In dem Kontext hört sich das für mich schon so an, als ob er hauptsächlich Raves meint. Und selbst auf die Clukultur an sich bezogen hat er recht. In Clubs und zu elektronischer Musik werden viel Drogen konsumiert, mehr als bei anderen Musikrichtungen.

Anyway, keinerlei Lust jetzt hier auf Sophisterei und Postzerklaubing einzusteigen. Ist ja ok, dass Du den Artikel panne findest, interessiert mich aber eigentlich wenig, imo hat der Mann recht. Schöne Weihnachten. :wave:

ATist
23.12.2005, 20:20
Anyway, keinerlei Lust jetzt hier auf Sophisterei und Postzerklaubing einzusteigen. Ist ja ok, dass Du den Artikel panne findest, interessiert mich aber eigentlich wenig, imo hat der Mann recht. Schöne Weihnachten. :wave:ja schon recht
aber das wäre übertrieben formuliert
mich stören eigentlich nur die 2 genannten passagen und der hochgestochene titel
ansonsten: danke für die mühe @ autoren

tao
25.12.2005, 19:53
Zitat:
„Um ehrlich zu sein, ich denke, dass 80% der Drum & Bass Musik völliger Müll sind, auf einen gemeinsamen Nenner gebracht billige „Wegwerf-Rave-Musik“; die restlichen 20% sind sehr interessante und reife Musik. Das Problem ist, wenn die in der Szene involvierten Personen nicht allmählich aufwachen und über das Morgen nachdenken anstatt an das Heute, dann wird sich die ganze Sache selbst zerstören. Wo ist die Kunst, wo ist die Phantasie, wo ist verdammt noch mal die Liebe zur Musik? Ich sehe es nirgends.“ Marcus Intalex (Soul:r/Revolve:r)



Ich sehe das genauso wie Marcus Intalex. Es gibt inzwischen soviele Produzenten und solche, die es sein wollen. Es wird inzwischen soviel Müll veröffentlicht, dass es schwierig ist, Drum'n'Bass als Ganzes zu supporten. An vielen Releases merkt man, dass es viele kranke Köpfe gibt. Es wäre schön, wenn die Qualität gegenüber der Quantität wieder die Oberhand gewinnen würde. Dann wäre es einfacher, eine breitere Masse dafür zu gewinnen.