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Sun&Bass 2006 @ San Teodoro, Sardinien (IT)


Veranstaltung: SUNANDBASS 2006  
Datum:   02.-09.09.2006  
Location:   Beach, Ambra Night, Luna  
Stadt:   San Teodoro, Sardinien (IT)  
DJs:   Concord Dawn, D-Bridge, Ttactile, Logistics, DJ Lee, Doc Scott, Marcus Intalex, Martyn, Klute, Kabuki, Storm, A-Sides, BSE, Invaderz, Ill.Skillz, Aziz, Soulsurfer, E.Decay ARP XP, Delicat, Utah Jazz, Total Science, S.M.O.K.E., Mosus, etc.
 
MCs:   Stamina, Sterlin, Lowqui, Marvellous, Shnek  


Bilder von Sun&Bass findet Ihr in der Gallery

Review von Kai

Für viele war es wohl die Drum'n'Bass Veranstaltung des Jahres. Vom 2. bis 9. September fand dieses Jahre zum dritten mal SUNANDBASS auf der italienischen Mittelmeerinsel Sardinien statt. Die Junglists waren auf Appartments in ganz Teodoro verteilt. So traf man sich meist tagsüber am Strand oder abends und nachts in den Clubs.

Ein typische Tagesablauf sah in etwas so aus: Mittags aufwachen (die Meisten im Bett, die ganz Harten am Strand), erstmal wieder klar kommen, sich mit den Kollegen etwas zu Essen machen, Strandsachen packen und zum "La Cinta" Strand und bis zur S&B Strandbar wackeln. Dort hielt man nach Bekannten Ausschau und chillte mit ihnen zu Beats in der Sonne oder kühlte sich im kristallklarem Wasser ab. Um 19:00 h ging es dann meist nach Hause unter die Dusche. Dann machte man mit Freunden dickes Dinner oder ging irgendwo essen. Im Anschluss folgte das allseits bekannte Vorglühen, bevor es so um 1:00 h in die Clubs ging. Dort feierte man dann bis es hell wurde und man wieder im Bett oder am Strand aufwachte.

Aber Sardinien hat weitaus mehr zu bieten. Und so mieteten sich viele Autos und erkundeten die schöne Insel. Autos waren überhaupt sehr gefragt: Erstes um Leute vom oder zum Flughafen Olbia (ca. 30 min) oder Alghero (mehrere Stunden) zu fahren, zweites um Fußfaule in die Clubs zu karren. Die zwei Clubs in denen diesese Jahr gefeiert wurde war das Ambra Night und das Luna. Beide sind es schöne mediterrane Clubs mit herrlich großen Openair-Areas. Manchen gefiel das Luna besser, manchen das Ambra Night. Apropos: Es gibt auch noch das Ambra Day wo man leckere Cocktails trinken kann und morgens ab 5:00 h - also nach dem Clubbing - Croissants, Kaffee oder auch noch mehr Bier trinken konnte. Die Preise für die Drinks in den Clubs waren mit 8,- € für ein Longdrink saftig. Aber, es waren krasse, ich meine so richtige krasse Mischungen. An sechs von den sieben Abenden war Party in den Clubs. Jede Party war gut. Ein Highlight war aber die DJ Lee B-Day Party am Dienstag (?) mit einem murder-Set von Bailey.

Was es dieses Jahr nicht gab (oder wir nicht mitbekommen haben) war mehr oder weniger legale Strandparties. Ebenso im Sun&Bass Headquarter Hotel "Al Faro", das direkt am Strand liegt, ging es dieses Jahr ruhig zu. Das war wohl mit ein Grund, dass es dieses Jahr keine Aktionen der Polizei gab. Daumen hoch dafür.

Der herausragende bei Sun&Bass ist - auch wenn manchen das Wort ausgelutscht vorkommt - die UNITY. Egal ob man die Leute kennt oder nicht, man legt sich zu ihnen an den Strand, redet, macht Connections und hat eine gute Zeit. Und das ist nicht nur auf die Sun&Bassler beschränkt. Alle DJs und MCs waren keine Artists, sondern gute Freunde. Man konnte jeder anreden, sah die big dogs in Badehose und trank mit ihnen Bierchen.

Jedem der nicht dabei war, können wir Sun&Bass empfehlen. So dass es in 2007 wieder stattfindet: See you on Sardinia!


