Cityreport - Nürnberg, Januar 2007
Schon
rund 15 Jahre ist Drum and Bass eine der populärsten Musikrichtungen der
Nürnberger Partyszene. Regelmäßig geben sich nationale und internationale
Gast-DJs und MCs die Klinke in die Hand. Auf Grund des vielfältigen Angebots
kommen Woche für Woche zahlreiche feierfreudige DnB-Fans in die hiesigen
Clubs.Und los gehts - die Sortierung orientiert sich daran wie lange die Crews in Nürnberg bereits aktiv sind. Von alt nach jung ...
Rawdeal
Rawdeal played at: Devotion, Logical Progession Session, Hirsch Nürnberg
(Residents), MS Connexion Mannheim, Rosige Zeiten & Tivoli Bremen, Robert
Johnson Offenbach, Halle 02 Heidelberg... und fast überall in Nürnberg.
Weitere Infos und die Gelegenheit im Forum zu diskutieren unter www.rawdeal.de.
Rude Family
Seit nunmehr 8 Jahren ist die Rude Family (vorher Eternity Crew) im Nürnberger Drum and Bass Business zuhause. Im Club „Desi“, veranstalten sie regelmäßig ihre Sessions, bei denen lokale, überregionale sowie auch UK Acts (wie Shimon, Bassface Sascha, Souladdiction, Humpty C, Freeze, MC Sugars, MC 5ive Alive und viele mehr) Beatz zum Besten geben.
Bei ihren Parties, in dem atmosphärisch angepassten und gut dekorierten
Club, konnten sie sich inzwischen eine treue und feierlustige Crowd erspielen.
Inzwischen sind sie auch bundesweit gebucht und spielten in, Prag CZ, Mannheim,
Hof, Bayreuth, Heidelberg, Chemnitz, Dresden, Erfurt, Würzburg, Berlin,
Jena, Augsburg, Regensburg, Ingolstadt, Dillingen, Saarlouis, Colonia, Nbg..
Renegade Snares
Highlight im Jahr 2006 war aber die zusammen mit Have-A-Break und Monsters
of Jungle in der Rakete veranstaltete Feier, auf der Benny Page seinen ersten
Deutschland-Gig spielte.
Camino Blue
Obwohl das Label Camino Blue Recordings seinen Sitzt in Paderborn hat, veranstalten
DJ Ryse One, Modemellow und Matizz in wechselnden Locations wie dem Club Stereo
oder PIK 16 ihre Clubnights. Das Programm: Deep, mellow & soulful.
Monsters of Jungle
Relativ neu in der Nürnberger Szene ist die Monsters of Jungle Crew mit
ihrer gleichnamigen Partyreihe. Ganz im Sinne des Oldskool-Gedankens wächst
die Party mit den Gästen, der Location und der nicht alltäglichen
Deko. Jede Veranstaltung überrascht mit speziellen Gästen aus diversen
Subgenres, die stets einen anderen Bereich des Drum’n’Bass und Jungle
abdecken. Mit Bookings etablierter Labelhosts und frischer Underground-Artists
ist für Style-Hating hier kein Platz.
Monsters of Jungle - der Name ist nicht nur Reminiszenz an die Zeiten als
der Amen sich die Bahn brach – Jungle wird hier gelegt, gelebt und getanzt.
Tekken Bass
Mad Shark (DJ und Veranstalter,) der vor 7 Jahren zusammen mit einem Ragga DJ das Tsunami Soundsystem gründete ,veranstaltete verschiedenste Partyreihen die sich selten nur auf ein Musikgenre beschränkten. In Collabos mit lokalen HipHop Größen machten sie die King Spin Parties auf denen von HipHop über Ragga bis zum Drum and Bass alles vertreten war.
Unterdruck
Unterdruck schließt seit Mai 2005 eine bis dahin existierende Lücke
hinsichtlich experimenteller Aspekte der Breakbeat Kultur im Nachtleben Nürnbergs.
Die Veranstalter entstammen dem Umfeld von Needle Sharing und Winterkälte,
die ihrerseits bereits in den 90ern auf Alben wie “Drum and Noise”,
respektive “My Kind Came First” Industrial Klänge mit Breakbeats
kombinierten. Eine Tradition die im Rahmen dieser Party weitergeführt wird.
Recordstores, Labels, Produktionen
Der laut future-music.net Awards 2006 beliebteste deutsche Online -Plattenladen findet in Nürnberg sein Zuhause: Have-a-Break.
Es werden in Nürnberg nicht nur Parties gefeiert, sondern auch fleißig an Beatz gebastelt, was sich an verschiedenen Releases aus der fränkischen Region bemerkbar macht. Der überregional bekannteste Producer ist Jericho, der aktuell mit seiner zweiten Platte auf Santorin Records (SAN015/SANCD002) zu finden ist.
Im letzten Jahr gründete der Ladenbesitzer von Have-a-Break das gleichnamige Label um Nachwuchskünstlern die Chance zu geben Ihre Werke auf Vinyl zu bekommen. Neben den Kandidaten Donnie Dubson, Frenchi, Enea und The Tripodz wird man aber auch Produktionen von alten Hasen wie X-Plorer, TGM (The Green Man), Syncopix, Cativo, uvm. zu Ohren bekommen.
Durch die jahrelange Zusammenarbeit der lokalen Crews findet Drum'n'Bass immer mehr Anklang im Nürnberger Land. Im Transfer, der Roten Bar und in weiteren Lokalitäten gibt es die Möglichkeit, in entspannter Lounge-Atmosphäre zu gebrochen Beats den Abend ausklingen zu lassen. Auch kann man wöchentlich im freien Radio Z in der Sendung Headz den feinsten Tunes lauschen und gleichzeitig auf den neusten Stand gebracht werden.
Text: Stefan aka DMC Sugar (Dezember 2006)
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