Concord Dawn, D-Bridge, Ttactile, Logistics, DJ Lee, Doc Scott, Marcus
Intalex, Martyn, Klute, Kabuki, Storm, A-Sides, BSE, Invaderz, Ill.Skillz,
Aziz, Soulsurfer, E.Decay ARP XP, Delicat, Utah Jazz, Total Science, S.M.O.K.E.,
Mosus, etc.
MCs:
Stamina, Sterlin, Lowqui, Marvellous, Shnek
Bilder von Sun&Bass findet Ihr in der Gallery Review von Kai
Für viele war es wohl die Drum'n'Bass Veranstaltung des Jahres. Vom 2. bis
9. September fand dieses Jahre zum dritten mal SUNANDBASS auf der italienischen
Mittelmeerinsel Sardinien statt. Die Junglists waren auf Appartments in ganz Teodoro
verteilt. So traf man sich meist tagsüber am Strand oder abends und nachts
in den Clubs.
Ein typische Tagesablauf sah in etwas so aus: Mittags aufwachen (die Meisten im
Bett, die ganz Harten am Strand), erstmal wieder klar kommen, sich mit den Kollegen
etwas zu Essen machen, Strandsachen packen und zum "La Cinta" Strand
und bis zur S&B Strandbar wackeln. Dort hielt man nach Bekannten Ausschau
und chillte mit ihnen zu Beats in der Sonne oder kühlte sich im kristallklarem
Wasser ab. Um 19:00 h ging es dann meist nach Hause unter die Dusche. Dann machte
man mit Freunden dickes Dinner oder ging irgendwo essen. Im Anschluss folgte das
allseits bekannte Vorglühen, bevor es so um 1:00 h in die Clubs ging. Dort
feierte man dann bis es hell wurde und man wieder im Bett oder am Strand aufwachte.
Aber Sardinien hat weitaus mehr zu bieten. Und so mieteten sich viele Autos und
erkundeten die schöne Insel. Autos waren überhaupt sehr gefragt: Erstes
um Leute vom oder zum Flughafen Olbia (ca. 30 min) oder Alghero (mehrere Stunden)
zu fahren, zweites um Fußfaule in die Clubs zu karren. Die zwei Clubs in
denen diesese Jahr gefeiert wurde war das Ambra Night und das Luna. Beide sind
es schöne mediterrane Clubs mit herrlich großen Openair-Areas. Manchen
gefiel das Luna besser, manchen das Ambra Night. Apropos: Es gibt auch noch das
Ambra Day wo man leckere Cocktails trinken kann und morgens ab 5:00 h - also nach
dem Clubbing - Croissants, Kaffee oder auch noch mehr Bier trinken konnte. Die
Preise für die Drinks in den Clubs waren mit 8,- € für ein Longdrink
saftig. Aber, es waren krasse, ich meine so richtige krasse Mischungen. An sechs
von den sieben Abenden war Party in den Clubs. Jede Party war gut. Ein Highlight
war aber die DJ Lee B-Day Party am Dienstag (?) mit einem murder-Set von Bailey.
Was es dieses Jahr nicht gab (oder wir nicht mitbekommen haben) war mehr oder
weniger legale Strandparties. Ebenso im Sun&Bass Headquarter Hotel "Al
Faro", das direkt am Strand liegt, ging es dieses Jahr ruhig zu. Das war
wohl mit ein Grund, dass es dieses Jahr keine Aktionen der Polizei gab. Daumen
hoch dafür.
Der herausragende bei Sun&Bass ist - auch wenn manchen das Wort ausgelutscht
vorkommt - die UNITY. Egal ob man die Leute kennt oder nicht, man legt sich zu
ihnen an den Strand, redet, macht Connections und hat eine gute Zeit. Und das
ist nicht nur auf die Sun&Bassler beschränkt. Alle DJs und MCs waren
keine Artists, sondern gute Freunde. Man konnte jeder anreden, sah die big dogs
in Badehose und trank mit ihnen Bierchen.
Jedem der nicht dabei war, können wir Sun&Bass empfehlen. So dass es
in 2007 wieder stattfindet: See you on Sardinia!
