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fresh!


Veranstaltung: fresh!  
Datum:   18.05.2001  
Location:   o25  
Stadt:   Frankfurt / Main  
DJ's:   Dylan (Renegade Hardware/Droppin Science/UK), Mad Vibes aka Highspeed Poet & Mad Vibes (Gyration), Drift & Zodiac (Mute Rec/Schweiz)  
MC's:   Ronin (Precision)  


Review von René

Oli, Jula, Gudrun, Stefan, Alissa, Josh, Luna und ich trafen uns um 23:45h vorm O25, wo für den heutigen Abend mit Dylan einer der besseren Producer der letzten Zeit angekündigt war.

Wir waren relativ früh, da Frauen vor 24h kostenlosen Eintritt haben sollten... Dies wurde jedenfalls auf diversen Internet-Seiten angekündigt, aber die Leute an der Tür wussten davon nichts. Schade eigentlich, den solche Dinge trüben dann schon ein bisschen die Laune. Natürlich nicht bei uns :-)

Die Mädels haben dann eben doch den normalen Preis gezahlt, der vor 24h bei 10DM lag um früh Leute ins O25 zu locken. Dieser Plan ging aber auch nicht auf, denn als wir uns im O25 umschauten herrschte mal wieder überschaubare Leere, während DJ Draft versuchte, die ersten auf die Tanzfläche zu locken...

Das klappte auch ganz gut und nach ein paar Platten übernahmen die Jungs von Mute Recordings aus der Schweiz den Platz hinter den Plattenspielern. Die machten Ihre Sache auch ganz gut, aber trotzdem kam noch nicht die richtige Stimmung auf.

Das O25 füllte sich langsam aber sicher ein bisschen und kurz nach 1h kam dann Dylan in Begleitung seiner Frau/Freundin zusammen mit Highspeed Poet hereinspaziert...

Highspeed Poet fing dann sein Set gleich mit einem phaten Tune an, der das O25 erstmals so richtig zum Kochen brachte. Softes Intro und dann der Mörder-Drop... Bekam auch gleich den Rewind und wie sich herausstellte, war das eine Mad Vibes-Dub, die zusammen mit Santana produziert worden ist. Leider hat das Teil noch keinen Namen - aber watch out! Highspeed Poet heizte zusammen mit der Hilfe von MC Ronin die Stimmung mächtig an und dann war es endlich so weit:

Dylan, der Mann, der in letzter Zeit mit Tracks wie "Spasm", "Need you" und anderen geilen Releases auf Renegade Hardware, Droppin Science, Outbreak oder Cylon die Szene immer wieder erfreut hat, kam mit einer Kiste frischer Dubs hinter die Decks... Ich hab mich tierisch auf den Moment gefreut, da ich die RH-Night Ende April in der "Alten Feuerwache" Mannheim leider verpassen musste und nun doch die Chance hatte Dylan live zu erleben.

Und wie nicht anders zu erwarten bretterte Dylan von Anfang an voll durch. Wer seine Releases kennt, weiss ja, das er nicht gerade ruhige Tracks produziert und so lief dann auch sein Set ab: Hart und relativ Kompromisslos...

Dabei spielte er eine gute Mischung bekannter Tracks (z.B. ein paar der Armageddon-Remixe, Stormtroopa, usw...) und unbekannter Dubs. Sein Mixing war überraschend gut - auch wenn man merkte, das hier nicht unbedingt einer der Top-DJs am Start ist, waren seine Mixe sehr routiniert und gekonnt.

Das O25 war sichtlich schlechter gefüllt als an anderen Tagen (was vielleicht auch daran lag, das Dylan (noch) nicht so bekannt unter den Partygängern ist), aber trotzdem schaffte es Dylan die Crowd gut bei Laune zu halten.

Mitten im Set passierte ein lustiges Missgeschick, für das Dylan aber nachweisslich gar nichts konnte. Er mixte gerade das Intro von John B´s "up all night" in einen anderen Track, als plötzlich nur noch lautes Rauschen aus den Boxen kam und dieser Zustand für mehrere Sekunden anhielt...

War schon ein krasser "Noise"-Angriff, der die Crowd zum Stillstand brachte und sehr verduzte Gesichter sowohl bei Dylan als auch beim herbeigeeilten Highspeed-Poet erzeugte...

Dann ließ Dylan das Intro von "up all night" weiterlaufen und die Party ging weiter als wäre nix passiert. Im Nachhinein erfuhr ich, das dieser Vorfall auf die Kappe von MC Ronin ging, dessen Batterien vom Funkmikro leer waren und er einfach vergessen hatte das Mikro auszuschalten, bevor er die Batterien wechselte... Schon irgendwie zum Schmunzeln, oder?

Dylan jedenfalls bretterte

unermüdlich weiter und setzte mit dem "SpaceInvader"-Remix von J. Majik wohl den absoluten Höhepunkt des Abends. Die kleine Crowd war nochmals richtig am Kochen und feierte ausgelassen mit Dylan, der sichtlich seinen Spass hatte. danach ging allerdings nicht mehr so viel. Irgendwie war die Luft raus, da Dylan noch härter wurde, obwohl eigentlich alle eher eine Verschnaufpause brauchten... Dementsprechend leerte sich die Tanzfläche und es blieben nur noch vereinzelt Leute am Tanzen.

Anschliessend übernahmen nochmal Drift & Zodiac aus der Schweiz, zu denen ich allerdings nichts mehr sagen kann, da wir zu dem Zeitpunkt die Party verliessen...

Ich fand Dylan sehr phat, da ich an dem Tag wirklich Bock hatte durchzutanzen (mit dem Rauchen aufhören bewirkt Wunder :-) und er mit seinem Bretter-Set wirklich zum derben Feiern animierte. Trotzdem muss ich sagen, das ein Grossteil der Leute den Sound wohl nicht so gemocht haben, da wirklich kaum mal ein ruhigeres Stück zu hören war und Dylan ohne Pause auf das Gaspedal drückte... Dagegen spricht eigentlich auch nichts, aber als DJ sollte man vielleicht manchmal ein bisschen auf die Crowd achten und ggf mal ein paar Erholungspausen einbauen, wenn kaum noch einer Tanzen kann/mag....

Anyway - ich fand den Abend in Ordnung und würde mir Dylan auch jederzeit wieder geben :-)

Grüsse an Oli, Jula, Antje, Josh, Gudrun, Stefan, Carsten, Tony, und alle, die ich vergessen hab...
Cheers, René
P.S.: 13/06/01 - Kosheen als live pa im O25...
21.11.2017, 05:37 h | 5 Junglists online