polarity
27.05.2004, 14:45
Es ist schon spät am Abend. Ein vollbesetzter Bus rast durch die
Stadtmitte, Kommissar Schneider hält sich hinter dem Fahrer an
einer Schlaufe fest. Die Passagiere kippen immer wieder von links
nach rechts, als der Bus in Schlangenlinien seine Überholvorgänge
erledigt. Schneider denkt nach. Was hat es nur mit dem Mord auf
sich? Sollte der Täter viel leicht ein ganz besonderer Typus sein,
jemand, den man bislang noch nicht hatte? Immer und immer
wieder läßt Schneider die Tat vor seinen Augen abspulen, nichts
bringt ihn weiter.
Ein kleines Mädchen faßt ihn beim Aussteigen aus Versehen am
Bein. Ganz klar, daß der Kommissar ihm so gut es geht von hinten
mit seiner schweren Aktenmappe auf den Kopp haut. Die anderen
Fahrgäste scheint es nicht zu inter essieren. Mit verzerrtem Grinsen
zückt Schneider plötzlich einen vergilbten Ausweis aus der
Manteltasche: »So! Darf ich dann hier mal die Fahrausweise
sehen!?« Er kontrolliert den Bus. Einer hat keine Karte und will
verduften. Schneider hechtet ihm hinterher, erwischt ihn an den
Fußgelenken und läßt sich nicht mehr abschütteln. Bis auf die
nächste Straßenseite geht es. Der verhinderte Flüchtige hat Schaum
vorm Mund, als Schneider seine Linke vorsausen läßt. Angeekelt
reibt sich der Kommissar den Schaum von der Faust, und zwar am
Pullover des Erwischten. Mit blut verschmiertem Mund fleht der
Betrüger um Gnade. Doch da schließen sich schon ein paar lustige
Handschellen um seine Gelenke.
»Los, auf geht's, in den Knast, Bruder!« Sch neider hat einen dicken
Fisch am Haken, seine Wachtmeister klatschen Bei fall, als sie ins
Büro kommen. Während der Gefangene flu chend hinter dem Gitter
auf und ab läuft, kommt ein Anruf. Ein Wachtmeister hebt ab:
»Bitte? Hier ist die Polizei.« Am anderen Ende will einer den
Kommissar. »Ja, Moment, er ist da!« dann gibt er den Hörer
weiter. Der Kommissar sagt: »Nein, ich bin nicht da!« Er ist un -
wirsch. »Entschuldigung, ich glaube, er ist doch nicht da! Auf
Wiedersehen!« sagt der Wachtmeister und legt auf.
Stadtmitte, Kommissar Schneider hält sich hinter dem Fahrer an
einer Schlaufe fest. Die Passagiere kippen immer wieder von links
nach rechts, als der Bus in Schlangenlinien seine Überholvorgänge
erledigt. Schneider denkt nach. Was hat es nur mit dem Mord auf
sich? Sollte der Täter viel leicht ein ganz besonderer Typus sein,
jemand, den man bislang noch nicht hatte? Immer und immer
wieder läßt Schneider die Tat vor seinen Augen abspulen, nichts
bringt ihn weiter.
Ein kleines Mädchen faßt ihn beim Aussteigen aus Versehen am
Bein. Ganz klar, daß der Kommissar ihm so gut es geht von hinten
mit seiner schweren Aktenmappe auf den Kopp haut. Die anderen
Fahrgäste scheint es nicht zu inter essieren. Mit verzerrtem Grinsen
zückt Schneider plötzlich einen vergilbten Ausweis aus der
Manteltasche: »So! Darf ich dann hier mal die Fahrausweise
sehen!?« Er kontrolliert den Bus. Einer hat keine Karte und will
verduften. Schneider hechtet ihm hinterher, erwischt ihn an den
Fußgelenken und läßt sich nicht mehr abschütteln. Bis auf die
nächste Straßenseite geht es. Der verhinderte Flüchtige hat Schaum
vorm Mund, als Schneider seine Linke vorsausen läßt. Angeekelt
reibt sich der Kommissar den Schaum von der Faust, und zwar am
Pullover des Erwischten. Mit blut verschmiertem Mund fleht der
Betrüger um Gnade. Doch da schließen sich schon ein paar lustige
Handschellen um seine Gelenke.
»Los, auf geht's, in den Knast, Bruder!« Sch neider hat einen dicken
Fisch am Haken, seine Wachtmeister klatschen Bei fall, als sie ins
Büro kommen. Während der Gefangene flu chend hinter dem Gitter
auf und ab läuft, kommt ein Anruf. Ein Wachtmeister hebt ab:
»Bitte? Hier ist die Polizei.« Am anderen Ende will einer den
Kommissar. »Ja, Moment, er ist da!« dann gibt er den Hörer
weiter. Der Kommissar sagt: »Nein, ich bin nicht da!« Er ist un -
wirsch. »Entschuldigung, ich glaube, er ist doch nicht da! Auf
Wiedersehen!« sagt der Wachtmeister und legt auf.