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Kings of the Jungle @ Nature One 2005, Kastellaun


Veranstaltung: Nature One  
Datum:   05.07..08.2005  
Location:   ehemalige Pydna Raktenbasis, Open Air  
Stadt:   Kastellaun (Hunsrück)  
DJs:   Andy C, DJ Zinc, Bassface Sascha, E.Decay, n.phect & diz:play, Bass Tikal, Septic Inc., The Panacea, DJ Tease, Diaz-Soto, Soulsurfer, MTC Yaw, Giana Brotherz, Ly.de Buddah, Royce, ...
Ansonten unzählige Techno, House und Hardcore DJs und Live Acts.
 
MCs:   SP:MC, Foxy, Demus J, Little Monk, Temper, Soultrain, Dragoon, Mex-E- Stunnah D,


Bilder von "Kings of the Jungle @ Nature One" findet Ihr in der Gallery

Review von ToR

Die Jahre zuvor war der Groovalistic Garden Floor auf der Nature One für die breakige Abteilung auf der Nature One zuständig. Dieses Jahr in 2005 wurde der Garden durch "Kings of the Jungle" ersetzt. Freitag und Samstag gab es nicht D&B, Breakbeat und Breakz, sondern 100% Drum'n'Bass in your face.

Den Freitag zelebrierten DJ Zinc, E.Decay, Royce, n.phect & diz:play, Dirk D und Bass Tikal mit vokaler Unterstützung aus London (SP MC, Demus J) und dem Norden (Soultrain, Temper, Little Monk, Stunnah, Mex-E).

Das ehemalige Raketenlager Pydna bei Kastellaun (nähe Koblenz) ist ein fettes Festivalgelände mit alten Bunkeranlagen. In den Bunkern und auf den Bunkern, sowie in Zelten waren die Floors untergebracht: Century Circus, Thunderdome, Red Bull House, Cocoon. Der größte Floor waren zentral zwischen den Bunkern gelegen. Das (nicht-) D&B Lineup bot einige Highlights wie Richtie Hawtin, Paul van Dyk, Timo Maas, Adam Beyer, Kevin Saunders, The Advent live, DJ Hell, Sven Väth, Der Dritte Raum und ewig mehr DJs und live acts.

Wir waren aber wegen Drum'n'Bass da! Nachdem wir uns am Freitag einen Überblick verschafft hatten, sind wir auf den Bunker geklettern auf dem der Dnb-Floor untergebracht war. Steigeisen und Kletterhilfen hat man nicht benötigt, aber die wackeligen Stufen war nicht einfach zu meistern (vor allem als dunkel war und man 2 Bierchen getrunken hatte *g*).

Oben angekommen waren wir von der fetten goa-angehauten Deko geflasht. Grell angemalte und flureszierende "Planeten" und Skulpturen standen und hingen über dem Arial. Fett! Aus den Boxen kamen liquide Sounds, aufgelegt von Bass Tikal aus Hannover. Genau das richtige um locker in die Nacht zu starten. DJ Royce schaltete als nächster DJ einen Gang höher. Am Micro waren MC Temper, MC Soultrain, MC Stunnah und Mex-E, die sich aber abwechselten. Also kein MC overkill. Headliner des Abends war DJ Zinc vom Bingo und True Playaz Camp. Das Set hat alles weggeburned. Top-Mixing as usual! Der Floor war jetzt richtig voll (schätzungsweise 300 Junglists) und am rocken. SP:MC heizte die Meute weiter an. Was auch nötig war, denn die Temperaturen lagen nachts so um die 15 Grad. *brrrr* n.phct & diz:play haben wir am Freitag leider verpasst.

Als es hell wurde sind wir dann allmählich wieder zum Campingplatz gewackelt. Die Chillout-Session dort war lustig und heftig. Irgendwann nachmittags sind wir dann gut zerstört im eigenen (oder anderen ;)) Zelten wieder aufgewacht. Aber abends waren wir wieder fit und haben den bekannten Weg zum Festivalgelände und auf den D&B-Bunker genommen.

Diaz-Soto wurde gerade von Ly.de Buddah abgelöst. MC Demus J der mit Micro quer über den Dancefloor rhymte haben ich (ausversehen) erstmal angerempelt. Die Septic Inc. Crew spielte ein solides Set, bevor DJ Soulsurfer mit MC Mex-E und MC Dragoon mit einem herrliche entspannten liquid Set den ersten Highlight des Abends setzte. Mann des Abends war für viele Bassface Sascha der ordentlich die Basswumme auspackte. Tracks you never heard before.

Um 1.30 h trat "The Executioner" Andy C an die Plattenspieler! MC Foxy, der noch einen Tag zuvor auf dem Urban Art Forms Festival in Österreich auftrat, heizte die Menge mit seinen "Revolution" Rhymes ein. Das eigentlich sehr gute Soundsystem wurde von Andy C hart auf die Probe gestellt. Teilweise war der Sound kräftig verzerrt. Sein Set war gut, wir haben aber schon Besseres von ihm gehört.

Syncopix hatte es nicht auf die Nature One geschafft. Somit hatte Label-Kollege MTC Yaw etwas mehr Zeit seine neuesten Scheiben vorzustellen. Die Giana Brotherz präsentierten danach ein live Set gefolgt von einem kurzen DJ-Set.

Um halb sieben morgens füllte sich der Floor dann wieder zunehmens. Grund war The Panacea der mit harten Mixing und brutalen Tracks der tobenden Crowd den Sonnenaufgang versüßte. DJ Tease haben wir nicht mehr gesehen.

Wir sind dann den Berg runtergerollt, haben uns noch kurz das Thunderdome-Zelt angeschaut in dem gerade Noizefucker spielte und sind dann kopfschüttelnd zurück auf den Zeltplatz gelaufen.

Fazit: Die erste Kings of the Jungle auf Nature einer Nature One war super gut. Fette Sets und guter Sound. Etwas New Skool Breakz am frühen Abend wäre cool gewesen. Einziges Manko, auf das man aber keinen Einfluss hat: Die niederigen Temperaturen. Nächstes Jahr sind wir wieder am Start!
20.11.2017, 06:34 h | 5 Junglists online