phace
01.10.2004, 12:08
Berlin (dpa) - Deutschlands Kinder werden immer dicker. Verbraucherministerin Renate Künast (Grüne) hat das als ein Problem sozialer Gerechtigkeit bezeichnet. "Wir sehen, dass es viele Kinder aus sozial schwachen Familien sowie Migrantenkinder sind, die an Übergewicht leiden", sagte sie auf dem Gründungskongress des Vereins "Plattform Ernährung und Bewegung" in Berlin.
"Das Problem ist so groß, dass man es nicht mit einem Gesetz lösen kann", sagte Künast. Stattdessen solle der Verein die Arbeit gesellschaftlicher Gruppen zur Vorbeugung und Bekämpfung von Übergewicht koordinieren. Zu seinen acht Gründungsmitgliedern gehören neben der Bundesregierung unter anderem Vertreter der Krankenkassen und Lebensmittelwirtschaft sowie aus Medizin und Sport.
"Nur durch die Zusammenarbeit vieler Akteure entsteht die notwendige Überzeugungskraft und Dynamik, um eine langfristige Veränderung herbeizuführen", sagte Vereinsvorstand Professor Erik Harms. Ziel sei es, dazu beizutragen, dass Kinder einen gesunden Lebenstil führen, dass sie gesund essen und ausreichend körperlich aktiv sind. Zu diesem Zweck sollen Erkenntnisse ausgetauscht und Informationsaktionen für Bürger gebündelt werden.
Die Lebensmittel-Hersteller begrüßten die Gründung des Vereins. "Wir wollen uns der Verantwortung stellen", sagte Theo Spettmann, Präsident des Bundes für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde. Allerdings bestehe die Gefahr, "dass der Industrie der schwarze Peter" zugeschoben werde. So würde Künast in ihrem bald erscheinenden Buch zu dem Thema die Lebensmittelwirtschaft als verantwortungslos darstellen. "Diese Vorwürfe sind kontraproduktiv."
"Das Problem ist so groß, dass man es nicht mit einem Gesetz lösen kann", sagte Künast. Stattdessen solle der Verein die Arbeit gesellschaftlicher Gruppen zur Vorbeugung und Bekämpfung von Übergewicht koordinieren. Zu seinen acht Gründungsmitgliedern gehören neben der Bundesregierung unter anderem Vertreter der Krankenkassen und Lebensmittelwirtschaft sowie aus Medizin und Sport.
"Nur durch die Zusammenarbeit vieler Akteure entsteht die notwendige Überzeugungskraft und Dynamik, um eine langfristige Veränderung herbeizuführen", sagte Vereinsvorstand Professor Erik Harms. Ziel sei es, dazu beizutragen, dass Kinder einen gesunden Lebenstil führen, dass sie gesund essen und ausreichend körperlich aktiv sind. Zu diesem Zweck sollen Erkenntnisse ausgetauscht und Informationsaktionen für Bürger gebündelt werden.
Die Lebensmittel-Hersteller begrüßten die Gründung des Vereins. "Wir wollen uns der Verantwortung stellen", sagte Theo Spettmann, Präsident des Bundes für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde. Allerdings bestehe die Gefahr, "dass der Industrie der schwarze Peter" zugeschoben werde. So würde Künast in ihrem bald erscheinenden Buch zu dem Thema die Lebensmittelwirtschaft als verantwortungslos darstellen. "Diese Vorwürfe sind kontraproduktiv."