Review von Captain Nash
Wir hatten unsere Flüge schon sehr früh gebucht, als noch garnicht klar
war, ob Sun&Bass überhaupt stattfinden wird. Aber hätte es das nicht,
wäre das garnicht so schlimm gewesen. San Teodoro ist ein wunderschöner,
kleiner Ferienort auf der Mittelmeerinsel Sardinien. Der Strand hat feinen Sand
ohne Steine. Das Wasser ist genau so blau wie auf den Bildern, mit ganz wenig
Algen an einigen Stellen. Ein absoluter Traum!
Das Klima ist im September optimal, man kann sich fast keinen Sonnenbrand holen.
Die letzten drei Tage habe ich mich garnicht mehr eingecremt.Der Sand wird nie
so heiß, dass man nicht mehr drin laufen kann.Nachts kann es ziemlich kühl
werden, so dass man an einen Pulli für den Web vom Club nach Hause denken
sollte.
In erster Linie kann man dort einen genialen Urlaub verbringen, egal ob dann nicht
doch noch was anderes - wie Sun&Bass - passiert.
Nach zwei Urlaubstagen auf der Insel blieb uns Sonntag abend dann also die Wahl,
ob wir zur Sun&Bass Eröffnungsparty gehen sollten oder lieber wieder
um 12 Uhr ins Bett. Nach schweren Überlegungen (wir waren wirklich ein wenig
müde vom langen, heißen Tag am Strand) entschieden Lady J und ich,
mit grand-reserva-Havana-Rum ein wenig vorzuglühen, um den enorm gut angefangenen
Urlaub endlich zu etwas Besonderem zu machen: Auf der ersten Party mit D-Bridge,
Concord Dawn, Tactile schonmal richtig Gas gaben!
Am zweiten Tag war die Liquid-Night, mit Kabuki, Utah Jazz und Zero Tolerance.
Das war zwar alles ganz nett, hat aber nicht so wirklich gekickt.
Am dritten Tag fand die ESP-Night mit Dom&Roland, Intalex, Bailey u.a. im
Ambra statt. Hier gab es das erste Mal so richtig was auf die Mütze. Wooow,
ging hier die Post ab. Da war nichts mehr von wegen soulful, das hat richtig gerockt!
Am vierten Tag dann die erste Party im "La Luna": Tolle Location auf
leichter Anhöhe, wenige Meter landeinwärts südlich von San Teodoro.
Problem: Die Mainstage war draußen. Und so wurde es im recht kühl.
(Was im Hochsommer bestimmt angenehmer ist.) Auch kamen die Jungs nicht mit der
Anlage klar, undefinierbare Störgeräusche und immer geringere Lautstärke.
Zum Glück verlegten sie die D&B-Stage daraufhin in den kleinen Club.
Am fünften Tag schließlich der letzte Abend im Ambra Night mit der
zweiten ESP-Nacht: Storm, Klute, A-Sides, Invaderz. Phattt!
Am sechsten Tag - diesmal mit E.Decay, Total Science und S.M.O.K.E. - ging es
wieder ins Luna. Meiner Minung nach auch eher durchschnittlich, vielleicht waren
wir auch einfach etwas müde geworden.
Dafür machte der siebte und letzte Abend im Luna noch einmal richtig Spaß:
different styles, von Liquid, Soulful, Neuro, Haudrauf und Jumpup bis "versuchmichjetznichtauchnochzudefinieren",
war alles dabei. Viele bekannte Stücke und alltime Classics. Da habe ich
auch zum ersten Mal eine D&B Coverversion von Curtis Mayfield "Move on
Up" gehört. Alles in allem gab es einige sehr dicke Parties, wobei "Neuro"
eher vernachlässigt wurde.
Die insgesamt sieben Festivaltage liefen immer bis genau fünft Uhr mrogens,
danach gingen noch einige ins Ambra Day oder zum Strand um dort in den Sonnenaufgang
zu feiern. Im Prinzip wurde die Programmfülle eines dreitägigen Urban
Art Forms Festivals auf sieben Tage verteilt. Sieben Tage non-stop Feierei!
Leider liefen die "Windmaschinen" in den Clubs auch jetzt noch volle
Pulle. Nach wenigen Tagen habe ich mir einen dicken Hals geholt und wurde heiser.
