Bilder von "Mainframe" findet Ihr in der Gallery Review von combo
"The Executioner returns", so der viel versprechende Untertitel des
mittlerweile zum festen Bestandteil der Wiener D’n’B Szene etablierten
Mainframe. Dass dieses Versprechen einigem standhalten musste, wird mir wohl jeder
bestätigen, der bereits das Vorjahresmassaker von Andy C in der Arena miterlebt
hat. Die bereits um 21.30h (Entry @ 22h) gut zehn Meter lange Schlange vor dem
Einlass, resultierte aus der Vorfreude wohl genauso wie an den Befürchtungen
vieler, nicht mehr hineinzukommen (aufgrund massiver Platzprobleme im Vorjahr
traf dieses Schicksal leider einige). Aber auch wenn die Schlange vor der Kassa
bald universitäre Formen annahm (was die zuvor erwähnten Befürchtungen
natürlich keineswegs verringerte), hinein kam dann doch noch jeder.
Und das machte sich auch recht schnell im inneren der Arena bemerkbar, wo Gebain
die Neuankömmlinge bereits mit einem sehr erfrischenden Dubstep Set begrüßte
und sofort auf die Tanzfläche lockte.
Von den Massen genauso überrascht wie geschockt, führte mich der erste
Weg dann gleich mal Backstage, wo ich auf Sven aka MC Sinista und zwei andere
Freunde stieß, die sich bereits sichtlich gut gelaunt aufwärmten und
mich mit drei Flaschen Sekt erwarteten. Dass wir dann gleich mal die erste Flasche
köpften, lag nicht nur an der Vorfreude auf Andy C, sondern auch daran, dass
wir meinen B-Day feierten (und das weit ausgiebiger als geplant, wie ich später
noch merken sollte..!).
Nach gut zwei Flaschen Sekt, einigen sehr netten Gesprächen und einer relativ
spontan geplanten Reise nach Mannheim aufs Kings of Jungle, wurde es auch schon
Zeit für mich, Gebain hinter den Decks abzulösen, und die für diese
Uhrzeit wirklich unglaublich volle Halle auf den Executioner einzustimmen.
Dass ich für die nächsten zwei Stunden soviel Spaß wie schon lange
nicht mehr beim mixen hatte, lag zum Einen an der Wahnsinnscrowd (Respekt an alle
jene, die sich in dieser Menge ihren Platz zum Tanzen erkämpften!!), und
zum Anderen daran, dass meine Geburtstagsgratulanten mich auch weiterhin mit Sekt
(und was weiß ich noch..) versorgten…big up mates!!
Als dann auch noch MC Davox und Sinista die Bühne betraten und ans Werk gingen,
war die Stimmung am Überkochen, und die Menge schien endgültig bereit
für den wohl am meisten herbeigesehnten Moment des Abends zu sein.
Und da war es auch schon soweit, Andy C betritt die Bühne, bereitet seinen
bis zum Rand mit Dubplates gefüllten Plattenkoffer (welcher zugegebenermaßen
doch ein wenig Neid aufkommen lässt..) vor, und ich übergebe ihm mit
lautstarker Unterstützung von Sinista und Davox die Turntables.
Der Anblick, der sich einem ab diesem Zeitpunkt bot, lässt sich nur schwer
beschreiben, und zeigte sehr eindrucksvoll, dass der Hype um Andy C nicht unberechtigt
ist. Und spätestens nach seinem Intro, bestand auch kein Zweifel mehr daran,
dass er nicht grundlos beinahe jedes Jahr bei den Knowledge Awards zum Best DJ
gevoted wird, und es im vorigen Jahr sogar auf Platz 26 des jährlichen DJ
Mag Poll schaffte.
Andys perfektes Mixing gepaart mit einer unglaublichen Bühnenshow der beiden
MC’s und den wie immer lobenswerten Stylisticz Visuals (big up to Mad und
Denise!!), ließ der tobenden Crowd genauso wenig Zeit zum Luft holen, wie
Platz zum tanzen.
Gut zwei Stunden und etwa 50 Floor-Smasher später war das eingangs erwähnte
Versprechen mehr als eingelöst, und Andy C ließ keinen Zweifel daran
aufkommen, dass er sich die Latte für seine Sets gar nicht hoch genug legen
kann (wie einige nach der letzten Party vermuteten)!
Danach übernahm DisasZt die unersättliche (und nicht im Geringsten kleinere)
Menge, um ihr mit einem wie immer soliden Set weiter einzuheizen. Dass er diese
nach einer knappen Stunde wieder an mich übergab, war für mich genauso
erfreulich wie verwunderlich.
Was mich jedoch noch viel mehr verwunderte, war der Fakt, dass um diese Uhrzeit
noch immer volle Sektflaschen existierten, und gewisse Personen noch immer genug
Energie hatten, mich mit selbigen zu versorgen, was jedoch den Spaßfaktor
ins Unermessliche steigerte.
Dass dies nicht die einzigen Personen mit genügend Energiereserven waren,
zeigte sich an der Crowd, die sich um 6h noch etwa genauso dicht drängte
wie um 00h, wodurch es umso mehr Freude bereitete, zehn Minuten nach dem endgültigen
Ende verdientermaßen noch einen last tune zu droppen (first time ever.!).
Damit war’s dann aber leider wirklich vorbei, und es blieb nur die Vorfreude
auf das nächste Mal, und eine kleine aber feine After-Hour auf der benachbarten
Tankstelle (Kakao und Kipferl massive inside!!).
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