Review von Captain Nash

Wir hatten unsere Flüge schon sehr früh gebucht, als noch garnicht klar war, ob Sun&Bass überhaupt stattfinden wird. Aber hätte es das nicht, wäre das garnicht so schlimm gewesen. San Teodoro ist ein wunderschöner, kleiner Ferienort auf der Mittelmeerinsel Sardinien. Der Strand hat feinen Sand ohne Steine. Das Wasser ist genau so blau wie auf den Bildern, mit ganz wenig Algen an einigen Stellen. Ein absoluter Traum!
Das Klima ist im September optimal, man kann sich fast keinen Sonnenbrand holen. Die letzten drei Tage habe ich mich garnicht mehr eingecremt.Der Sand wird nie so heiß, dass man nicht mehr drin laufen kann.Nachts kann es ziemlich kühl werden, so dass man an einen Pulli für den Web vom Club nach Hause denken sollte.
In erster Linie kann man dort einen genialen Urlaub verbringen, egal ob dann nicht doch noch was anderes - wie Sun&Bass - passiert.

Nach zwei Urlaubstagen auf der Insel blieb uns Sonntag abend dann also die Wahl, ob wir zur Sun&Bass Eröffnungsparty gehen sollten oder lieber wieder um 12 Uhr ins Bett. Nach schweren Überlegungen (wir waren wirklich ein wenig müde vom langen, heißen Tag am Strand) entschieden Lady J und ich, mit grand-reserva-Havana-Rum ein wenig vorzuglühen, um den enorm gut angefangenen Urlaub endlich zu etwas Besonderem zu machen: Auf der ersten Party mit D-Bridge, Concord Dawn, Tactile schonmal richtig Gas gaben!

Am zweiten Tag war die Liquid-Night, mit Kabuki, Utah Jazz und Zero Tolerance. Das war zwar alles ganz nett, hat aber nicht so wirklich gekickt.

Am dritten Tag fand die ESP-Night mit Dom&Roland, Intalex, Bailey u.a. im Ambra statt. Hier gab es das erste Mal so richtig was auf die Mütze. Wooow, ging hier die Post ab. Da war nichts mehr von wegen soulful, das hat richtig gerockt!

Am vierten Tag dann die erste Party im "La Luna": Tolle Location auf leichter Anhöhe, wenige Meter landeinwärts südlich von San Teodoro. Problem: Die Mainstage war draußen. Und so wurde es im recht kühl. (Was im Hochsommer bestimmt angenehmer ist.) Auch kamen die Jungs nicht mit der Anlage klar, undefinierbare Störgeräusche und immer geringere Lautstärke. Zum Glück verlegten sie die D&B-Stage daraufhin in den kleinen Club.

Am fünften Tag schließlich der letzte Abend im Ambra Night mit der zweiten ESP-Nacht: Storm, Klute, A-Sides, Invaderz. Phattt!

Am sechsten Tag - diesmal mit E.Decay, Total Science und S.M.O.K.E. - ging es wieder ins Luna. Meiner Minung nach auch eher durchschnittlich, vielleicht waren wir auch einfach etwas müde geworden.

Dafür machte der siebte und letzte Abend im Luna noch einmal richtig Spaß: different styles, von Liquid, Soulful, Neuro, Haudrauf und Jumpup bis "versuchmichjetznichtauchnochzudefinieren", war alles dabei. Viele bekannte Stücke und alltime Classics. Da habe ich auch zum ersten Mal eine D&B Coverversion von Curtis Mayfield "Move on Up" gehört. Alles in allem gab es einige sehr dicke Parties, wobei "Neuro" eher vernachlässigt wurde.

Die insgesamt sieben Festivaltage liefen immer bis genau fünft Uhr mrogens, danach gingen noch einige ins Ambra Day oder zum Strand um dort in den Sonnenaufgang zu feiern. Im Prinzip wurde die Programmfülle eines dreitägigen Urban Art Forms Festivals auf sieben Tage verteilt. Sieben Tage non-stop Feierei!

Leider liefen die "Windmaschinen" in den Clubs auch jetzt noch volle Pulle. Nach wenigen Tagen habe ich mir einen dicken Hals geholt und wurde heiser.

