Nicky Blackmarket (BMSoho / London UK), Spitfire & Netto (go2jungle.com)
MCs:
Fava (go2jungle.com)
VJs::
Treason (go2jungle.com)
Bilder von diesem Spiel findet Ihr in der Gallery Review von phil
Am 24.11.06 hieß es "5 Jahre Jungle Club" mit dem legendären
Nicky Blackmarket aus London. Zum 5 jährigen Bestehen wurden keine Kosten
und Mühen gescheut und ordentlich was gerissen. Hohe Werbekosten, DJ-Gage,
Unterkunft, Flug etc. trieben den „break-even“ ordentlich in die
Höhe und so war man fieberhaft (an)gespannt was die Nacht wohl bringen
würde. Da die Breakbeat Movement Crew ja nun seit ziemlich genau einem
Jahr in das Palladium, einer für elektronische Musik ungewöhnlichen
Location, umgezogen ist mit ihrer Veranstaltung und die Besucherzahlen bis jetzt
noch nie ca. 250 Leute überstiegen, war den Jungs die Anspannung doch anzusehen
– denn, bei Blackmarket und dieser Werbeoffensive brauchte man dann doch
mehr als 300 Personen um die Unkosten zu decken.
Die Nacht eröffnete "Timo" ein langjähriger Freund der
Crew und der jetzige Mitbewohner von DJ Spitfire, welcher erst kürzlich
nach Köln umgezogen ist und Timo grad mal eingepackt hat um in Freiburg
ein bisschen abzufeiern. Soulful ging es hier zu Gange mit deepen Klassikern,
die in der Ecke „Liquid Funk“ einzuordnen sind und freshen Vibes.
Timo spielte wahlweise mit Platten und CDs kombiniert. Um 23 Uhr übernahm
dann DJ Netto das Ruder um mit seinem erstklassigen Style die ersten Besucher
auf die Tanzfläche zu locken. Ja, der Laden füllte sich nämlich
(ganz) langsam und es tat gut recht bald einen „Haufen“ Leute vor
dem DJ-Pult abhotten zu sehen. Der große Ansturm blieb allerdings noch
aus, was den Veranstaltern ein bisschen Kopfschmerzen bereitet.
Das besondere am Palladium ist, dass es sich inmitten des Freiburger Hauptbahnhofes
befindet und über die Eingangshalle des Bahnhofes zu erreichen ist. Jedoch
schließt der Bahnhof um 1 Uhr seine Türen bis 5 Uhr, so ist es immer
ein kleiner Act die Kasse um 1 Uhr umzubauen um sie am Hintereingang des Palladiums
wieder zu errichten. Nach dem Umbau der Kasse machte ich mich auf den Weg Nicky
aus dem InterCity Hotel (30 Meter zum Club) abzuholen. Ich war direkt höchst
erfreut, denn ich musste mir den Weg durch eine, am Eingang anstehende, Menschenmenge
kämpfen.
Im Hotelzimmer angekommen lag Nicky relaxend auf dem Bett und genoss fasziniert
ein Abba-spezial im Fernsehen. Nach einer kurzen Unterhaltung über den
unglaublichen Erfolg ABBAs und die Musikindustrie im Allgemeinen, machte ich
ihm klar dass es an der Zeit wäre, den gut gefüllten Laden auseinander
zu nehmen. Am Hintereingang des Palladiums angekommen musste ich noch kurz den
Türsteher überzeugen einen guten Freund von uns Reinzulassen, den
er gerade nicht eintreten lassen wollte, da er zu "zerstört"
aussah. Hehe…der gute DJ Illu sieht allerdings immer so aus, und das nahm
der Security dann doch zur Geltung. Als Nicky und Ich uns den Weg durch den
mittlerweile gut gefüllten Laden zum DJ-Pult bahnten spielte gerade DJ
Spitfire sein hartes, druckvolles Set und begeisterte die abgehende Menschenmasse.
Er schaffte es, auch ohne MC, den kompletten Laden in Bewegung zu halten.
So begann Nicky mit 10 Minuten Verspätung um 1.40 Uhr zu spielen. Die
mittlerweile 400 Leute, die sich im Club eingefunden hatten, drehten von der
ersten bis zur letzten Sekunde komplett durch. Nicky spielte ein energiegeladenes,
abwechslungsreiches Set mit überraschend vielen alten Klassikern. Höchst
erfreulich war auch, dass er 2 seiner neuer Dubs spielte. War interessant freshes
Zeug von ihm in Kooperation mit MC Skibadee und Shabba-D zu hören. Nicky
machte wie immer viele seiner "einzigartigen" Rewinds und brachte
das Haus zusammen mit MC Fava zum kochen. Um 10 vor 5 mussten wir dann leider
die Wahnsinns Party abbrechen, denn um 5 Uhr öffnet der Bahnhof wieder
seine Pforten und dann "muss" das Event spätestens zu Ende sein
– sonst gibt es richtig Stress mit den Behörden. Nicky droppte zum
Schluss einen der zwei eigenen Tracks und lies die Session damit gebührend
ausklingen. Zu diesem Zeitpunkt war das Palladium immer noch genauso voll wie
um 2 Uhr – unglaublich fett!
Danach machten wir uns direkt auf den Weg kurz Nicky´s heiß geliebte
Scheiben ins Hotel um die Ecke zu bringen um sofort wieder in den Bahnhof zu
gehen und Frühstück für den „alten Mann“ zu organisieren.
Nicky ist ja ein begeisterter Esser und war darüber hinaus höchst
erfreut, dass er Schwarzen Tee mit Milch bekam. Nicky war so begeistert von
dem Abend das er total geflasht bis 7 Uhr im Palladium an der Bar befand um
mit allen möglichen Leuten zu diskutieren. Er spielte insgesamt fast 3,
5 Stunden und war sehr happy darüber, dass er so lange auflegen durfte.
Er meinte es wäre so geil gewesen, dass es ihm leider nur wie 10 Minuten
vorkam. Hehe, vielleicht lag es aber auch daran, dass der eigentlich absolute
Anti-Alkoholiker in der Euphorie locker ein paar Jägermeister wegzog und
superlässig drauf war. Nicky meinte, dies wäre seine beste Party seit
Monaten gewesen und er will sobald wie möglich wieder kommen. Der gute
ist total begeistert von der kleinen Freiburger Szene. Schön Schön!
Was für ein gelungener Geburtstag!
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