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Kings of the Jungle "The Festival" @ Maimarktclub, Mannheim


Veranstaltung: Kings of the Jungle 8 "The Festival"  
Datum:   02.10.2005  
Location:   Maimarktclub  
Stadt:   Mannheim  
DJs:   Roni Size, Andy C, Mampi Swift, Friction, Pendulum, X-Plorer, Social Security, Bassface Sascha, Trace, Black Sun Empire, Commix, Marky, Aphrodite, Mickey Finn, Nicky Blackmarket, Baron, Darren Jay, Jan Sirup, Simoné, Freeze, E.Decay, Tobi, Bassline Generation live, ...  
MCs:   Dynamite, Flux, Foxy, SP.MC, Verse, Sinista, Soultrain, Temper, Sabrination, 5ive-O, Demus Jay, ...


Bilder von "Kings of the Jungle" findet Ihr in der Gallery

Review von K-Crew

Das war also die erste Kings im Rhein-Neckar-Delta die nicht im alt ehrwürdigen MS Connexion statt fand. Schon Wochen vor der Party wurde viel über die Party geredet: Über das Lineup, über die neue Location, über die Kings im Süden und parallel-Veranstaltungen am 02.10.05. Mit dem Taxi fuhren wir vom Bahnhof zum Maimarktgelände. Erstaunlicher Weise sahen wir keinen einzigen Polizisten (wie auch den Rest des Abends über).

Vor dem Eingang machten einige Italiener aus sich aufmerksam die Gefallen an den deutschen Junglettes fanden. Unsere Karten haben wir an einer der drei Ticketboxen abgeholt. 34,- € Abendkasse ist zwar viel Geld - gemessen am Lineup aber nicht überhöht. Durch Gittertore dann aufs Maimarksgelände und zum eigentlichen Eingang der gut organisiert war und man fix am Sicherheitspersonal vorbei war. Direkt vor dem Eingang zu den Hallen war der Outdoorbereich mit paar Fressbuden.

Inzwischen war es 23:00 h als wir die heiligen Hallen betraten. Den langen Floor geradeaus war der Oldkool Area mit dem Bühne am hinteren Ende angelegt. Links waren die Klos und ein Stück weiter der Durchgang zu Floor 1 und Floor 2. Dort war rechts ie Mainstage und nach links ging es zum Alternative Floor. An dem Durchgang zu den großen Floors war auch ein Merchandisingstand platziert, bei dem man sich mit Shirts, Postern, Packs, Vinyl eindecken konnte.

Als wir den Mainfloor betraten war schon Mampi Swift an den Wheels of Steel und haute eine Scheibe nach der anderen mit seinem harten Mixing
raus. Die Menge tobte bereits jetzt. Überhaupt waren wir überrascht dass es jetzt schon so voll war. Aber es sollte noch voller werden. Trotz der vielen Leute war das Klima und die Luft in der Maimarkthalle gut. Offensichtlich waren auch die Veranstalter von dem Ansturm überrascht. Vor den Toiletten und an die Getränkeständen musste man immer paar Minuten warten. Apropos Getränke: Die Preise waren fair; gerade wenn man es mit den hohen Preisen im MS Connexion vergleicht. Da kann man auch über die wenig stabilen Pappbecher hinweg sehen mit denen es schwer sich durch die Menge zu drücken ohne den Vordermann Bier über die Schuhe zu schütten.

Wir begaben uns dann auf den zweiten Floor. Hier war The Sound of Future D&B den Abend über angesagt. Black Sun Empire, X-Plorer, Pendulum, Social Security, Trace, Commix, usw. packten den freshesten Sound aus der Tasche. Gehostet wurde der Alternative Floor von MC Verse und SP.MC. Die zwei lieferte eine super Performance ab. MCing at its best. Von deutscher Seite waren MC Soultrain und MC Sinista am Start die sich den UKlern gut ergänzten. Black Sun Empire waren gut, Trace war heftig bis brutal, Pendulum - was viele überraschte - auch mit Neuro-Attacken. X-Plorer mit einer Top-Selection, ebenso wie Commix der mit SP, Verse und Soultrain ein Set der Spitzenklasse ablieferte. Besser kann D&B kaum sein.

Auf dem Mainfloor trat nach Doubledrop-Mampi Andy C "The Executioner" an die Decks: 90 Minuten auf die zwölf. Der Mann mixt wie eine Maschine. Spontane Trackauswahl macht er kaum, viele Übergänge hat er schon x Mal gespielt. Aber gerade deshalb ist sein Mixing so perfekt. Am Mikrofon schossen MC Foxy und Flux die Vocal-Salven in die Menge. "Who wants the Revolution?!"

Nach Andy kam für viele das Set des Abends. Der Mann aus Bristol den man nur selten an den Decks erleben darf: Mr Roni Size. Er legte mit Final Scratch auf. Am Mic supported wurde er vom Kollegen aus Bristol MC Dynamite. Wie die Leute beim Set von Roni abgingen ist schwer zu beschreiben. So ein extatische Stimmung mit whistels, horns, lighters und Arme in der Luft erlebt man selten. Pure Rave Energie!

Danach trat der brasilianische Wirbelwind DJ Marky an die Decks. Zahnspangen scheinen bei den D&B Artists aus Südamerika Mode zu sein. So wie Patife trug nämlich auch Marky eine. Aber das nur am Rande. ;) Marky spielte ein Set mit neuen und auch bekannten Tracks. Gewürzt wurde sein Set von beeindruckenden Scratcheinlagen, die DJ Hype's Standard-Scratches wie Anfängerversuche wirken lassen. Marky bei seinem Set zuzuschauen macht jedes Mal Spaß. Die Power überträgt sich auch aufs Publikum.

Dann legte Shogun Audio Labelchef DJ Friction auf. Gewohnt gut mit sehr gutem Mixing. Die MCs hatten inwzwischen gewechselt. Det, Fearless und Moose wechselten sich ab. Und gefiel Fearless am besten. Auch weil er vom Style her am besten zu Friction passt. He's got the flavour for raver.

Aphrodite überraschte uns. Kein Jumpup, sondern upfront Drum'n'Bass. Gut! Als um kurz nach 6:00 h Baron sein Set beginn war die Halle immer noch gut gefüllt. Baron holte nochmal alles raus und es wurde ausgelassen gefeiert.

Der Oldskool Floor war diesem Mal richtig geil. Nachdem Freeze ein raggalastiges Set spielte, performte die Bassline Generation neue Stücke und Klassiker live. Danach trat der Mann mit der gelben Leuchtbrille - MC 5ive-O - auf die Bühne und kündigte Nicky Blackmarket an. Wicked! Mickey Finn rockte den Oldskool Floor weiter, übergab dann Darren Jay, bevor Jan Sirup und DJane Simoné von halb 6 bis 8:00 h den krönenden Abschluss von "Those were the dayz" besorgten.

Hervorzuheben ist das sehr gute Sound- und Laser-/Lightsystem. So einen Druck aus den Boxen haben wir schon lange nicht mehr erlebt. Weitere Pluspunkte: Alle Artists waren anwesend, keine Polizei, angemessene Preise, gute Luft, Location gut zu erreichen. Minuspunkte: Zu wenig Sitzmöglichkeiten oder Chillout, langes Warten vor Toiletter und Getränkestand.

Alles in allem eine Top-Veranstaltung, für die sich auch die weitere Anreise der Besucher aus Italien, Österreich, Schweiz, Frankreich, Holland gelohnt hat. Vielleicht sogar die beste "Kings" bisher. Wir freuen uns auf den 30.04.2006.
23.11.2017, 15:43 h | 6 Junglists online