Tagsüber schafften wir es meistens gegen 12-13 Uhr am Strand zu sein. Dort angekommen, konnte man weiter pennen. Gegen 15 Uhr startete das Strand-Programm los. Man mußte sich dann meist in näherer Entfernung zum Soundsystem befinden, da der Pegel etwas niedrig war. Das Srandprogramm war sehr unterschiedlich. Many different styles, aber immer auf gehobenem Niveau, kein Geschranze.
Dieses Jahr waren noch Ferien bei den Italienern, dementprechen gut besucht war der Strand.

Es sollen mit dem Review auch ein wenig die angesprochen werden, die noch nie bei SunandBass waren, oder glauben, dass es sich um den 1.000sten 08/15 Großrave bzw. um ein überlaufenes Megafestival handelt. Dem ist nicht so! Bei Festivals wie dem Urban Art Forms gibt es eine VIP-Aera und völlig abgeschirmte Artists. (Selbst als wir damals hinter die Absperrung wollten, um einen DJ aus nächster Nähe zu photographieren, ließen einen die Sicherheits-hotzen nicht durch.). Bei Sun&Bass gab es bis auf Türsteher und 2-3 patrollierenden Securities kein Beschränküngen. Man hat mit den Artists zusammen gefeiert, den Tag am Strand verbracht und abends gegessen. Es war fast schon so etwas wie eine "Sun&Bass-Family"!

An zwei Abenden konnte amn sich für ein 7-Gänge Menü inkl. Wein anmelden (Kosten: 30,- €). Einmal mit Fleisch und einmal mit Fisch. Sardinien liegt am Meer und es wird viel Fischerei betrieben: In den Restaurants dauert ein Menü entsprechend lang, beispielsweise: Tagliatelle mit Pesto und Pienienkernen, frischem Wildfenchel und vier Scampis (wunderschöne ganze Tiere, nicht gerade klein) für nur 12,-€! Dementprechend genial sollen auch die erwähnten Menüs gewesen sein. Leider haben wir es nicht gebacken bekommen, uns dafür anzumelden. Als wir am Al Faro (das zentrale Hotel und Sun&Bass Headquarter) am letztem Abend vorbeiliefen, saßen vielleicht 40 Leute an einem u-förmigen Tisch und zogen sich die Menüs rein. Das sah dann so aus: DJ neben Fan neben Organisatar neben Fan neben Admin usw.... und all schoben sich schön ihre Scampis rein.

Viel zu wenig Anekdötchen, die mir jetzt einfallen: Wir kommen vom Strand und werden von zwei Jungs gegrüßt. "Wer war das denn jetzt schon wieder, Lady J?", "Weißt du das nicht, Locke?", "Nö. k.a!", "Ttotal Science", "Echt?. Na gut."

Sehr witzig war auch zu beobachten, wie ein D-Bridge auf der Liege am Strand einpennt und dann später ins Wasser will: Obwohl das Wasser wirklich warm war, torkelte er auf Storchenfüßen durchs Meer, bis er sich endlich fallen ließ. Haha... wir haben geschrien!

Auch fand ich mich an irgendeinem Abend an der Theke mit Bailey und Storm wieder. Sie wollte wissen, wie ich ihr Set fand. Doch war ich in dem Moment zu verpeilt, um ein einigermaßen normales Gespräch auf Englisch zu führen.

Was mir noch in den Kopf kommt: Viele Mückenstiche, Streifenhörnchen und Panda-Gesichter durch Sonnenbrillen, verzweifelte Versuche mit den nicht englisch und deutsch sprechenden Kellnern zu kommunizieren: "muchos deliziosus". Und wusstet Ihr schon, dass "Hörnchen" auf italienisch "Cornetto" heißt?

Iim letzten Jahr 2005 gab es bekannterweise massig Probleme mit den Carabinieries. Es sollen angeblich Appartments durchsucht, Leute in den Knast gekommen und Parties per Razzia hochgenommen worden sein. Also ich habe diese Jahr von so etwas NICHTS mitbekommen. Auch hat kein anderer davon erzählt, dass es dieses Jahr irgendwelche Probleme gab.

Ggrüße an alle, die ich dort kennengelernt, gesehen & gehört habe und mit denen man sehr entspannt feiern konnte!
23.11.2017, 02:39 h | 4 Junglists online