Tagsüber schafften wir es meistens gegen 12-13 Uhr am Strand zu sein. Dort
angekommen, konnte man weiter pennen. Gegen 15 Uhr startete das Strand-Programm
los. Man mußte sich dann meist in näherer Entfernung zum Soundsystem
befinden, da der Pegel etwas niedrig war. Das Srandprogramm war sehr unterschiedlich.
Many different styles, aber immer auf gehobenem Niveau, kein Geschranze.
Dieses Jahr waren noch Ferien bei den Italienern, dementprechen gut besucht war
der Strand.
Es sollen mit dem Review auch ein wenig die angesprochen werden, die noch nie
bei SunandBass waren, oder glauben, dass es sich um den 1.000sten 08/15 Großrave
bzw. um ein überlaufenes Megafestival handelt. Dem ist nicht so! Bei Festivals
wie dem Urban Art Forms gibt es eine VIP-Aera und völlig abgeschirmte Artists.
(Selbst als wir damals hinter die Absperrung wollten, um einen DJ aus nächster
Nähe zu photographieren, ließen einen die Sicherheits-hotzen nicht
durch.). Bei Sun&Bass gab es bis auf Türsteher und 2-3 patrollierenden
Securities kein Beschränküngen. Man hat mit den Artists zusammen gefeiert,
den Tag am Strand verbracht und abends gegessen. Es war fast schon so etwas wie
eine "Sun&Bass-Family"!
An zwei Abenden konnte amn sich für ein 7-Gänge Menü inkl. Wein
anmelden (Kosten: 30,- €). Einmal mit Fleisch und einmal mit Fisch. Sardinien
liegt am Meer und es wird viel Fischerei betrieben: In den Restaurants dauert
ein Menü entsprechend lang, beispielsweise: Tagliatelle mit Pesto und Pienienkernen,
frischem Wildfenchel und vier Scampis (wunderschöne ganze Tiere, nicht gerade
klein) für nur 12,-€! Dementprechend genial sollen auch die erwähnten
Menüs gewesen sein. Leider haben wir es nicht gebacken bekommen, uns dafür
anzumelden. Als wir am Al Faro (das zentrale Hotel und Sun&Bass Headquarter)
am letztem Abend vorbeiliefen, saßen vielleicht 40 Leute an einem u-förmigen
Tisch und zogen sich die Menüs rein. Das sah dann so aus: DJ neben Fan neben
Organisatar neben Fan neben Admin usw.... und all schoben sich schön ihre
Scampis rein.
Viel zu wenig Anekdötchen, die mir jetzt einfallen: Wir kommen vom Strand
und werden von zwei Jungs gegrüßt. "Wer war das denn jetzt schon
wieder, Lady J?", "Weißt du das nicht, Locke?", "Nö.
k.a!", "Ttotal Science", "Echt?. Na gut."
Sehr witzig war auch zu beobachten, wie ein D-Bridge auf der Liege am Strand einpennt
und dann später ins Wasser will: Obwohl das Wasser wirklich warm war, torkelte
er auf Storchenfüßen durchs Meer, bis er sich endlich fallen ließ.
Haha... wir haben geschrien!
Auch fand ich mich an irgendeinem Abend an der Theke mit Bailey und Storm wieder.
Sie wollte wissen, wie ich ihr Set fand. Doch war ich in dem Moment zu verpeilt,
um ein einigermaßen normales Gespräch auf Englisch zu führen.
Was mir noch in den Kopf kommt: Viele Mückenstiche, Streifenhörnchen
und Panda-Gesichter durch Sonnenbrillen, verzweifelte Versuche mit den nicht englisch
und deutsch sprechenden Kellnern zu kommunizieren: "muchos deliziosus".
Und wusstet Ihr schon, dass "Hörnchen" auf italienisch "Cornetto"
heißt?
Iim letzten Jahr 2005 gab es bekannterweise massig Probleme mit den Carabinieries.
Es sollen angeblich Appartments durchsucht, Leute in den Knast gekommen und Parties
per Razzia hochgenommen worden sein. Also ich habe diese Jahr von so etwas NICHTS
mitbekommen. Auch hat kein anderer davon erzählt, dass es dieses Jahr irgendwelche
Probleme gab.
Ggrüße an alle, die ich dort kennengelernt, gesehen & gehört
habe und mit denen man sehr entspannt feiern konnte!
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